Willkommen in Prag

 

Gern schmückt sich die tschechische Hauptstadt mit wohlklingenden Namen wie "Goldene Stadt" oder "Mutter der Städte" oder "Die Hunderttürmige". Gerne wollten wir die Metropole Mitteleuropas auch einmal kennenlernen - so als kleines Schmankerl vor der nächsten großen Reise. Fündig für einen Städtetrip wurden wir wieder bei unserem beliebten Reiseveranstalter Studiosus.

Anreise nach Prag am Donnerstag, 06. September 2018

Die Anreise erfolgt mit einem DB-Bus der Bahn von München vom ZOB (Zentraler Omnibus-Bahnhof). Der ZOB München liegt direkt an der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke, eine Station vom Hauptbahnhof München entfernt in der Arnulf-Str. 17. Wir benutzen die S-Bahn von Gauting bis zur Hackerbrücke und gehen von dort zum Abfahrtterminal des DB-Busses 42052 nach Prag. Die Abfahrt erfolgt pünktlich um 10.15 Uhr. Vorher wird noch das Gepäck in den Bus verladen. Wir haben angenehme Plätze mit Tisch im unteren Bereich des Busses. Unsere Plätze waren bei der Buchung der Reise durch Studiosus reserviert worden.

Die Fahrt verläuft sehr ruhig und ohne Zwischenfälle. Nach 2 1/2 Stunden Fahrt ist Fahrerwechsel. Im Bus gibt es zwar einen Getränkeautomaten und auch einige Snacks zu kaufen, aber fast alle Passagiere - so auch wir - haben eine kleine Brotzeit und ein Getränk eingepackt.

Hotel in PragUm 15.00 Uhr - nach knapp 5-stündiger Fahrt - kommen wir am Hauptbahnhof Prag an. Unser Hotel "Falkensteiner Maria ****" befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Es gilt lediglich eine kleine Grünanlage zu durchqueren und dann über die Straße "Opletalova" zum Hotel zu gehen. Das Hotel befindet sich an der Kreuzung der Straßen "Opletalova" und "Ruzova" - ein Fußweg von ca. 3 Minuten. Im Hotel erhalten wir umgehend unser Zimmer Nr. 506 im 5. Stock, ein sehr geräumiges und - wie sich später herausstellt - auch sehr ruhiges Zimmer.

Der Reiseleiter, ein Ungar, der perfekt deutsch spricht und sich im Verlauf der Reise als sehr sympathisch, sachkundig und fürsorglich erweist, erwartet uns um 17.00 Uhr in der Bar des Hotels Falkensteiner Maria zu einem Welcome Drink und einem ersten Kennenlernen der Reiseteilnehmer. Er betreut uns während des gesamten Aufenthaltes in Prag. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen werden einzelne Führungen von einheimischen, deutschsprechenden Fremdenführern durchgeführt.

Unser Hotel liegt in der Prager Neustadt in unmittelbarer Nähe des Wenzelsplatzes. Ein gemeinsamer Spaziergang führt uns von hier bis zum Moldau-Ufer in der Prager Altstadt und vermittelt uns die ersten Eindrücke von der Stadt mit ihren zahlreichen Türmchen und imposanten Bauwerken.

Der Heinrichsturm ist ein Glockenturm in der Prager Neustadt in gotischem Baustil. Der Turm hat eine Höhe von 67,7 Metern und wurde von 1472 bis 1475 erbaut.

Der Heinrichsturm ist ein alleinstehender Turm, der neben der Kirche St. Heinrich und Kunigunde steht. Er diente dieser Kirche als Glockenturm. Im Laufe der Jahre fand jedoch eine Loslösung aus der kirchlichen Nutzung statt. 

Wahrzeichen der Neustadt ist das Nationaltheater am Moldau-Ufer. Es wurde zum größten Teil aus Spenden der Bürger finanziert. Nur 2 Monate nach seiner Fertigstellung im Jahre 1881 brannte es aus, doch schon 2 Jahre später - 1883 - feierte man die 2. Eröffnung mit Smetanas Oper Libuse. Direkt neben dem Nationaltheater befindet sich auch das Cafè Slavia, in dem Smetana, wie uns berichtet wird, gerne zu Gast war.

Nationaltheater

Vom Moldau-Ufer haben wir bei nicht optimalem Wetter auch bereits einen Blick auf den Veitsdom auf der Prager Burg sowie natürlich die berühmte Karlsbrücke.

Im weiteren Verlauf unseres kleinen Rundgangs sehen wir viele wunderschöne, gut erhaltene bzw. renovierte Gebäude im Jugendstil und im Cubismus.

Gebäude im Jugendstil

 

hängnder sigmund freudDavid Černý, ein tschechischer Bildhauer, der mit seiner Kunst immer wieder für Aufsehen sorgt, begegnet uns mehrmals mit seinen "kreativen Schöpfungen", so "Das Heraushängen von Sigmund Freud" in einer Gasse der Prager Altstadt und der auf dem Bauch eines kopfüber hängenden Pferdes sitzende heilige Wenzel in der Lucerna-Passage, eine Parodie auf das Reiterstandbild auf dem Wenzelsplatz.

Erwähnenswert ist das Palais Adria im Stil des Rondo-Kubismus. Es wurde mit reicher bildhauerischer Ausschmückung in den Jahren 1923-1924 an der Ecke Nationalstraße und Jungmann Straße errichtet.

Unser Rundgang endet am Wenzelsplatz, dem unbestrittenen Mittelpunkt des modernen Prag. Tschechen und ausländische Touristen tummeln sich hier gleichermaßen, angezogen von den Kinos, Restaurants, Kasinos und Einkaufspassagen. Und auch wir merken rasch, dass wir nicht die einzigen Prag-Besucher sind. Kaum ein Foto ist zu schießen ohne Menschenmassen. Anders kann man es nicht bezeichnen.

Der Wenzelsplatz ist eigentlich eine lang gestreckte, leicht abschüssige Promenade. Karl IV. ließ ihn 1348 als Rossmarkt für Pferdehändler der Neustadt errichten. Er erstreckt sich vom Nationalmuseum bis zur U-Bahn-Station Mustek am Graben. Das Reiterstandbild des Schutzheiligen Wenzel (Vaclav) ist umgeben von vier Landesheiligen: Ludmila, Voijtek, Prokop und Agnes. Wenzel war Herzog von Böhmen. Er leitete die Christianisierung seines Landes ein.

Zuletzt war der Wenzelsplatz Schauplatz eines historischen Ereignisses: Hunderttausende von Menschen leiteten die "Samtene Revolution" ein, die die kommunistische Herrschaft beendete. Vaclav Havel wurde Staatspräsident.

Wenzelsplatz

Für den ersten Abend in Prag hat unser Reiseleiter mit Zustimmung aller Teilnehmer ein Essen in einem Restaurant in Hotelnähe bestellt. (Kartoffelsuppe und Pasta oder Kartoffelsuppe und Fleischplatte). Das kommt gut an. Gegen 21.00 Uhr ziehen wir uns auf unser Zimmer zurück. Dank der ruhigen Lage des Hotels ist ein wohltuender Schlaf garantiert.