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Sylt 2005

 

Was wäre ein Syltaufenthalt ohne einen Besuch in Kampen, Deutschlands angeblich prominentestem Dorf, in dem viele Reiche und Berühmte und die, die sich dafür halten, ein Friesendomizil besitzen.

Seinen Ruf als wilde Partymetropole haben viele Clubs und Bars und auch die am östlichen Ortsrand Kampengelegene "Kupferkanne" begründet. Eingebettet in eine bezaubernde Kiefernlandschaft mit Blick auf das Sylter Wattenmeer stellt sie seit Generationen ein einzigartiges Refugium für ihre Gäste dar. Die leckeren KupferkanneKuchen, die täglich in der hauseigenen Backstube nach traditionellem Rezept mit Butter gebacken werden, sind wirklich riesengroß. Fernab vom Trubel der beliebten Nordseeinsel, beinahe versteckt gelegen, bietet die Kupferkanne einen Ort der Ruhe und des Genießens.

Das "Gogärtchen", Cafe, Bar und Restaurant im Zentrum Kampens, beschreibt sich wie folgt: "Feiern, Flirten, Speisen. Wir pflegen gern und leidenschaftlich die hohe Kunst des Dolce Vita: Lebensfreude heißt für uns auch Spass am Genuss!" Na ja!

 

Geschäft in KampenGogärtchenDorfkrug in KampenKampen

 

"Grünes Herz der Insel" wird das am Wattenmeer gelegene Keitum genannt, das uns ausgesprochenSt. Severin Ruhestaette Augsteingut gefallen hat. Keitum hat 1250 Einwohner und 850 Zweitwohnungsbesitzer. Die stolzen und vor allem gepflegten Friesenhäuser beeindrucken! Wir haben auch die am Nordrand von Keitum, an der Straße nach Munkmarsch stehende Kirche St. Severin besucht. Im Innern ist vor allem der spätgotische Flügelaltar zu bewundern. Interessant ist auch ein Rundgang über den Friedhof, denn hier haben zahlreiche prominente Syltliebhaber ihre letzte Ruhe gefunden, so z. B. der Verleger Peter Suhrkamp und sein Verlegerkollege Rudolf Augstein sowie der Architekt Walther Baedeker.

Ein weiterer Ausflug brachte uns nach Hörnum ganz im Süden der Insel. Der Name "Hornum" taucht Hoernumerst 1649 in den Landkarten auf. Hornum bedeutet soviel wie "um das Horn", womit die Inselspitze gemeint ist. Touristisch scheint hier noch nicht so viel los zu sein wie im Norden der Insel. Alles wirkt noch etwas beschaulicher und ruhiger. Dieser Inselteil soll wegen seiner Ruhe ideal für Familien mit Kindern sein. So finden sich hier auch Jugendunterkünfte und mehrere Kindererholungsheime. Leider gibt es aber auch einige Barackenbauten, in denen laut Reiseführer bis in die 90er Jahre Bundeswehrsoldaten stationiert waren. Ehrlicherweise hat uns dieser Inselteil nicht sonderlich gefallen, sieht man einmal von den herrlichen Dünenwander- und Fahrradwegen zwischen Rantum und Hörnum ab.

Morsum weißes KliffMorsum ist mit 1100 Einwohnerm die östlichste Gemeinde Sylts. Sie liegt inmitten von Wiesen und Weiden. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das "Weiße Kliff". Der sichtbare Teil, der dem Kliff seinen Namen gab, besteht aus weißem Kaolinsand, der vor etlichen Millionen Jahren hier angeschwemmt wurde.

Am Ende dieses kurzen Berichtes möchten wir noch eine sehr schöne Wanderung "Natur pur zwischen Strand und Watt" erwähnen, die wir in "Marco Polo - Sylt" beschrieben fanden. Es war eine ca. 10 km lange Wanderung zwischen Wenningstedt, Kampen und Braderup, auf der wir alle Landschaftsformen der Insel sahen: Dünen, Heide, Kliff und Watt.

 

DünenlandschaftKliffendeSyltroseWattennmeer

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Resumee unseres Kurzurlaubs: Es hat uns ausgesprochen gut gefallen, wozu das phantastische Wetter, die hervorragende Unterkunft und die wohlschmeckende Sylter Küche beigetragen haben. Wir werden sicher wiederkommen!