Willkommen in München

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München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern, gleichzeitig die größte Stadt Bayerns und nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Deutschlands. München hat 1,3 Millionen Einwohner und ist gleichzeitig Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Oberbayern.

 

Ein paar wichtige Jahreszahlen zur Entstehung und Geschichte Münchens:

Auf dem Petersbergl, der einzigen nennenswerten Erhebung in der Altstadt, gab es schon im 8. Jahrhundert eine Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Tegernsee. Der "Alte Peter" - wie er im Volksmund liebevoll genannt wird - ist die älteste Kirche Münchens. Sie wurde im 17. Jahrhundert barockisiert. Vom 91 m hohen Turm hat man einen tollen Ausblick auf die Altstadt - wenn man die 306 Stufen bezwungen hat!

•1158 ist die Gründung der Stadt durch Heinrich den Löwen

•1175 wird die erste Stadtbefestigung gebaut

•1180 fällt München an den Bischof von Freising

•1214 wird München auch erstmals urkundlich als Stadt erwähnt

•1271 wird die Frauenkirche als zweite Pfarrkirche erbaut

•1806 wurde München Hauptstadt des Königreiches Bayern

•1918 Revolution und Sturz der Monarchie

•1972 werden die Olympischen Spiele in München ausgetragen

•2008 Die Stadt feieret ihr 850-jähriges Bestehen

•2010 München feiert 200 Jahre Oktoberfest

 

Wappen München

Das Stadtwappen

Das Wappen der Stadt zeigt einen Mönch mit schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Der Mönch weist auf ein auf dem Stadtgebiet bestehendes Kloster von Mönchen hin, auf die laut einer Theorie der Name München zurückgeht (in Wahrheit bezieht er sich auf die "Siedlung bei den Munichen", aus denen München als Brückenzollposten hervorging, an der Handelsstraße zwischen Augsburg und Bad Reichenhall). Die Darstellung des Mönchs vaiiert im Laufe der Geschichte. Seit dem 16. Jahrhundert wurde das Stadtwappen von verschiedenen Künstlern (inoffiziell) verändert und anders dargestellt. Dabei wurde der Mönch immer mehr verkindlicht und letztendlich wurde in den 1920er Jahren aus einem Jungen ein Mädchen, das Münchner Kindl.


Münchner Kindl

Das Münchner Kindl in Person: Das Münchner Kindl wird vom "Festring München e. V." berufen. Der "Festring München" organisiert den Einzug der Wiesnwirte sowie den Trachtenzug des Münchner Oktoberfestes. Normalerweise ist das Münchner Kindl zwischen 20 und 29 Jahre alt und stammt oft aus den Reihen der Münchner Wiesnwirte, Schausteller und Brauereien. Das Münchner Kindl wird auch als die "Botschafterin" von München bezeichnet, weshalb Fremdsprachenkenntnisse, gute Umgangsformen, sowie großes Hintergrundwissen über München und Bayern wichtig sind. Seit 1972 führt das Münchner Kindl den Einzug der Wiesnwirte des Münchner Oktoberfestes an und steht neben dem Oberbürgermeister von München, wenn er das Oktoberfest mit einem "O'zapft is!" eröffnet. Beim Trachtenzug sitzt es auf einem Pferd, mit einer gelb-schwarzen Franziskanerkutte bekleidet und einen Maßkrug haltend.


Grüß Gott

Das ist der übliche Gruß in Bayern und München. Es ist die verkürzte Form von „(Es) grüß(e) dich Gott“ (Griaß di god) bzw. in der Mehrzahl „Grüß euch Gott“ („Griaß eich god“). Die ironischen Antworten von nicht bayerisch Sprechenden auf ein „Grüß Gott“ wie „Wenn ich ihn sehe.“, „Wenn ich Zeit habe.“, “Welchen denn heute?“ oder „Hoffentlich nicht so bald.“ beruhen auf einem Missverständnis der Wortbedeutung. Das Wort „grüßen“ beinhaltete ursprünglich auch die Bedeutung „segnen“. Der eigentliche Inhalt von „Grüß (dich) Gott“ ist somit „Gott segne Dich“.


Die Biergärten

Die Biergärten sind für die Münchner das Paradies auf Erden. Hier sitzt man unter mächtigen schattigen Kastanienbäumen an großen BiergaertenTischen und trinkt mit Freunden ein Helles oder ein Dunkles (Bier), das man sich gewöhnlich an der Selbstbedientheke geholt hat. Charakteristisch für einen traditionellen Biergarten ist das Recht des Gastes, selbstmitgebrachte Speisen verzehren zu dürfen. In Bayern gehört der Obatzter, eine pikante bayerische Käsecreme, zu den klassischen Biergarten-Gerichten. Serviert wird das Gericht mit frischem Schnittlauch bestreut, dazu Roggenbrot oder Brezn, Radieschen oder in Spiralen geschnittener Radi (Rettich). Obatzda sollte am Tag der Zubereitung gegessen werden, da die Zwiebeln sonst einen bitteren Geschmack entwickeln. Alternativ können die Zwiebeln in Ringe geschnitten auch erst kurz vor dem Servieren auf dem Obatzter angerichtet werden.


Münchner Weißwurst

Münchner Weißwurst ist eine Wurst aus Kalb- und Schweinefleisch mit Zwiebeln und frischer Petersilie gewürzt. Länge: circa 12 cm, Durchmesser: 28 bis 32 mm, Gewicht: 80 bis 100 g, Farbe: weiß. Die Tradition, die Weißwurst vormittags zu essen, hat sich bis heute erhalten. Das heißt, es ist verpönt, die Weißwurst nach zwölf Uhr mittags zu essen. Man lässt die Weißwurst in heißem Wasser ziehen und isst sie warm. Dazu schmeckt ein Bayerischer Süßer Senf, Bayerische Brezn und ein Bayerischesan den Seitenanfang Bier. Die Münchner Weißwurst wird ohne Wursthaut gegessen. Für das Herauslösen der Wurst aus der Haut gibt es verschiedene Techniken, die es nach der Tradition einzuhalten gilt. Weißwürste bestellt man nicht paarweise sondern stückweise.

Wie ernst die Bayern ihr Weißwurstessen nehmen und welche Essmethoden dabei entwickelt worden sind, zeigt der folgende Beitrag! (Auszug aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 17.02.2007 / Seite 53; Autor: Karl Forster)

Der Zuzler (Zuzeln):

ZuzlerBis vor kurzem galt diese Art der Weißwursteinnahme als eher dem Prekariat vorbehalten. Braucht es doch einen mehr herben Gourmet-Charakter, schon allein, um die Wurst in die Hand zu nehmen. Dann sie in den Mund zu stecken und mittels eines im Gaumen erzeugten Vakuums das Brät aus dem Schweinedarm zu saugen, ist um so schwieriger. Oft reißt der Darm und muß aus dem Mund gefieselt werden, damit nichts vom kostbaren Inhalt verloren geht.

Der Abbeißer (Abbeißen):Beisser

Die Wurst ist in der Hand ein Problem, wenn sie artgerecht, also so heiß wie möglich serviert wird. Dann verbrüht man sich die Finger und muß sie am Weißbierglas kühlen. Es soll jedoch Fans dieser Finesse geben! Vor einigen Jahren gab es auf dem Sommer-Tollwood eine perfekte Weiterentwicklung dieser Art: eine Weißwurst im Bio-Darm, die in einer mit süßem Senf gefüllten Laugenstange steckte: eine Art Weißwurst-Hotdog. Großartig, aber leider vom Markt verschwunden!

Der Hälfter (Hälfteln):

HälftlerEs gibt, so sagt der Philosoph, im Leben keine wahre Mitte. So gibt es auch bei der Weißwurst keine echte Hälfte. Trotzdem ist diese Methode vor allem bei jenem Menschenschlag Favorit, der pingelig fein säuberlich seinen Schreibtisch aufräumt, der gerne staubsaugt, der also von Haus aus ordentlich ist. Der versucht zuerst die glitschige Wurst mit der Gabel einzufangen, ihre Haut und das darin gefangene Brät mit dem Messer längs in der Mitte so weit durchzutrennenan den Seitenanfang, dass die untere Haut, also quasi die "skin down under" wie der Australier sagen würde, nicht beschädigt wird. Dann klappt er die Hälften auseinander, schiebt mit dem Messer zuerst die eine, dann die andere - unter Fixierung der gegenüberliegenden mit der Gabel - von der Haut. Der Nachteil: die Wurst erkaltet schneller! Ausschäler

Der Ausschäler (Ausschälen):

Zweifelsfrei ist diese hier beschriebene Methode die Königin unter den Weißwurstverzehrvorbereitungsmethoden. Grundvoraussetzung ist, dass die Wurst perfekt serviert wird: durch und durch gerade so heiß, dass sie nicht platzt. Hier nun sticht der Könner in die Wurst, säbelt schräg durch etwa zwei Drittel der Haut ein mundgerechtes Stück ab, steckt nun die Gabel in die Mitte des Bräts und schält dieses aus dem Darm. Das sieht elegant aus, die Wurst bleibt längstmöglich gut erhitzt und bietet so Zeit für eine ausgewogene Kombination zwischen ihr und dem Weißbier!

Oktoberfest
Das Oktoberfest

Das Oktoberfest, das Fest des Bieres! Das Oktoberfest in München - d'Wiesn - ist das größte Volksfest der Welt. Es findet seit 1810 auf der Theresienwiese im Westen Münchens statt und wird Jahr für Jahr von über sechs Millionen Menschen besucht. Für die Wiesn brauen die Münchner Brauereien ein spezielles Bier - das Wiesnbier -mit mehr Stammwürze und damit auch mit höherem Alkoholgehalt. Nach dem traditionellen Einmarsch der Wiesnwirte und der Eröffnungsfeier herrscht 16 Tage lang Volksfeststimmung. In den gewaltigen Bierzelten der Münchner Brauereien (Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Spaten, Löwenbräu und Paulaner) drängen sich bis zu 100 000 Menschen. Hier gibt es das Bier nur in Maßkrügen, die jeweils einen ganzen Liter fassen. Die Münchner kommen in ihren schönsten Trachten und prosten den Touristen aus aller Welt mit erhobenen Krügen zu!


Föhn
Der Föhn

Der Föhn, ein schwer erklärbares Phänomen: Der Föhn ist zunächst einmal eine meteorologische Erscheinung, die es beiderseits des Alpenhauptkammes gibt. In München entsteht Föhn, wenn eine Luftströmung von Süden auf die Alpen trifft und durch die Berge zum Aufsteigen gezwungen wird. Nach Überquerung der etwa 3000 m hohen Alpen sinkt die Luft auf dem Weg nach München ab, sorgt für Wolkenauflösung und fegt als warmer Wind durch das Alpenvorland. An solchen Tagen ist der Himmel strahlend blau und läßt die Berge direkt an Münchenan den Seitenanfang heranrücken. Doch der Föhn macht nicht nur blauen Himmel! Bei manchen Menschen hat dann Migräne Hochkonjunktur, bei einigen soll sich sogar die Toleranzgrenze dem Nullpunkt nähern!