Grüß Gott in Starnberg

 

WappenStarnberg ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern. Starnberg liegt rund 25 km südwestlich von München am Nordende des Starnberger Sees und ist ein bekannter Ausflugs- und Erholungsort.

Obwohl Starnberg jahrhundertelang Verwaltungssitz war, blieb es doch eine Gemeinde ohne besondere Rechte. Erst am 1. Januar 1912 wurde Starnberg durch ein Dekret des Prinzregenten Luitpold zur Stadt erhoben. Heute ist die Stadt Sitz zahlreicher Behörden, Schulen, sozialer und kultureller Einrichtungen. Mit über 80. 000 Übernachtungen im Jahr ist Starnberg die mit Abstand wichtigste Fremdenverkehrsgemeinde des Landkreises.

Die Burg Starnberg taucht erstmals 1243 in den Urkunden auf, als sich Andechser und Wittelsbacher erbittert bekämpften. Vermutlich im selben Jahr eroberten die Wittelsbacher die Burg, die wahrscheinlich ein Andechser Lehen war. Die Herren von Starnberg und Acham wurden damit Lehen der Wittelsbacher. Erst unter Herzog Stephan II. ging das Schloß im Jahr 1365 direkt in den Besitz der Wittelsbacher über. Albrecht III. machte das Schloß zu seiner Sommerresidenz. Herzog Wilhelm IV. ließ die alte Burg abreißen und einen Neubau errichten, der stark befestigt war. Auf diese Anlage geht die Starnberger Burg in ihrem jetzigen Zustand zurück. Heute ist das Schloß Sitz des Finanzamtes.

Noch wichtiger für die Geschichte Starnbergs war die Einrichtung des Landgerichts im 14. Jahrhundert. Dadurch wuchs Starnberg in die Rolle eines Verwaltungsmittelpunkts hinein. Höhepunkt in der jüngeren Geschichte war die Stadterhebung, die am 12. März 1912, dem 91. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold mit großem Pomp gefeiert wurde.

Starnberg liegt am gleichnamigen Starnberger See. Ursprünglich wurde der See Würmsee genannt, so bereits in einer frühen Quelle aus der Zeit Kaiser Ludwig des Bayern (1314 - 1347). Der Name leitet sich ab von dem Fluss Würm, der bei Seeshaupt in den See mündet und bei Starnberg seinen einzigen Abfluss bildet. Der Name wandelte sich zusammen mit dem des Flusses durch Lautverschiebung im 19. Jahrhundert in Würmsee. Erst seit 1962 heißt der See offiziell Starnberger See, diese Bezeichnung begann sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr durchzusetzten, als der See durch den Bau einer Eisenbahnlinie vom ehemaligen „Starnberger Flügelbahnhof“ im Hauptbahnhof München aus nach Starnberg für eine große Zahl von Städtern als Ausflugsziel erreichbar wurde. Der Starnberger See trägt auch den Beinamen "Fürstensee".

Die Roseninsel (bis ins 19. Jahrhundert Insel Wörth) ist die einzige Insel im Starnberger See. Sie liegt 170 Meter vom Westufer des Sees entfernt in der Feldafinger Bucht, auf Höhe des so genannten Glockenstegs etwa auf halbem Weg zwischen den Orten Possenhofen und Feldafing. Die Insel gehört als Ortsteil Wörth (Schloss) zur Gemeinde Feldafing, Grundeigentümer ist der Freistaat Bayern. Die Einwohnerzahl wird mit „1“ (für den die Insel ganzjährig bewohnenden Gärtner) angegeben. Die Form und Größe der Roseninsel ändert sich langsam, aber stetig durch Aufschüttungen und Verlandung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts betrug die Fläche der Insel 1,3 Hektar, um 1850 1,7 Hektar, heute misst sie 2,56 Hektar.

Wo sich schon König Ludwig II. und Österreichs Kaiserin Sisi ein Stelldichein gaben, kann man heute den schönen Park mit seinem berühmten Rosenrondell besichtigen und an Führungen teilnehmen.an den Seitenanfang Mit dem Schiff gelangt man nach Possenhofen, von dort führt ein malerischer Weg ca. 30 bis 45 Minuten am See entlang. Mit einem kleinen Elektroboot setzt man dann zur Roseninsel über. Zurück geht´s wieder über Possenhofen nach Starnberg.