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Blyde River Canyon


Wir lassen uns heute Zeit für die Fahrt von Sabi Sand nach Hazyview zur Chilli Pepper Lodge. Es sind nur 50 km. Dort kommen wir gegen 15.00 Uhr an und können umgehend unser Zimmer beziehen. Die Lage der Lodge ist ideal, um von hier Tagesausflüge auf der Panorama Route zu machen. Doch heute entspannen wir erst einmal im subtropischen Garten der Lodge. Der Garten ist so angelegt, dass man in Stufen zum Schwimmbad und zu dem schilfumgebenen Damm hinunterblicken kann. Das Grundstück liegt am Sabie River. Nachts kommen Flusspferde aus dem Wasser und laufen über das Grundstück. Direkt am Eingang werden wir deshalb vor "Hippos" gewarnt. Sie gelten als die gefährlichsten Tiere überhaupt. Ihre Schnelligkeit ist trotz des wuchtigen Körperbaus nicht zu unterschätzen.


Chilli Pepper LodgeBlütenprachtSwimmingpoolBeware of Hippos


Die Chilli Pepper Lodge Anlage hat uns gut gefallen; mit den Gastgebern waren wir allerdings nicht so zufrieden. Denn wir werden gleich darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht - entgegen der Ankündigung des Reiseveranstalters - in der Lodge zu Abend essen können, sondern wohl oder übel ins 10 km entfernte Hazyview fahren müssen. Und das bei Dunkelheit, wovon wir nicht so begeistert sind. Pamela, die Besitzerin, erklärt uns den Weg. Wir finden uns zurecht und sind angenehm überrascht von der stilvollen Atmosphäre und dem guten Essen im angegebenen Lokal. Unsere Wahl fällt auf Springbocklende, dazu ein passender Rotwein. Am folgenden Abend besuchen wir dieses Restaurant nochmals! Bei unserer Rückkehr müssen wir dann feststellen, dass einige Lampen im Bad und im Wohn- / Schlafzimmer defekt sind und wir halbwegs im Dunkeln sitzen und kaum lesen können. Auf Nachfrage erklärt man uns, dass die Birnen in Johannesburg bestellt sind, aber eine Lieferzeit von 3 (!!) Monaten haben. Na dann gute Nacht!


Di,25.09.2007

In der Nacht hat es angefangen zu regnen. Schade, denn heute geht es auf die Panorama Route. Wir erscheinen pünktlich um 7.30 Uhr zum Frühstück. Der Frühstücksraum hat das Flair einer mexikanischen Bahnhofshalle und mit der Pünktlichkeit nimmt man es nicht so genau : "Please take care of the breakfast time betweeen 7.30 and 9.00 as no exceptions will be made! If you snooze, you will loose!" Eigentlich sollte sich der Gastgeber auch an seine eigenen Regeln halten. Gegen 8.00 werden wir dann bedient.

Blütenzauber

Die Panorama Route folgt dem Verlauf des Escarpments, der 250 km langen Abbruchkante an der Grenze vom Highveld und Lowveld, und gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten einer Südafrika-Reise. Die Panorama Route hat eine Länge von 60 km und ist gespickt mit vielen Wasserfällen und Aussichtspunkten auf das teilweise 1000 Meter tiefer gelegenePanorama Route Lowveld. Der Blyde River CanyonDas 26.000 Quadratkilometer große Blyde River Nature Reserve gehört zu den spektakulärsten Naturerscheinungen Südafrikas. selbst nimmt etwas mehr als die Hälfte der Strecke ein und beginnt erkennbar erst ab den Bourkes Luck Potholes. Er ist ca. 26 km lang und an einigen Stellen bis zu 800 m tief. Nach dem Grand Canyon in den USA und dem Waimea Canyon auf Hawaii ist diese Schlucht der drittgrößte Canyon der Erde und einer der am meisten besuchten Orte in Südafrika.

Wir beginnen unsere Fahrt in Graskop. Der Ort liegt auf einer Anhöhe und entstand ca. 1880 als Goldgräbersiedlung. Heute ist er eine Goldgrube für Einnahmen aus dem Tourismus; auf der Hauptstraße gibt es einige Souvenirläden, Backpackers, Spar-Supermarkt, Tankstelle, Bank und Restaurants. Der Ort liegt 1.500 m hoch, hat ca. 1.500 Einwohner und bietet den Vorteil, kein Malariagebiet zu sein. Dafür hat man hier öfters Regen und Nebel. Auf unserer Hinfahrt regnet es und die Häuser sind kaum zu erkennen. Wir fahren zuerst bis zum obersten Aussichtspunkt, den "Three Rondavels". oben

Der erste Aussichtspunkt, The Three Rondavels, liegt im Norden des Canyon. Die imposanten FeThree Rondavelslsformationen, die aus dem Canyon aufragen, erinnern tatsächlich an afrikanische Rundhütten. Von hier aus hat man auch einen atemberaubenden Blick auf den großen Stausee, an dessen unterem Ufer zahlreiche Krokodile leben. Leider lässt uns das Wetter etwas im Stich und wir müssen lange warten, bis wir auch wirklich die 3 Rondavels zusammen sehen! Wir fahren weiter bis zum Blyde River Nature Resort. Am Gate bekommen wir Erlaubnis, für eine halbe Stunde bis zum obersten Viewpoint zu fahren, von wo aus man nochmals einen sehr schönen Rundblick hat.Blayde River Canyon

Danach machen wir Halt am Lowveld Viewpoint, der direkt am Canyonrand in Richtung Süden liegt und einen fantastischen Ausblick über einen Großteil des Blyde River Canyon bieten soll. Doch auch hier ist unsere Sicht wegen des schlechten Wetters eingeschränkt. Der Canyon erinnert uns ein wenig an den Waimea Canyon auf Hawaii, den größten Canyon im pazifischen Raum. Und letzterer gefällt uns wesentlich besser. Aber das ist Geschmackssache.

Nach einer kleinen Mittagspause am Lowveld Viewpoint klärt sich vorübergehend der Himmel etwas auf und die Sonne kommt sogar hervor, aber wirklich nur vorübergehend! Trotzdem reicht die Zeit, um die Bourke's Luck Potholes bei Sonnenschein zu besuchen. Der Weg zu den Potholes führt über hölzerne Wege und über Brücken, die den hier schmalen und tief eingeschnittenen Canyon überspannen. 30 Meter geht es in die Tiefe am Zusammenfluss des Treur River und des Blyde River.

Die markanten Potholes sind Auswaschungen im Dolomitgestein, die über Jahrmillionen durch KPotholesieselsteine im Wasserstrudel aus dem Fels gefräst wurden. Entdeckt wurden diese Naturwunder um 1870 von dem Goldsucher Tom Bourke, nach dem sie auch benannt wurden. Tom Bourke hatte nicht wirklich Glück. Er behielt zwar Recht mit seiner Vermutung, dass es in der Umgebung Gold geben müsste, fand selber aber nur ein paar Krümel. Dafür liegt heute ein Vermögen auf dem Grund der Potholes: Besucher haben auf der Suche nach Glück Tausende von Münzen hineingeworfen! Die Potholes sind eintrittspflichtig und man benötigt für einen Rundgang etwa eine Stunde. Am Eingang befindet sich ein kleines Museum, in dem die Flora und Fauna der Gegend anschaulich erklärt wird.

Zur Namensgebung der Flüsse Treur und Blyde gibt es eine kleine Story, die wir in einem Reiseführer fanden: Als die Voortrekker unter ihrem Führer Andries Hendrik Potgieter 1840 nach Delagoa Bay am Indischen Ozean vordringen wollten, um mit den Portugiesen Kontakt aufzunehmen, ließen sie einen Großteil ihrer Truppe an einem Fluss zurück. Als sie zur verabredeten Zeit nicht zurückkehrten, rechneten die Wartenden mit dem Schlimmsten, tauften den Fluss "Treur River" - "Trauerfluss" und zogen weiter. Als sie an einem anderen Wasserlauf campierten, wurden sie von Potgieter und seinen Männern eingeholt. Vor lauter Freude über das glückliche Wiedersehen nannten sie diesen zweiten Fluß "Blyde River" - "Fluss der Freude".

An der Panorama Route gibt es zahlreiche Wasserfälle zu bewundern. Wegen des wiedobener einsetzenden schlechten Wetters sehen wir nur die Lisbon Falls. Und auch der bekannte und in jedem Reiseführer erwähnte Aussichtspunkt "God's Window" muss ausgelassen werden. Hier soll ein Pfad durch ein kleines Stück Regenwald zum Aussichtspunkt führen. Wir sind die einzigen BeLisbon Fallssucher, können erst gar nicht aus dem Wagen aussteigen, da wir vor lauter Nebel und Regen eh nichts mehr sehen. Schade.

Auf dem Rückweg von der Panorama Route machen wir noch Halt in Hazyview, kaufen im Supermarkt ein paar Sachen ein und bummeln noch ein wenig durch den Ort. Anscheinend sind wir heute die einzigen Weißen hier. Am Abend suchen wir wieder das Restaurant von gestern auf, essen heute Lamm und staunen wieder über den Preis: Einschließlich aller Getränke zahlen wir für das Essen zusammen 178 ZAR, das sind grob gerechnet 18 €. Hinzu kommen noch 10% Bedienung.


Mi, 26.09.2007

Auf dem Wege nach Kwa Zulu NatalKwaZulu-Natal ist eine Provinz an der Ostküste Südafrikas. Sie grenzt im Norden an Swaziland, Mosambik und an Mpumalanga, im Süden an das Ostkap, im Westen an Lesotho und den Freistaat sowie im Osten an den Indischen Ozean. Die Provinz entstand 1994 aus der Zusammenlegung des früheren Homeland KwaZulu und der ehemaligen Provinz Natal. Sie beinhaltet das traditionelle Siedlungsgebiet der Zulu und ist die einzige Provinz, die den Namen einer ethnischen Gruppe in ihrem Namen trägt. verlassen wir heute die Provinz Mpumalanga und das Gebiet des Blyde River Canyon und fahren nach Swaziland. Unser Ziel ist das Foresters Arms Hotel südlich der Hauptstadt Mbabane, eine Strecke von ca. 300 km.

Das Königreich Swaziland ist, abgesehen von der Hauptstadt Mbabane und der Flughafenstadt Manzini, sehr ländlich, denn die Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Die Landschaft ist gebirgig und vielgestaltig. Für Swaziland benötigt man ein Einreisevisum, das man bei Road Fundder Einreise an der Grenze erhält. Außerdem ist ein sogenanntes "Permit" obenfür den Mietwagen erforderlich. Diesen Schein haben wir uns bei der Mietwagenübernahme in Johannesburg am Flughafen geben lassen. Als Straßenbenutzungsgebühr sind 50 Rand zu zahlen. Ansonsten geht das Procedere an der Grenze reibungslos. Leider ist das Wetter nicht schön.Dorf in Swaziland

Das Foresters Arms Hotel liegt in den Hochwäldern im Herzen von Swaziland. Diese Gegend ist ein Paradies von wilden Blumen, in dem man exotische Pflanzen wie die Zimmercalla und die Afrikanische Lilie, sowie Heidegewächse und verschiedene Gräser bewundern kann. Die Landhausatmosphäre des Hotels spiegelt sich in den Aufenthaltsräumen, der Bar und dem Restaurant mit gemütlichem Kaminfeuer, stilvoller Ausstattung und alten Gemälden wieder. Hervorzuheben ist die herzliche Aufnahme! Wir fühlen uns sehr wohl hier und vergessen ein wenig das schlechte Wetter!


Bild des KönigsHibiscusBlütenzauberForesters Arms