Mandrogi

Mittwoch, 13. Juni 2018

Wetter: am Morgen:9°; tagsüber 12°, Sonne-Wolken-Mix den ganzen Tag

Offizielles Tagesprogramm:

07.30Uhr - 9.00 Uhr >> Frühstücksbuffet im Restaurant

9.00 Uhr - 9.40 Uhr >> Studiosus-Treff: Mandrogi: ein russisches Disneyland oder ein echtes Dorf - mit Julia Smilga

11.00 Uhr >> M/S Rossia macht in Mandrogi fest. In dem Künstlerdorf gibt es viel zu sehen, zu bestaunen, zu entdecken oder zu kaufen. Ganz besonders lecker sind hier Piroggen, herzhaft oder süß gefüllte Teigtaschen oder die Blinis - Pfannkuchen. Unsere Gruppe trifft sich nach der Ankunft am Anleger. Wir zeigen Ihnen, wo unser Mittagessen stattfindet. Vor und nach dem Mittagessen freie Zeit.

ca. 12. Uhr >> Schaschlick - Picknick. Das Schaschlick wird an langen Tischen unter einem großen Zeltdach eingenommen. Ein Becher Wein gehört dazu. Unsere Tische sind mit dem Schild Studiosus gekennzeichnet. Das Brot steht bereits auf den Tischen. Getränke wie Cola, Bier, Wodka oder Wasser werden gegen Bezahlung (auch in Euro) angeboten. (Für das Mittagessen wurden an Bord Gutscheine ausgegeben.)

13.15 Uhr >> Alle Passagiere an Bord. M/S Rossia nimmt Kurs auf St. Petersburg. Es liegen 287 km vor uns!

14.00 Uhr - 15.10 Uhr >> Studiosus Treff: 18 Jahre Regierung mit Wladimir Putin: Fluch oder Segen für Russland? Außerdem: Bezahlung der Theater/Konzerttickets für den 14. 06. und des Abendausfluges am 15. 06. (Boot- und Lichterfahrt in St. Petersburg)

Danach Zeit zum Entspannen an Bord

18.45 Uhr >> Der Kapitän sagt "Do Swidanija". Unser Kapitän Boris Popow lädt zu einem Glas Wein/Sekt in der Zaren Bar ein

19.30 Uhr >> Festliches Abschiedsabendessen

Bekleidungsempfehlung: Festlich - elegant

ab 21.45 Uhr >> Drittes Konzert in der Präsidentenlounge

 

Zunächst einige Streckeninformationen: Nach dem Ablegen von Kishi gestern befahren wir den Onega See in südlicher Richtung. Am frühen Mittwochmorgen erreichen wir den Fluss Swir, der den Onega See mit dem Ladoga See verbindet und 224 km lang ist. An der Einfahrt liegt die Stadt Wosnessenje. Die erste der beiden Schleusen im Fluss passieren wir während der Frühstückszeit gegen 8.30 Uhr, die zweite eine Stunde nach dem Ablegen von Mandrogi. Die Fahrt auf der Swir dauert ca. 12 Stunden. Bis zum Ladoga See werden 26,5 m Höhenunterschied überwunden. Das Künstlerdorf Mandrogi liegt 1289 Flusskilometer von Moskau und 287 km von St. Petersburg entfernt.

Schon heute Morgen erhalten wir durch Julia eine ausführliche Beschreibung des Künstlerdorfes Mandrogi.

mandrogi_bauernhausDie Neu-Entstehung des Dorfes ab 1996 geht auf den Petersburger Geschäftsmann Sergej Gutsait zurück, der für die Besucher des Landes ein ideales Dorf schaffen wollte. Künstler aus St. Petersburg und der Umgebung wurden zur Ansiedlung animiert, um die Traditionen des russischen Volkshandwerks zu wahren und weiter zu entwickeln. Die heutigen Gebäude wurden zum Teil auf den alten Fundamenten des im 2. Weltkrieg zerstörten Dorfes Werchnije Mandrogi ("Stromschnellen") im Stile von Bojarenhäusern oder Bauernhäusern erbaut. Die Bojaren bildeten seit dem 8. Jahrhundert und in Rumänien teilweise noch bis 1945 die herrschende Schicht der Großgrundbesitzer.

Dem ein oder anderen Besucher erscheint das Ensemble recht touristisch und bunt. Aber alles wurde von den Bewohnern selber gebaut und mit viel Liebe zum Detail verziert. Außerdem entsteht mittlerweile eine neue Dorfgemeinschaft mit eigenem Bürgermeister und allem, was dazu gehört wie Kindergarten und Schule. Bereits 200 Personen wohnen hier nicht nur im Sommer, sondern auch außerhalb der Saison. Der nächste größere Ort ist Podporoshie, ca. 30 km entfernt.

mandrogi

Im Museumsdorf können wir einerseits den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen oder einfach in der freien Natur spazieren gehen. Im Wodka Museum bewundern wir 2800 (!) Wodkasorten aus ganz Russland, einige können wir probieren. Ein kleines Hotel mit Restaurant und Backstube bereitet traditionelle Speisen der russischen Küche und Piroggen mit Beerenfüllung vor, die anschließend gekostet werden können.

Das auf dem Schiff zubereitete und hierhin gebrachte Schaschlick Picknick nehmen wir in einem großen Zelt ein und werden dabei musikalisch von einer russischen Folklore Gruppe unterhalten. Alles ein bischen auf Tourismus getrimmt, trotzdem eine nette Abwechslung, nachdem wir so viele Klöster und Kirchen besucht haben.

mandrogi_folklore

Pünktlich gegen 14.00 Uhr nehmen wir Kurs auf St. Petersburg. Der Abschiedstrunk mit dem Kapitän und das festliche Abschiedsessen mit russischen Spezialitäten runden den Tag ab!