Rom Rom

Trastevere

Do, 24. 09. 2009

Das heutige Programm:

Rundgang durch das malerische ehemalige Handwerkerviertel Roms. Besichtigung von Santa Cecilia mit den Reliquien der Heiligen und dem 1293 entstandenen Fresko von Pietro Cavellini. Weiter zu Santa Maria in Trastevere. Sie gilt als älteste Marienkirche Roms. Nachmittags Besichtigung von San Pietro in Montorio mit dem Tempietto di Bramante. Der hl. Petrus soll hier gekreuzigt worden sein.

Wir treffen uns wie gehabt um 9.00 Uhr vor dem Hotel und fahren mit dem Bus nach Trastevere. Es ist jenes römische Stadtviertel, das jenseits des Tiber liegt - trans tiberim. Die Einwohner rühmen sich, ihr Bezirk sei älter als Rom; wenn man über den Tiber fuhr, sagte man, man führe nach Rom. Ein wenig von dem Charakter des alten Rom verspürt man noch: schmale Gassen, winklige Straßenzüge, kleine Plätze und ehrwürdige Kirchen.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

St. Cecilia
S. Cecilia in Trastevere
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Unser erster Anlaufpunkt ist die Basilika Santa Cecilia in Trastevere, die der hl. Cäcilie geweiht und die in dieser Kirche beigesetzt ist. Die heilige Cäcilie, die Schutzheilige der Musik, starb 230 n. Chr. an der Stelle dieser Kirche den Märtyrertod. Der Legende nach hat man ihr so ziemlich jede Folter angedeihen lassen, die einem einfällt. Zuerst versuchte man, sie zu verbrühen, dann sollte sie mit heißem Dampf erstickt werden. Schließlich wurde sie enthauptet.

Was die Kirche besonders wertvoll macht, sind die Wandmalereien des Pietro Cavallini, eines bedeutenden römischen Malers des Mittelalters. Von der ehemaligen malerischen Ausstattung hat sich lediglich ein Bestand von knapp 10% erhalten, der infolge zahlreicher Umbaumaßnahmen heute vom Langhaus aus nicht mehr zu sehen ist. Wir dürfen mit Sondererlaubnis über einen Seiteneingang per Lift in die Empore hochfahren, wo Reste der Malereien erhalten sind.

Unter der Kirche sind die Reste eines römischen Hauses und einer Kapelle gefunden und freigelegt worden.



Santa Maria in Trastevere
Santa Maria in Trastevere
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Weiter geht es zur nächsten Kirche: Santa Maria in Trastevere. Hier haben möglicherweise die römischen Christen ihre ersten öffentlichen Gottesdienste abgehalten. Jedenfalls ist die Kirche die älteste Marienkirche der Stadt: Der erste Bau geht auf die Zeit Papst Calixtus I. (217–222) zurück. Vor allem den Mosaiken in der Apsis und am Triumphbogen verdankt die Kirche ihren Ruhm. Das Mosaik in der Apsis zeigt Christus zusammen mit Maria auf dem Thron, umrahmt von Heiligen. Unter einem Fries mit Lämmern sehen wir Szenen aus dem Leben Marias. Die Darstellungen wurden von Pietro Cavallini im Jahr 1291 geschaffen. Was uns besonders gefallen hat, ist u. a. wieder ein sehr schöner Fußboden in Kosmatenarbeit.

Der letzte gemeinsame Besuchspunkt dieser Reise ist der Tempiettto di Bramante. Danach steht der Nachmittag zur freien Verfügung, ebenso der morgige Vormittag.

Tempietto di Bramante
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Der Tempietto di Bramante, das "Tempelchen von Bramante" liegt auf dem Gianicolo-Hügel im Hof eines Franziskanerklosters direkt neben der Kirche San Pietro in Montorio und wird oft als Modellbau zur Kuppel des Petersdoms angesehen. Es ist ein kleiner Rundbau, dem baulich gesehen der sogenannte Goldene Schnitt zugrunde liegt, quasi ein architektonischer Gedanke, der Stein geworden ist. Angeblich soll Petrus hier gekreuzigt worden sein.

Via della Conciliazione mit Blick auf Petersdom
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Vorbei an der Fontana di Acqua Paolo auf der Via Garibaldi gehen wir noch gemeinsam bis zu einem schönen Aussichtspunkt auf dem Monte Gianicolo, genießen den Blick auf die Stadt und machen einige Fotoaufnahmen. Dann trennt sich die Gruppe. Wir beschließen, zu Fuß die Passeggiatta del Gianicolo herunterzugehen bis zum Vatikan, ein sehr schöner, fußgängerfreundlicher Spaziergang, der immer wieder Blicke auf die Stadt freigibt. Wir gehen bis zum Tiberufer. In Höhe der Ponte Vittorio Emanuele II biegen wir in die Via della Conciliazione ein und sehen den Petersdom genau vor uns,Pfeil ein Bild, das aus dem Fernsehen hinreichend bekannt ist. Wir gehen vor bis zum Petersdom; die Schlange der Wartenden, die Einlass haben wollen, ist allerdings zu lang, so dass wir darauf verzichten, nochmals in den Dom zu gehen.

Palazzo Chigi
Palazzo Chigi, Sitz des Ministerpräsidenten
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Unser Weg führt uns zurück zur Tiberbrücke auf die andere Seite des Flusses. Mit Hilfe des Stadtplans sind wir in kurzer Zeit am Palazzo Chigi, seit 1961 der Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten. Benannt ist das Gebäude nach der Bankiersfamilie Chigi, die es 1659 erworben hat. 1916 wurde es vom italienischen Staat gekauft und von 1922 bis 1961 als Außenministerium genutzt. Vom Palazzo Chigi ist es nicht weit bis zum Pantheon, wo wir uns in einem Straßencafé eine Erfrischung gönnen, die allerdings auch teuer ausfällt: 2 Bier kosten 14 €!! Das hochsommerlich schöne Wetter und der Blick direkt auf das Pantheon entschädigen uns.

Den Weg bis zum Largo Torre di Argentina kennen wir ja schon und erreichen hier direkt den Bus 571 zum Hotel.

Heute findet nach dem Abendessen auf der Terrasse des Hotels noch ein gemütlicher Umtrunk statt. Dabei wird der Reiseleiterin, Frau Hastreiter, seitens der Reisegruppe für ihre hervorragende Führung durch Rom ein großes "Danke" ausgesprochen und ein Geldgeschenk überreicht.

 

Fr, 25. 09. 2009

Für den letzten Tag in Rom sind keine gemeinsamen Führungen mehr vorgesehen. Jeder kann sich bis zum Abholtermin um 14.00 Uhr die Zeit selber einteilen.

Quirinalspalast
Palazzo del Quirinale, Sitz des Staatspräsidenten
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Wir besuchen noch einmal zum vertieften Betrachten die Lateransbasilika und die Basilika Santa Maria Maggiore. Von hier geht es zum Quirinalspalast - Palazzo del Quirinale, seit 1946 Sitz des italienischen Staatspräsidenten. Auf dem Quirinal wurden seit Mitte des 16. Jahrhunderts Villen angelegt, weil die Luft auf dem Hügel gesünder war als in dem versumpften Tibertal. Unter Papst Gregor XIII. begann man 1574 mit dem Bau einer Sommerresidenz, die bequemer und moderner sein sollte als der Vatikan oder der Lateran. Vollendet wurde der Bau erst 1740. Nach 1870 residierten die italienischen Könige hier im Palazzo del Quirinale, seit 1946 der Staatspräsident. Von der Terrasse der Piazza del Quirinale genießen wir noch einmal einen schönen Blick über die Stadt.

Wir gehen ein letztes Mal zur Piazza Venetia. Hier kennen wir bereits ein kleines Restaurant, in dem wir noch etwas zu Mittag essen, bevor es dann endgültig zum Hotel zurückgeht. Der Bus holt diPfeile Reisegruppe um 14.30 Uhr ab zur Fahrt zum Flughafen, wo um 17.30 Uhr der Flug LH 3835 nach München startet. Ankunft in München ist 19.00 Uhr. Und hier endet eine sehr schöne und erlebnisreiche Reise, die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!