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Wilde Tiere im Hluhluwe-Imfolozi Park


Do, 27.09.2007

Heute steht die Fahrt zum Hilltop Camp im Hluhluwe NP an. Wir stehen wie gewohnt sehr zeitig auf. Beim Frühstück begrüßt die Chefin ihre Gäste persönlich, indem sie von Tisch zu Tisch geht. Das Frühstück ist ausgezeichnet, schon gleich der erste Höhepunkt des Tages! Als wir die Koffer im Auto verstauen wollen, sehen wir, dass der Wagen frisch geputzt ist. Ein toller (kostenloser) Service! Ein stattliches Trinkgeld ist da angebracht! Die Fahrt durch Swaziland verläuft ruhig, und den Grenzübertritt nach Südafrika (Wiedereinreise) schaffen wir auch ohne Probleme. Gegen Mittag kommenMap Hhulule wir im Hilltop Camp an.

Hluhluwe-Imfolozi ist das überragende Wildreservat Kwa Zulu Natals, einst das Jagdgebiet der Zulus, und nicht wenige halten es sogar für besser als den Krüger Nationalpark. Mit gerade einmal einem Zwanzigstel der Größe kann es Hluhluwe-Imfolozi nicht mit dem großen Bruder aufnehmen, und auch die Zahl der hier heimischen Wildtiere ist wesentlich geringer. Auf der anderen Seite ist der Park relativ kompakt und präsentiert sich um einiges wilder. Außer dem Hilltop Camp ist keines der anderen Camps eingezäunt, so dass sich die wilden Tiere frei bewegen können. Hluhluwe wirkt fast tropisch mit dicht bewaldeten Hügeln und üppig grünen Galeriewäldern. Die dichte Vegetation erschwert allerdings auch die Wildbeobachtung, hier braucht man immer eine Portion Glück. Wir fahren am Memorial Gate in den Park. Auch hier gibt es wieder, wie in allen Parks, eine recht übersichtliche Karte mit allen Wegen, Beobachtungspunkten und Camps. EmpfeBreitmaulnashornhlenswert!!

Im Hluhluwe-Imfolozi Park leben derzeit zwischen 1500 und 2000 Breitmaulnashörner. Das Breitmaulnashorn galt einst als das am stärksten gefährdete Tier der Welt. Seine Rettung zählt zu den größten Erfolgsstories im südafrikanischen Naturschutz. Als Imfolozi 1895 zum Schutzgebiet für Wild deklariert wurde, stand das Breitmaulnashorn kurz vor dem Aussterben. Weltweit gab es nicht mehr als 50 Stück. Durch den Schutz in Imfolozi lebten 1960 bereits 700 Stück im Park. Breitmaulnashörner bevorzugen offene Flächen, benötigen aber immer Schatten spendenden Busch, sowie Wasser zum Trinken und Suhlen in der Nähe.

Das Hilltop Camp, ein elegantes, hotelartiges Restcamp, liegt auf einer bewaldeten Anhöhe im nHilltop Campördlichen Teil des Parks und bietet einen herrlichen Ausblick auf die umgebende Natur. Die Chalets mit ihren dunklen Strohdächern passen sich der Umgebung an. Sie sind sehr geräumig, haben große Terrassen und lassen an Komfort nichts zu wünschen übrig. Ebenso das Mpunyane Restaurant, das täglich ein englisches Buffetfrühstück sowie ein Abendessen, bestehend aus einem heißen oder kalten Buffet, anbietet. obenWir fühlen uns sehr wohl hier! Bei einer nachmittäglichen Fahrt durch den Park sehen wir wieder einige der "Big 5", haben allerdings nicht so viel Glück wie im Krüger Park. Am Straßenrand stehen sehr oft hohe Büsche und Sträucher und diese lassen nicht immer den Blick frei für Tierbeobachtungen.


EinWarzenschwein recht eindrucksvolles Erlebnis im Hilltop Camp haben wir bei unserer RückkeElefanten auf Terassehr am späten Nachmittag. Gerade als wir uns im Souvenir- und Getränkeladen umschauen wollen, machen sich zwei riesige Elefantenbullen auf der Terrasse daran, die Blätter der dort stehenden Baume abzufressen. Sie stehen keine 2 m vor dem Eingang. Sofort erscheint ein Camp-Mitarbeiter und bittet die Gäste, sich ruhig zu verhalten und die Tiere nicht zu stören. Die lassen sich auch nicht stören und fressen in aller Ruhe die Blätter ab, wobei die Bäume schon arg in Mitleidenschaft gezogen werden! Wir sind jedes Mal beeindruckt von diesen Kolossen!

Da das Hilltop-Camp, wie schon erwähnt, auf einer Anhöhe liegt, können wir vom Balkon des Chalets aus einen großen Teil des Parks überschauen. In der Ferne sehen wir weitere Elefantenherden ziehen. Für den Abend haben wir eine Reservierung im Restaurant. Dort lassen wir den Tag dann auch gemütlich ausklingen.


Fr, 28.09.2007

Die Reiseplanung sieht vor, dass wir nach der Übernachtung im Hilltop Camp den zweiten Tag auch noch im Park verbringen und von Hilltop nach Imfolzi fahren. Den Park verlassen wir erst am späten Nachmittag. Bis zur nächsten Unterkunft bei St. Lucia ist es nur ein kurzer Weg. Den Imfolozi-Teil des Parks im Süden erreicht man von Hluhluwe kommend durch die kleine Unterführung, die beide Parks unter der R 618 miteinander verbindet. Die Imfolozi Sektion des Parks ist geprägt durch hügelige Landschaft und weite Grasebenen, wesentlich trockener als der grüne Norden. Akaziensavannen, Grasebenen und Dickicht prägen hier die Landschaft. Marula, Tamboti und Büffeldorn sind typische Bäume.

Begegnung am Strassenrand

Ca. 4 km hinter dem Nyalazi Gate, durch das wir später den Park verlassenSouvenir werden, geht eine Abzweigung zum Centenary Center, welches, wie der Name schon sagt, zur Jahrhundertfeier des Parks angelegt wurde. Von hier werden jedes Jahr Nashörner und andere wilde Tiere in andere Teile Afrikas ausgesiedelt. Wer Glück hat und Mitte Juni hier ist, kann die großen Bomas mit den gefangenen Tieren besichtigen. Der Bedarf anderer Nationalparks, privater Game Reserves und Tierparks weltweit soll so auf einem legalen und kontrollierten Weg befriedigt werden. Zur Zeit unseres Besuches finden keine Tierauktionen statt. Ein Besuch des riesigen Souvenirladens lohnt sich!

Am späWendys Country Lodgeten Nachmittag kommen wir im 55km entfernten Gasthaus "Wendy's Country House" in Riverview an. Es ist ein im Kolonialstil gebautes Gästehaus in der Nähe von einheimischen Märkten und Südafrikas erstem Weltkulturerbe "St.Lucia Wetlands Park" gelegen. Das Gästehaus obenist umgeben von einem wunderschönen subtropischen Garten; von den einzelnen Zimmern aus bietet sich ein schöner Blick auf den Garten. Wir haben sogar eine eigene Veranda. Wendy, die Gastgeberin, begrüßt uns mit sehr viel Charme und Herzlichkeit.