Golf von Neapel - von Pompeji bis Paestum

17.05. 2019 - 26.05. 2019

 

Kurzbericht

Im Frühjahr 2019 unternahmen wir eine 10-tägige Studienreise an den Golf von Neapel und die Amalfiküste. Reiseveranstalter war Studiosus.

Route Golf von Neapel

Unser Hotel in Neapel für vier Übernachtungen war das Mercure Angioino im Herzen der Stadt. Palazzo Reale und der Rathausplatz sind direkt gegenüber. 

Hier nun die Eindrücke aus Bella Napoli und Umgebung.

Das Castel Nuovo in unmittelbarer Hotelnähe, oft auch Maschio Angioino genannt, ist eine Burg in Neapel und eines der bekanntesten Bauwerke der Stadt. Die Burg wurde seit dem Baubeginn 1279 mehrfach umgebaut und renoviert. Sie diente unter verschiedenen Königen meist in einer Doppelfunktion als Festung und Residenz.

Castel Nuovo Neapel

 

Werke der großen Malerei erwarten uns in der Nationalgalerie im Schloss Capodimonte.

Schloss CapodimonteAnschließend steigen wir hinab in die Katakomben, wo vor 2000 Jahren frühe Christen ihre Toten bestatteten.

Das königliche Neapel zwischen Castel Nuovo, Teatro San Carlo und Palazzo Reale wird am Nachmittag erkundet.

Die Altstadt von Neapel zeigt sich laut und chaotisch. Eine Oase mittendrin ist der Kreuzgang von Santa Chiara, eine Anlage, die die Kirche Santa Chiara, ein angrenzendes Kloster und ein archäologisches Museum umfasst. Die Bänke, Pfeiler und Mäuerchen der Klosteranlage sind mit bunten Majoliken verkleidet.

Santa Chiara

San Lorenzo Maggiore ist Neapels bedeutendste gotische Kirche, sie befindet sich geografisch genau im Zentrum der antiken griechisch-römischen Stadt, an der Kreuzung der Via San Gregorio Armeno und der Via dei Tribunali. Den Ursprung der Kirche legte der Franziskanerorden noch während der Lebenszeit des Hl. Franz von Assisi. 

Im Nationalmuseum entdecken wir die Schätze von Pompeji. Herausragendes Werk ist das Alexandermosaik, das kunstfertige Handwerker aus Millionen von Steinen zusammensetzten. Es wurde 1831 bei den Ausgrabungen Pompejis in der Casa del Fauno entdeckt.

In den Phlegräischen Feldern - sie liegen etwa 20 km westlich des Vesuvs - blubbert, brodelt und dampft es. Der Name der Phlegräischen Felder, der dieser Gegend von den ersten griechischen Siedlern gegeben wurde, bezieht sich tatsächlich auf seine vulkanische Natur. Der griechische Ausdruck "flegraios" bedeutet wörtlich brennend.

Phlegraeische Felder

Der Dom von Pozzuoli war 50 Jahre lang geschlossen. Seit kurzem ist er wieder zugänglich. Im Innern erwarten uns Reste eines antiken Tempels aus der Augustuszeit.

Das Städtchen Pozzuoli, seine strategische Lage am Meer, machte es lange bevor Sopia Loren hier das Licht der Welt erblickte, zu einem der wichtigsten Handels- und vor allem Militärhäfen des Mittelmeers zur Zeit der Römer.

flavisches_amphitheater_pozzuoliIm Flavischen Amphitheater ließ so mancher Gladiator sein Leben. Das Amphitheater wurde in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. gebaut, zur Zeit des Kaisers Vespasian, und ist auf Grund seiner majestätischen Ausmaße (149 m lang, 16 m breit mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Zuschauern) das drittgrößte Theater auf italienischem Gebiett nach dem Kolloseum in Rom und dem Amphitheater des antiken Capua.

Nach insgesamt 4 Tagen Neapel geht es nach Castellammare. Unsere Unterkunft hier ist das direkt am Meer gelegene Hotel Miramare Stabia, ein sehr komfortables Hotel mit Rundumsicht auf den Golf von Neapel. Unterkunft und Essen lassen keine Wünsche offen.

Von hier aus geht es per Bus ins ca. 8 km entfernte Pompeji, ein Muss auf dieser Reise. Und wir nehmen uns ausführlich Zeit für die nach einer Naturkatastrophe zerstörte und unter Ascheschichten konservierte Stadt. Unter fachkundiger Führung sehen wir Weinschenken, Thermen, Theater und Malereien - alles zeugt von einer hoch entwickelten Alltags- und Freizeitkultur. Pompejis Hauptproblem heute sind die Besuchermasssen, die sich durch die fragile Bausubstanz schieben. Große Teile der beschädigten und zerstörten Bausubstanz sind wohl für immer verloren. Der Massentourismus ist nicht nur für Pompeji ein Riesenproblem.

Pompeji

Nächster Höhepunkt unserer Reise ist die Amalfitana, die mit ihren zahlreichen Kurven, der üppigen Vegetation und ihren kleinen Städtchen zu den schönsten Küstenstraßen des gesamten Mittelmeers zählen soll.  Auf der einen Seite leuchtet das Meer in seinen schönsten Farben, auf der anderen strecken sich dicht bewachsene Berghänge steil in die Höhe. Glück mit dem Wetter muß man allerdings haben, um diesen Anblick genießen zu können.

Der Dom von Amalfi ist eine mittelalterliche römisch-katholische Kathedrale auf der Piazza del Duomo. Es ist dem Apostel St. Andreas gewidmet, dessen Reliquien hier aufbewahrt werden. Der Paradieskreuzgang erzählt von den glanzvollen Tagen der Seerepublik.

Steil hinauf geht es anschließend nach Ravello, wo Romy Schneider in der Villa Cimbrone als "Sissi" posierte, was einige Reiseteilnehmer veranlasste, desgleichen zu tun. Das Beeindruckendste an dieser Villa ist ihre Lage mit Blick auf das blaue Meer. Im Kreuzgang der Villa ist ein Relief zu sehen, das die "Sieben Todsünden" darstellen soll.

Reliefder Villa Cimbrone

Ein Besuch des "Parco Archeologico di Ercolano" - Herculaneum - fehlte nicht auf dieser Reise. Herculaneum, eine antike Stadt am Golf von Neapel, die wie Pompeji, Stabiae und Oplontis beim Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n. Chr. untergegangen ist, hatte zum Zeitpunkt der Zerstörung ca. 4000 Einwohner. Viele versuchten sich beim Ausbruch des Vulkans über das Meer zu retten, doch ein Seebeben trieb ihre Boote an die Küste zurück.

Eiin kleiner Aufstieg an den Kraterrand des Vesuvs schließt sich an.

capri

Für die meisten Mitreisenden ist der Besuch der Insel Capri ein Höhepunkt. Für uns stark enttäuschend - ganz einfach wegen der unglaublichen Menge an Touristen! Ein Besuch der berühmten Blauen Grotte wegen Massentourismus und Überfüllung nicht möglich!

Mit dem Taxi geht es zunächst nach Anacapri, wo ein kurzer Rundgang und ein Besuch der lohnenswerten Villa San Michele auf dem Programm steht. Anschließend geht es per Bus zurück nach Capri Stadt. Auch hier ein Spaziergang bis zum gewaltigen Felsenbogen Arco Naturale. In der Nähe der Schiffsanlegestelle Marina Grande gönnen wir uns zum Schluß noch einen Aperol Spritz zu astronomischen Preisen (20€).

Zum Schluss der Reise bleibt noch der Besuch des Normannendoms in Salerno sowie Paestum, eine als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Ruinenstätte zu erwähnen.