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San Francisco, Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Vorwort

Unsere große Reise beginnt mit einem Flug von München nach Frankfurt, von dort über Atlanta nach San Francisco, wo wir am 01.08.1995 eintreffen. Bei dieser Reise haben wir überhaupt noch nicht an eine Homepage gedacht und folglich auch kein detailliertes Tagebuch als Grundlage für einen späteren Reisebericht geführt. Wir haben allerdings eifrig fotografiert (damals mit einer Minolta Spiegelreflexkamera), die Bilder in 2 Alben zusammengestellt und beschriftet, wie gewohnt mit Hintergrundinformationen. In diesem Bericht beschreiben wir unsere einzelnen Stationen und bemühen uns, den Bericht mit zahlreichen Details zu bereichern.

Es ist unsere zweite Reise in den Südwesten der USA (1975 waren wir zum ersten Mal hier). Bei dieser Reise begleitete uns unser damals 19-jähriger Sohn Jan.

Hier sieht man die genaue Reiseroute

 

San Francisco

Auf einer Halbinsel zwischen dem Pazifischen Ozean und der San Francisco Bay liegt die Stadt, eineGolden Gate der angeblich schönsten, interessantesten und charmantesten der USA, was immer man darunter versteht. Auf den 43 Hügeln von San Francisco leben 700000 Menschen und die Stadt nimmt damit nur den 4. Platz bei der Einwohnerzahl kalifornischer Städte ein. Metropolen wie San Diego, San Jose oder Los Angeles sind wesentlich größer. Trotzdem bildet San Francisco das unbestrittene Finanz- und Kulturzentrum im Golden State. Bekannt wurde San Francisco durch die Golden Gate Bridge, die Cable Car Bahn, Alcatraz und Fisherman's Wharf.

Golden GateDas Golden Gate ist eine Meerenge, die den Pazifik mit der Bucht von San Francisco verbindet. Sie ist etwa acht Kilometer lang und zwischen 1,6 und 3 Kilometer breit. Ihren Namen erhielt sie in der Zeit des großen Goldrausches um 1848. Zu dieser Zeit kamen Tausende von Goldsuchern und Glücksrittern mit Schiffen durch die Meerenge und ankerten im Hafen von San Francisco. Da der Goldrausch Wohlstand und Reichtum verhieß, wurde der Begriff schnell von der Öffentlichkeit übernommen und zum Begriff für den Zugang zum Glück gemacht. Seit 1930 wird die Meerenge von der berühmten Golden Gate Bridge überspannt.

In der gesamten San Francisco Bay leben heute ca. 6 Millionen Menschen. San Francisco ist eine überschaubare Stadt, wie alle Metropolen in den USA mit Schachbrettmuster. Man findet sich gut zurecht mit ein bischen Orientierungssinn und ausserdem lässt sich das Zentrum gut mit der Cable Car Bahn erkunden. Die wichtigsten Stadtteile liegen zentral wie der Financial District, Chinatown, Telegraph Hill, Nob Hill und Downtown mit dem Union Square. Diese lassen sich alle mit ein wenig Kondition auch gut zu Fuss erkunden. Kondition deshalb, weil San Francisco auf vielen Hügeln gebaut wurde und sehr steile Straßen vorzufinden sind,

Das erste Cable-Car-System wurde 1873 eingeführt nahe Nobhill, Clay- und Jonesstreet. Bei denCable Car Kabelbahnen von San Francisco läuft das Seil in einem Graben unterhalb der Straße. Die Wagen greifen mit einer Spannklaue durch einen Schlitz in der Fahrbahn das Seil. Das Seil ist endlos umlaufend. Am Ende einer Linie wird der Wagen auf einer Drehscheibe gedreht und kann auf der Gegenfahrbahn mit dem rücklaufenden Seil zurückfahren.

Minu PassportVon Market / Powell Street führen zwei Linien der Cable Car zur Fisherman's Wharf Area, die etwas reizvollere Powell&Hyde Linie fährt an der Lombard Street vorbei bis in die Nähe von Ghiradelli Square und The Cannery. Die Powell&Mason-Linie hält etwa drei Straßen von Fisherman's Wharf und Pier 43. Die California Linie läuft von Market&California Street in der Embarcadero Area bis Van Ness Avenue. Weitere Verkehrsmittel in San Francisco sind: BART: Bay Area Rapid Transit, eine U-Bahn, die 4 Linien besitzt; S.F.Muni: San Francisco Municipal Railway , Busse, Straßenbahnen, Cable Cars GoldenPfeil nach oben Gate Transit: Fährbetrieb nach Sausalito und Busverkehr über die Golden Gate. Beim Visitor Center haben wir uns gleich nach der Ankunft einen Muni- Passport gekauft, der unbegrenzte Benutzung der Cable Cars und Busse in San Francisco erlaubt.

Der Pyramid Tower steht an der Ecke 600 Montgomery St, Washington St. Er ist der größte und auffallendste Wolkenkratzer in der Skyline von San Francisco. Er ist 260 Meter hoch und beherbergt 48 Stockwerke mitPyramid Tower Verkaufs- und Büroräumen. Die Bauarbeiten an dem Gebäude begannen 1969 und wurden 1972 beendet. Das Gebäude, das 3.678 Fenster hat, ist eine große, vierseitige Pyramide mit zwei "Flügeln" an gegenüberliegenden Seiten des Hochhauses. Der "Ostflügel" enthält einen Aufzugsschacht, während in dem westlichen "Flügel" ein Treppenhaus untergebracht ist. An der 64,6 m hohen Spitze des Gebäudes wurden 4 Kameras installiert, die in die vier Himmelsrichtungen filmen. Im Eingangsbereich des Gebäudes können diese Bilder auf Monitoren 24 Stunden am Tag beobachtet werden. Die Seitenflügel des Gebäudes sollen bei den in San Francisco häufig auftretenden Erdbeben das Gebäude stabilisieren und es so einsturzsicherer machen.

Lombard StreetDie Lombard Street im eleganten Wohnviertel Russian Hill liegt zwischen Hyde und Leavenworth Street und gilt als kurvenreichste Straße der Welt. Sie hat ein Gefälle von 27%!! Um den Autos die Durchfahrt zu erleichtern, wurden acht Serpentinen angelegt, die heute den unverwechselbaren Charakter dieser Straße ausmachen. Sie darf nicht mit Wohnmobilen oder vergleichbaren Fahrzeugen befahren werden.

Der Union Square mit seiner Nähe zu den wichtigsten Hotels bildet das Zentrum von San Francisco. Rund um den Union Square haben sich zahlreiche Geschäfte, Boutiquen, Restaurants und Cafés angesiedelt. Westlich davon liegt eines der ältesten und ehrwürdigsten Hotels der Stadt, das St. Francis Hotel. Angrenzend an den Union Square liegt das Theater- und Kunstviertel der Stadt mit seinen zahlreichen Galerien.

Blick auf Coit TowerDer Coit Tower liegt auf dem Telegraph Hill und bietet einen sagenhaften Panoramablick über die Stadt und die Bucht. Benannt wurde der Turm nach der Millionärin Lillie Hitchcock Coit, die der Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts 125.000 Dollar vermachte, um den Feuerwehrmännern ein Denkmal zu setzen. Ihre Begeisterung für die Feuerwehr ließ sie sogar die erste freiwillige Feuerwehrfrau San Franciscos werden.

Die Region nördlich der Chestnut und östlich der Van Ness St. kennt fast jeder in den USA unterFishermans Wharf dem Namen "Fisherman's Wharf". Die Gegend ist auch wegen der vielen Fischrestaurants mit tollem Blick auf das Hafenviertel berühmt. Unterhaltungsmöglichkeiten für jung und alt werden geboten. Speziell am Pier 39 wird man in den Bann dieser Jahrmarktstimmung mit Essensbuden, Boutiquen, Exklusivläden und Ständen gezogen. Man muss einfach gemütlich durchschlendern, hier und da mal reinschaun und zumindest eine Kleinigkeit essen und trinken. Nicht umsonst ist der Pier 39 die am dritthäufigsten besuchte Touristenattraktion in den USA! Sehenswert ist in jedem Fall auch das Museum "Believe it or not" an der Jefferson Street - Ecke Tylor Street!

Eine weitere Attraktion des Pier 39 und der Fisherman's Wharf sind die Seelöwen . Diese räkeln sich auf den Stegen des Piers unbeeindruckt von den in der Nähe anlegenden Booten. Genauso wenig stören sie die Hunderte von Menschen, die sie permanent beobachten und Bilder schießen. Einige Umsiedlungsaktionen, bei denen die Seelöwen in ein anderes Gebiet gebracht werden sollten, waren zum Scheitern verurteilt, die Seelöwen lassen sich diesen bestimmten Platz nicht mehr nehmen. Ghiradelli Square

Der Ghiradelli Square ist nach Umbau der 1893 gegründeten Schokoladenfabrik als mehrstöckiger Laden- und Restaurantkomplex entstanden. Die Ghiradelli Chocolate Company sitzt heute in SanLeandro, schräg gegenüber von San Francisco. Heute sind hier unzählige Geschäfte und Restaurants über den gesamten Gebäudekomplex verteilt. Das 'Chocolate Festival' im September am Ghiradelli Square erinnert an die einstige Schokoladenfabrik hier.

AlcatrazDie Insel Alcatraz liegt mitten in der Bucht von San Francisco. Sie wurde früher als Standort für ein befestigtes Fort und danach als Hochsicherheitsgefängnis genutzt, dient aber inzwischen lediglich als Touristenattraktion. Die Spanier gaben der Insel den Namen "Isla de las alcatraces", was soviel bedeutet wie "Insel der Pelikane". Alcatraz war das sicherste und berüchtigste Gefängnis in den USA. Es ist zum Inbegriff für die schlimmstmögliche Art von Gefangenschaft geworden. Die fast vegetationslose Insel erhielt nicht umsonst die Beinamen "Fels der Verzweiflung", "Insel des Teufels" oder auch nur "The Rock" (der Fels). Die Befestigungsanlage wurde in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges als Militärgefängnis umfunktioniert und in der Zeit des 1.Weltkrieges wurden dort Wehrdienstverweigerer inhaftiert. Von 1933 bis 1963 wurde Alcatraz dann zum berüchtigsten und gefürchtesten aller Bundesgefängnisse der USA für unverbesserliche Straftäter.

Mehr als 250 Häftlinge wurden zur gleichen Zeit nie im Gefängnis untergebracht. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit der Häftlinge betrug zehn Jahre und sie bekamen in dieser Zeit niemals eine Zeitung zu lesen, ein Radio oder Fernseher zu Gesicht. Sie durften auch nur für eine Stunde pro Monat Besuch erhalten. Aufgrund dieser Maßnahmen wurden die Häftlinge völlig von der Außenwelt isoliert. Die eiskalten Wassertemperaturen, die tückische Strömung und die Anzahl der Wärter (auf drei Insassen kam ein Wärter) machten die Gefängnisinsel fast ausbruchsicher. Außerdem gab und gibt es auch Haie in der Bucht. Von den insgesamt 1576 Häftlingen, die in den drei Jahrzehnten in Alcatraz inhaftiert waren, versuchten nur 34 einen Ausbruch. 23 wurden innerhalb einer Stunde noch auf der Insel wieder gefangen, sechs auf der Insel erschossen und von fünf hat man nie wieder etwas gehört. Berühmtester Insasse war Al Capone. Der im italienischen Neapel geborene Al Capone stieg in Sausolitoden 1920er Jahren vom Buchhalter zum Mafiaboss auf und wurde zum populärsten Wirtschaftsverbrecher der Vereinigten Staaten. Robert Strout wurde als "The birdman of Alcatraz" bekannt.

Den Abschluß unseres Besuches in San Francisco bildete ein Ausflug nach Sausalito nordwestlich der Golden Gate Bridge. Im frühen 19. Jahrhundert war der Ort ein Walfanghafen, um 1900 ein verrufener Flecken mit Bordellen und Saloons, und wenig später bevorzugter Anlegeplatz für Alkoholschmuggler während der Prohibition. Schließlich wurden hier während des 2. Weltkrieges Kriegsschiffe gebaut. Heute ist Sausalito ein Treffpunkt der Hippies und derer, die es gerne wärenPfeil nach oben , aber vor allem auch ein Ort der Besserverdienenden. Die vielen Villen, der Hafen mit den zahlreichen Booten und Yachten und der schöne Blick auf San Francisco geben dem Städtchen ein fast mediterran anmutendes Flair.