Moskau

Freitag, 08. Juni 2018

Wetter: am Morgen:10°, wechselnd bewölkt; am Tage:17°, Regen, am Abend: 15°, Regen

Offizielles Tagesprogramm:

07.00 >> Frühstücksbuffet im Restaurant

08.15 Uhr >> Abfahrt zur Besichtigung des Kreml und der Rüstkammer

10.00 Uhr - 13.00 Uhr >> Besichtigung Kreml und Rüstkammer

ab 13.30 Uhr >> Mittagessen im Stadtzentrum am Roten Platz

Geplante Rückkehr an Bord gegen 16.30 Uhr

17.15>> Alle Passagiere an Bord!! Jeder Passagier ist verpflichtet - auch im eigenen Interesse - spätestens 15 Minuten vor dem Auslaufen des Schiffes an Bord zu sein!

17.30 Uhr >> Zum ersten Mal heißt es Leinen los! M/S Rossia nimmt Kurs auf Uglitsch. Eine Entfernung von 263 km liegt vor uns!

18.00 Uhr >> Übungsalarm: Nach dem Alarm-Signal begeben sich alle Gäste in die Kabinen, um dort die Schwimmwesten anzulegen. Dann treten alle Passagiere vor die Kabine und folgen den Anweisungen der Offiziere und Dolmetscher!

18.30 Uhr >> Kapitänscocktail und Mannschaftsvorstellung

Der Kapitän, die Besatzung und die Bordreiseleitung stellen sich in der Zaren Bar den Gästen vor. Zum Auftakt der Reise wird ein Glas Sekt serviert!

19.30 Uhr >> Abendessen für alle Gäste im Restaurant

Gegen 21.30 Uhr passieren wir die erste Schleuse

22.00 Uhr >> Tanz und Unterhaltungsmusik in der Präsidenten Bar auf Deck 4

 

Am ManegenplatzHeute Morgen heißt es wieder, sich durch den Moskauer Verkehr zu quälen. Auto an Auto schiebt sich Richtung Zentrum. Wir verlassen unseren Bus in der Nähe des Manegenplatzes. Der Manegenplatz und die Straße Ochotnij Rjad sind das pulsierende Zentrum der Stadt. Unterirdisch wurde pünktlich zur 850-Jahr-Feier Moskaus im September 1997 das riesige Einkaufszentrum Ochotnij Rjad fertiggestellt.

Wir spazieren als erstes in den Alexandergarten entlang der Kremlmauer. Im Nordwesten dieses Gartens fließt seit einigen Jahren ein künstlicher Fluss. Die Kaskaden mit Märchenfiguren und ein Brunnen mit Pferdequadriga sind beliebte Fotomotive.

Wache am DreifaltigkeitsturmEintrittskarten für den Kreml erhalten wir am Kutafja-Turm. Hier werden unsere Taschen streng kontrolliert und durchleuchtet. Durch den Dreifaltigkeitsturm gelangen wir dann in den Kreml. Kreml bedeutet eigentlich Festung. Er dehnt sich auf einer Fläche von 28 Hektar aus und wird von einer 2235 m langen, roten Backsteinmauer umschlossen. Der Dreifaltigkeitsturm ist der höchste der insgesamt 26 Kremltürme. Der Wachsoldat am Eingang wird sicher tausendmal am Tag fotografiert. Es scheint ihn nicht zu stören.

1964 errichtete Nikita Chruschtschow einen Kongresspalast, der als erstes ins Auge fällt und so gar nicht in die historische Umgebung zu passen scheint. Vor der gelb gestrichenen Fassade des Arsenals sind Kanonen aufgebaut.

ZarenglockeDirekt neben den Kreml-Kathedralen können wir die Zar Puschka, die große Kanone, und die Zar Kolokol, die Zarenglocke bewundern. Die Glocke wiegt 210 Tonnen. Die Vorgängerversion war 1655 auf Veranlassung des Zaren Alexej erstellt worden und im Jahre 1701 wegen eines Feuers zu Boden gegangen. Nachdem man die neue Glocke unter Verwendung des alten Materials gegossen hatte, gab es in der Nähe erneut einen Brand. Leider hat sie das kalte Löschwasser nicht gut vertragen, so dass ein 12 Tonnen schweres Stück absprang.

Die Kanone wiegt 40 Tonnen und wurde 1586 aus Bronze gegossen. Sie trägt ein Portrait des Auftraggebers, Zar Fjodor I. Geschossen wurde damit nie.

Auf der Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation - auf Putins Residenz - weht auf einer Riesenkuppel die russische Trikolore. Dieser Teil des Kreml ist für Touristen tabu.

Das Herzstück des Kreml ist der Kathedralenplatz. In der Mitte stehen drei wunderschöne Kathedralen eng beieinander, die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale, die Erzengel-Michael-Kathedrale und die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale.

Die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale war die Krönungskirche der Zaren. Die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale mit ihren neun Kuppeln war die Lieblingskirche der Zaren. Oft fanden hier Hochzeiten und Taufen statt. In der Erzengel-Michael-Kathedrale befinden sich 46 Gräber von russischen Herrschern, die zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert an der Macht waren.

Mariä Verkündigungs-Kathedrale:

Mariä Verkündigungs Kathedrale

Der Besuch der Rüstkammer rundet den Besuch ab. Die Rüstkammer ist das älteste Museum Russlands. Hier werden Zarenschatz und Krönungsinsignien mit Kronen aus Pelz und Edelsteinen aufbewahrt, weiterhin historische Waffen und Rüstungen, Gewänder und Gebrauchsgegenstände, Ikonen, Kutschen und Staatskarossen. Zu den wertvollsten Reliquien gehört die berühmte Monomach-Mütze, die Krone der russischen Zaren. Der Legende nach soll diese Mütze der byzantinische Kaiser Konstantin Monomach dem russischen Großfürsten geschenkt haben. Seit 1547 wurden die Zaren mit dieser Mütze gekrönt. Leider ist in der Rüstkammer Fotografier Verbot!

kurz_vor_dem_auslaufenInzwischen hat sich nach dem Besuch der Rüstkammer das Wetter verschlechtert. Es regnet in Strömen und nur mit Regenschirm und Kapuze bewaffnet erreichen wir das für das Mittagessen ausgesuchte Lokal am Roten Platz. Hier verabschieden wir auch unseren Moskau-Führer Nicolai, der sich ein stattliches Trinkgeld verdient hat. Julia, unsere Reiseleiterin, bringt uns anschließend zum Bus. Pünktlich gegen 16.30 Uhr sind wir zurück an Bord. Um 17.30 Uhr heißt es: Leinen los! Wir beginnen unsere Flusskreuzfahrt! Nach dem Auslaufen verlassen wir das Bassin des Nördlichen Flusshafens und befahren den 128 km langen Moskwa-Kanal, der Moskau mit der Wolga verbindet. Mit 6 Schleusen wird die Wasserscheide zwischen dem Moskwa-Fluss und der Wolga überwunden. Der Kanal hat eine Breite bis zu 85 m und eine Tiefe von 5,5 m. Er wurde 1932 -1937 erbaut.