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Vancouver - Capilano Road - Suspension Bridge


Di, 26.08. 1997

Die Rundreise durch Westkanada schließt sich an die Alaska-Rundreise an. Wir fliegen mit Alaska Airlines, Flug AS118 um 6.00 Uhr in Anchorage ab und landen nach etwas mehr als 3 Stunden um 10.23 Uhr in Seattle Tacoma Airport. Über Hertz haben wir einen Wagen gemietet, den wir im Parkgelände des Autovermieters in Empfang nehmen. So können wir direkt zum Warwick Hotel in der Lenora Street fahren und dort den Wagen abstellen. Wir werden den Wagen nach Beendigung unserer Kanada-Reise auch wieder in Seattle abgeben und von dort zurück nach Hause fliegen. In USA sind zum jetzigen Zeitpunkt die Preise für Mietwagen erheblich günstiger. Den Rest des Tages verbringen wir in Seattle.

Hier sieht man die genaue Reiseroute!

Mi, 27.08. - Do, 28.08. 1997

Heute morgen überqueren wir die Grenze nach Kanada und erreichen bald Vancouver. Die Entfernung Seattle-Vancouver beträgt 140 Meilen, dazu brauchen wir knapp 3 Stunden. Unser Hotel in Vancouver ist das Parkhill Hotel, 1160 Davie Street.

Vancouver in der kanadischen Provinz British Columbia ist mit 2,16 Mio. Einwohnern (2004) die größte Stadt im westlichen Kanada und die insgesamt drittgrößte des Landes. Sie wird als eine der ganz großen Metropolen Nordamerikas gerühmt. Es ist vor allem die herrliche Lage an der Strait of Georgia, die Umrahmung durch 1.500 bis 1.800 m hohe Berge, der Blick auf Inseln, Wasser und Wald, sowie das harmonische Zusammenspiel von Wolkenkratzern, alten Stadtvierteln, Häfen und Parks, das uns fasziniert.

Die Stadt erhielt ihren Namen nach dem britischen Offizier George Vancouver , der die Region 1792 vermessen hatte. Vancouver Island ist eine große, der Stadt Vancouver vorgelagerte Insel, auf der Victoria , die Hauptstadt Britisch-Kolumbiens liegt. Möglichst zu Beginn der Erkundung Vancouvers sollte man den Harbour Center Complex in der Hastings W. Street besuchen. Hier steht der Harbour Center Tower, der in 167 m Höhe einen 360° Ausblick auf die Stadt bietet. In der Runde der verglasten Aussichtsplattform sind die einzelnen Gebäude an der Brüstung auf Schautafeln aufgezeichnet.

5 SegelNächster Besichtigungspunkt ist der "Canada Place". Hier begrüßt uns ein beeindruckendes Bauwerk, das anläßlich der Weltausstellung EXPO 86 nach 3-jähriger Bauzeit von dem deutschstämmigen Architekten Eberhard Zeidler kreiert wurde. Besonders genial ist die Dachkonstruktion. Sie stilisiert fünf aus Fiberglas hergestellte graziöse Segel, die die kanadische Pazifikflotte von 1891 symbolisieren, mit der der Ostasienhandel eingeleitet wurde, der wiederum Vancouver aufblühen ließ.

Wir gehen weiter zum ältesten Stadtteil Vancouvers: Gastown. Der Name "Gastown" geht auf John Gassy JackDeighton (1830 - 1875) zurück. Er erschien eines Tages im Jahr 1867 mit einem Whiskyfass und eröffnete einen Saloon für die durstigen Kehlen der Sägemühlenarbeiter. Wegen seiner prahlerischen, langatmigen Redeweise erhielt er den Beinamen "Gassy Jack", was soviel heißt wie "geschwätziger Hans", und bald darauf hieß auch die Gegend um seinen Saloon "Gastown". Gastown erstreckt sich heute vom Canada Place bis zum Marple Tree Place ( Denkmal von Gassy Jack!). Dieser Altstadtkern ist die Hauptattraktion der Stadt.

Steam WatchEin eindringlicher Pfeifton kommt von der einzigen Dampfuhr der Welt - Steam Watch - an der Ecke Water Street - Cambie Street. Ein Pfeifton ertönt alle 4,5 Minuten. Viertelstündlich hört man das Westminster Glockenspiel. Ein noch deutlicherer Pfeifton zeigt jede volle Stunde an. Heute liefert das unterirdische Fernwärmenetz der Stadt den Dampf für die 2 Tonnen schwere "Steam Watch". Chinatown

Ein Besuch in Chinatown steht auch auf unserem Programm. Entstanden ist die, nach San Francisco und New York, größte Chinatown Nordamerikas, als man in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts 10 000 Chinesen zum Bau der Eisenbahn ins Land holte. Heute leben rund 150 000Chinesen über ganz Vancouver verstreut. Chinatown erstreckt sich in Downtown entlang der Pender Street zwischenCarral Street und Gore Avenue. Wenn man das große, farbenprächtige Tor durchschritten hat, fühlt man sich augenblicklich in eine andere Welt versetzt. Alles ist hier geschäftig, zahllose kleine Läden bieten eine Fülle exotischer Köstlichkeiten feil.

TotempfahlEin unbedingtes "Muss" in Vancouver ist der Besuch des Stanley Parks. 1888 hat der damalige Generalgouverneur, Lord Stanley, den Park der Stadt Vancouver übergeben. Auf einer Halbinsel gelegen, ist er durch 80 km Wanderwege kreuz und quer erschlossen. Es ist die größte städtische Grünanlge Kanadas und die zweitgrößte Nordamerikas nach dem Central Park in New York. Einst Lebensraum der Sqamish-Indianer, ist er heute ein ideales Erholungsgebiet für stressgeplagte Großstädter. Eine einzige Einbahnstraße, der Scenic Drive, führt gegen den Uhrzeigersinn am UfPfeil nach obener entlang. Gegenüber von Deadman´s Island steht eine herrliche Gruppe von Totempfählen, die manhierher versetzt hat. Im Westteil des Parks findet man noch Reste der ursprünglichen Wildnis mit riesigen Lebensbäumen (Cedars) und Douglasien, einer Gruppe immergrüner Nadelbäume.

Bei unserem Spaziergang durch den Stanley Park sind uns besonders Waschbärenviele Waschbären aufgefallen. Sie sind vor allem in Nordamerika beheimatet. Waschbären sind gekennzeichnet durch einen breiten Kopf mit spitzer Schnauze, abgerundeten Ohren und ihre kompakte Gestalt. Allen Arten gemein ist außerdem eine schwarze, maskenartige Zeichnung im Gesicht, die von weißem Fell umrandet wird. Besonders wohl fühlt sich der Waschbär dort, wo es viele alte Eichen und Waldbäche gibt. Dort, wo sie in großer Anzahl auftreten, sind sie nicht immer gern gesehene Gäste.

Suspension BridgeÜber die Capilano Road gelangen wir direkt zur "Capilano Suspension Bridge" - "the world's longest foot suspension bridge" - die längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt. Sie ist 137 m lang und spannt sich in einer Höhe von 70 m über den Fluß. 1888 kam ein Schotte namens George Grant Mackay in die junge Stadt Vancouver, wo er sofort damit begann, Pläne für Erholungsflächen zu schmieden. Unter anderem kaufte er Waldgebiete auf beiden Seiten des Capilano River und errichtete eine Blockhütte unmittelbar am Rand der Capilanoschlucht. Zusammen mit zwei indianischen Helfern spannte er eine Plankenbrücke über den Canyon. Die Indianer nannten sie die "lachende Brücke" wegen des Lärms, den sie machte, wenn der Wind durch das Tal wehte. Seine Brücke wurOls Spaghetti Factoryde zum beliebten Ausflugsort für Wildniswanderer. Nach seinem Tod wurde sie 1903 durch eine Drahtseilbrücke ersetzt.

Am zweiten Abend in Vancouver folgen wir einem Restaurant-Tipp: Old Spaghetti Factory. Von diesem Restaurant gibt es Ableger auch in anderen Städten Kanadas, doch das Stammhaus steht in der Gastown in Vancouver. Die besondere Attraktion dort: Inmitten des Restaurants steht ein alter hölzerner Straßenbahnwagen. Er dient nicht nur als Dekoration, sondern man kann sogar darin Platz nehmen - es sind mehrere Tische für zwei bis vier Personen darin aufgebaut. Pasta sollte man schon mögen (klar, bei dem Namen ...), denn auf der Speisekarte steht praktisch nichts anderes. Und etwas Zeit sollte man auch mitbringen, denn das Restaurant ist offenbar sehr beliebt unPfeil nach oben d Wartezeiten von 20 - 30 Minuten sind die Regel. Doch das Warten lohnt sich: Die Atmosphäre ist toll, das Essen gut, die Größe der Portionen okay, es wird zügig serviert und dazu ist es noch nicht einmal teuer.