Besuch der Mozartstadt Salzburg

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Salzburg liegt an der Salzach und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes. Nach Wien, Graz und Linz ist es die viertgrößte Stadt Österreichs. Die Salzburger Altstadt steht seit 1996 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Die Entfernung Gauting - Salzburg ( über die A8 ) beträgt ca. 160 km, eine Strecke, die mit dem Auto in 1Std. 45 Minuten zu bewältigen ist.

Da wir eine Parkplatzsuche in der Innenstadt vermeiden wollten, haben wir unser Auto auf dem P+R Parkplatz "Messezentrum" (A1, Autobahnausfahrt "Salzburg Messezentrum") abgestellt und sind von hier mit der Obuslinie 1 in 20 Minuten direkt ins Zentrum gefahren (Kombiticket zum Sonderpreis von 12 € - beinhaltet Parkplatzgebühr und Tages-Netzkarte für maximal 5 Personen, Verkauf am Messezentrum), eine gute Lösung, wie wir festgestellt haben!

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Wir fahren mit der Obuslinie bis zum Ferdinand-Hanuschplatz. Von dort sind es nur wenige Meter in die Salzburger Altstadt. Bei einem Bummel durch die Altstadt liegen einem die Sehenswürdigkeiten zu Füßen: die Residenz, das Glockenspiel, der Dom, der Mozartplatz, die Festung Hohensalzburg, um nur einige zu nennen. In allen Ecken und Winkeln verspürt man den Hauch längst vergangener Zeiten: die Epochen haben in Kirchen, Türmen, Fassaden, Balustraden und Emporen ihre Spuren hinterlassen. Und auch die Straßennamen erzählen Geschichten von Ereignissen und Menschen.

Getreidegasse
Zunftschild in der Getreidegasse
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Unser Rundgang beginnt in der Getreidegasse. Sie ist Salzburgs berühmteste historische Gasse, die auch zu einer wichtigen Einkaufsstraße geworden ist. Die hohen schmalen Häuserreihen mit ihren vielen schmucken schmiedeeisernen Zunftzeichen über den alten Verkaufsläden, vermitteln das Bild einer mittelalterlich geprägten Straße.

Das wohl berühmteste Haus in der Getreidegasse ist die Nr.9. Sechsundzwanzig Jahre lang, von 1747 bis 1773, lebte die Familie Mozart im dritten Stock des sogenannten "Hagenauer Hauses". Hier wurde am 27. Januar 1756 Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Das Haus ist benannt nach seinem Eigentümer und Freund der Mozarts, dem Handelsherrn Johann Lorenz Hagenauer (1712-1792).

Mit einer besonderen Technik wurde die Getreidegasse bis 1862 sauber gehalten: Einmal wöchentlich wurde das Wasser des Almkanals - es existierte ein weit verzweigtes Rohrsystem - durch die Gasse geleitet und somit der ganze Unrat fortgeschwemmt. So erfreuten sich die Salzburger relativ guterPfeil Gesundheit, ohne die in anderen Städten grassierenden Epidemien. Die Häuser sind alle sehr schmal, dafür aber weit in die Tiefe gebaut, oft mit Vorderhaus und Rückgebäude und dazwischen einem Laubenhof.

Goldgasse
Goldgasse Salzburg
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Die Goldgasse befindet sich zwischen Residenzplatz und Altem Markt und ist die letzte erhaltene mittelalterliche Gasse im Altstadtzentrum. Der Name rührt aus dem Mittelalter, als sich in der Goldgasse Gold- und Silberschmiede und Zinngießer befanden. Heute ist die Goldgasse die einzige Einkaufsgasse mit kleinen, typisch salzburgischen Geschäften. Man findet hier sehr viele Antiquitätenläden, Trachten und Hüte, Seidenblumen, Bücher, antike Uhren, Zinn, erlesene Pelze, alte Münzen, Gemälde, feine Weine und Speiseöle, exklusive Lederwaren, Künstlerzubehör, edle Brillen und hochwertige Handkeramik. Im Gasthof "Zur Goldenen Ente" wird Salzburger Hausmannskost serviert - später bei einer Mittagspause haben wir uns davon überzeugt - und zwei Chinarestaurants bieten fernöstliche Küche.

Ostern in Salzburg
"Easter in Salzburg"
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Die Judengasse zieht sich vom Waagplatz bis zur Getreidegasse. Dort lebte im Mittelalter (vor 1404) der Großteil der Salzburger Juden. Heute ist die Judengasse neben der Getreidegasse eine bekannte Geschäftsstraße. Hier befinden sich viele Läden in alten mittelalterlichen Gewölben. Es gibt hier auch zwei Geschäfte, die jeweils Weihnachts- bzw. Osterschmuck das ganze Jahr über anbieten.

Von der Judengasse gehen wir über den Waagplatz zum Mozartplatz. Der Waagplatz war ursprünglich als ältester Marktplatz und Gerichtsplatz angelegt. Im 15. Jahrhundert wurde er als Heumarkt genutzt und ab etwa 1430 auch als Brotmarkt. Die Bürgerhäuser um den Waagplatz stammen im Kern aus dem Mittelalter.

Mozartplatz
Mozartdenkmal
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Der Mozartplatz ist ein sehr repräsentativer Platz, in dessen Mitte das Mozartdenkmal steht. Am 5. September 1842 wurde im Beisein beider überlebender Söhne Mozarts, Franz Xaver und Carl Thomas, das Denkmal feierlich enthüllt. Die Witwe Mozarts konnte die Einweihung allerdings nicht mehr erleben. Sie war kurz zuvor im Haus Mozartplatz 8 gestorben.

Der Residenzplatz gilt als besonders prunkvoller Vorplatz zwischen den fürsterzbischöflichen Residenzen im Herzen der Salzburger Altstadt. Begrenzt wird er von der Neuen Residenz samt Glockenspiel, dem Dom, der Alten Residenz und einer geschlossenen Fassade Bürgerhäuser, in denen heute Geschäfte, eine Bäckerei und ein Café untergebracht sind.

Residenzbrunnen
Residenzbrunnen
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Der Residenzbrunnen gilt als schönster Brunnen der Stadt Salzburg und ist es wert, genauer betrachtet zu werden: vier Meeres- oder Wasserrösser scheinen geradezu aus einem Felsberg hervorzupressen. Auf dem Felsen posieren athletische Männer, die eine flache Wasserschale tragen, in denen drei Delphine ein muschelartig gewelltes Wasserbecken halten. Dieses oberste Becken trägt einen Triton, der Wasser senkrecht in die Luft stößt.

Festung Hohensalzburg
Festung Hohensalzburg
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Den schönsten Blick über Salzburg erhält man von der Festung Hohensalzburg, die hoch über der Stadt thront. Mit der Festungsbahn erreichen wir die Burg in wenigen Minuten. Eine Kombikarte für Berg- und Talfahrt mit der Festungsbahn, Eintritt in die Burghöfe, Wehrtürme, Fürstenzimmer etc. erhält man für 10,50 €/Person. Wer allerdings das Geld nicht ausgeben möchte, kann die Festung auch in 30 Minuten zu Fuß erreichen. Die Festung Hohensalzburg, erbaut im Jahr 1077 von Erzbischof Gebhard, ist die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas. In ihrer langen Geschichte ist es keinem der Belagerer je gelungen, diese einzunehmen. War die Festung jahrelang Verteidigungsanlage und zeitweilige Residenz der Fürsterzbischöfe, diente sie auch als Kaserne und Gefängnis.

Ein Stier auf der Festung?

Stier
"Stierwascher"
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Um das Jahr 1525 belagerte ein feindliches Kriegsheer die Stadt Salzburg. Die Salzburger erkannten schon bald die Gefahr einer großen Hungersnot. Trotz strengen Fastens war eines Tages nur noch ein einziger Stier übrig. Der Stadtkommandant hatte die rettende Idee: Am Morgen des nächsten Tages wurde der Stier auf die Festungsmauer getrieben, um dem Feind zu zeigen, dass die Salzburger keinen Hunger litten. In der Nacht strichen die Salzburger den Stier braun und zeigten ihn abermals den Belagerern. Am dritten Tag wurde der Stier gewaschen und schwarz gestrichen. Die Feinde trauten ihren Augen nicht und meinten, die Salzburger hätten noch Nahrung für lange Zeit. So zogen die Kriegsknechte ab und in Salzburg herrschte großer Jubel. Der Stier wurde ein letztes Mal gewaschen. Seit dieser Zeit nennt man die Salzburger "Stierwascher".

Nach einem guten Mittagessen im Gasthof "Zur Goldenen Ente" in der Goldgasse sind wir nochmalsPfeil gemütlich durch die Gassen der Altstadt spaziert und anschließend über die Staatsbrücke auf der anderen Seite der Salzach bis zum Mirabellgarten und Schloss Mirabell gegangen, ein sehr schöner Spazierweg entlang der Salzach, gesäumt mit zahlreichen Straßencafés und immer wieder schönen Blicken auf die Altstadt und die Festung.

Mirabell
"Schloss Mirabell und Gärten"
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Schloss Mirabell in Salzburg gehört aufgrund seiner Gärten zu den bekanntesten Touristenzielen der Stadt. Schloss Mirabell wurde um 1606 von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau außerhalb der damaligen Stadtmauern für seine Geliebte oder heimliche Ehefrau, Salome Alt, erbaut und hieß zunächst Schloss Altenau. Für seine 15 Kinder erreichte der für seine Familie stets fürsorgliche Landesfürst beim Kaiser die Legitimierung als rechtmäßige Erben, für Kinder und Geliebte zudem die Erhebung in den erblichen Adelsstand. Mutter und Kinder nannten sich nun „Alt von Altenau“. Das nützte später allerdings wenig. Nach dem Sturz und der Einzelhaft Wolf Dietrichs auf der Festung Hohensalzburg im Jahr 1612 vertrieb sein Nachfolger und Neffe Markus Sittikus von Hohenems bald darauf Frau und Kinder von Schloß Altenau. Um die Erinnerung an seinen Vorgänger ganz zu tilgen, nannte Markus Sittikus das Schloss nun „Mirabell“. Mirabell ist ein weiblicher Vorname aus dem Italienischen (mirabile=bewundernswert und bella=schön). Heute werden die Innenräume des Schlosses weitgehend von der Salzburger Stadtverwaltung benutzt.

Nach einem Spaziergang durch den Mirabellgarten endet unser Salzburg-Ausflug. Bevor wir allerdings wieder am Abend mit der Obuslinie 1 zurück zum Messezentrum fahren, kehren wir noch einmal an die Uferpromenade der Salzach zurück und lassen unseren Besuch im Café Sacher ausklingen.

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