Wien Wien

Musikvereinsgebäude, Zentralfriedhof

Mi, 26.08. 2009

Heute ist unser letzter Tag in Wien, bevor wir morgen früh abreisen. Nach dem Frühstück fahren wir nochmals zum Karlsplatz, denn um 11.00 Uhr haben wir eine Führung durch das Konzerthaus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Die Führung dauert 45 Minuten und beginnt im Brahms-Saal. Er ist 32,50 Meter lang, 10,30 Meter breit und 11 Meter hoch, hat knapp 600 Plätze und verfügt über eine ähnlich brillante Akustik wie sein großer Bruder, der Große Musikvereinssaal.

Noch heute spielen die Wiener Symphoniker die meisten Symphoniekonzerte im Programmangebot des Musikvereins. Aber auch das Radio Symphonieorchester Wien bietet Abonnementkonzerte im Musikverein an. Zu den heimischen Eliteorchestern kommen die besten Ensembles aus aller Welt.

Konzertsaal
Grosser Musikvereinssaal
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Der Große Musikvereinssaal ist exakt 48,80 Meter lang, 19,10 Meter breit, 17,75 Meter hoch und verfügt über 2000 Plätze (!) - 1744 auf den Sitzplätzen und 300 auf den Stehplätzen. Auf Sockeln stehen die Marmorbüsten berühmter Komponisten der Vergangenheit. In die illustre Galerie wurden nur Meister aufgenommen, die 1870 schon verstorben waren. Darüber hinweg zieht sich die Reihe der Bogenfenster.

Über die Eröffnung des Musikvereinshauses und das erste Konzert am 6. Januar 1870 schrieb die Presse: "So hoch auch die Erwartungen gehen mochten, so wurden sie doch von dem ersten Eindruck des Saales überboten, der an architektonischer Schönheit und stilvoller Pracht einzig in seiner Art dasteht."

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist vor allem den Werken der Strauß-Dynastie gewidmet und fand zum ersten Mal am 31. Dezember 1939 statt. Das Programm des Neujahrskonzerts wird mittlerweile jeweils dreimal gegeben: am 30. Dezember als Voraufführung für Angehörige des Österreichischen Bundesheeres, am 31. Dezember abends als Silvesterkonzert, undPfeil schließlich am 1. Januar als Neujahrskonzert (Live-Übertragung). Der Blumenschmuck für das Neujahrskonzert ist traditionell ein Geschenk der Stadt San Remo in Italien. Von 1955 - 1979 war Willi Boskovsky Dirigent der Neujahrskonzerte. Boskovsky starb 1991. Sein Grab findet sich bei den Ehrengräbern auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Ehrengrab Schubert
Ehrengrab Franz Schubert
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Nach einer Mittagspause fahren wir mit U- und Straßenbahn (Linie 71) zum Wiener Zentralfriedhof im Stadtteil Simmering. Der Friedhof wurde 1874 eröffnet und ist mit einer Fläche von fast 2,5 km² die zweitgrößte Friedhofsanlage Europas, an der Zahl der rund 3 Millionen Bestatteten gemessen, mit Abstand die größte. Er zählt aufgrund seiner vielen Ehrengräber zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien. Aufgrund seiner Größe weist er beträchtliche Wegstrecken auf. Seine Hauptwege können deshalb täglich gegen eine Gebühr auch mit dem Auto befahren werden. Um entlegene Gräber aber auch für Menschen ohne Auto vergleichsweise schnell erreichbar zu machen, verfügt der Friedhof seit 1971 über einen eigenen Friedhofsbus. Jeder Verstorbene, ungeachtet seiner Konfession, kann auf dem Zentralfriedhof bestattet werden. Der Großteil besteht aus katholischen Gräbern, es gibt aber auch evangelische, islamische, jüdische, buddhistische und orthodoxe Abteilungen.

Ehrengräber befinden sich in den eigens dafür vorgesehenen Ehrengräbergruppen ausschließlich auf dem Zentralfriedhof und sind auf Dauer des Bestehens des Friedhofs vergeben, die Stadt Wien kommt für sämtliche Kosten auf. Welche verstorbenen Persönlichkeiten mit einem derartigen Grab geehrt werden sollen, beschließt der seit 1965 bestehende „Ehrungsbeirat“, die letzte Entscheidungsinstanz liegt beim Wiener Bürgermeister.

Präsidentengruft
Präsidentengruft auf dem Zentralfriedhof
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Am Haupteingang kaufen wir uns für 10 € einen von der Stadt Wien herausgegebenen Friedhofsführer für die Ehrengräber und können diese so leicht finden. Hier ruhen Musiker wie Gluck, Beethoven, Schubert, Brahms, Strauß; Dichter wie Nestroy, Anzengruber und Werfel; Schauspiellegenden wie Curd Jürgens, Hans Moser, Paul Hörbiger. Politiker, die die Geschichte Österreichs und Wiens mitgestalteten, fanden hier ebenfalls die letzte Ruhe: Bruno Kreisky, Helmut Zilk. Die Präsidentengruft vor der Jugendstilkirche ist letzte Ruhestätte aller verstorbenen Bundespräsidenten seit 1945.

Mit dem Besuch des Zentralfriedhofes endet unsere kleine Wienreise. Am Abend treffen wir noch die Freundin unseres Sohnes, die zurzeit in Wien arbeitet und gehen gemeinsam zum Abendessen in ein uriges Wiener Restaurant im Zentrum. Ein schöner Ausklang!

 

Do, 27.08. 2009

Nach einem letzten guten Frühstück im Hotel Ibis und der Erledigung aller AbreiseformalitätenPfeil verlassen wir gegen 9.30 Uhr Wien. Leider brauchen wir fast 8 Stunden für die Heimreise, da wir auf der Autobahn einen Stau nach dem anderen erleben!! Es ist eben Hauptreisezeit! So sind wir erst gegen 18.00 Uhr wieder wohlbehalten zu Hause.