Erlebnis Südafrika

19.09.2007 - 16.10.2007


Südafrika - "die Welt in einem Land " - liegt im äußersten Süden des afrikanischen Kontinents und umfasst mehr als 1 Mio. km². Es grenzt an Namibia, Botswana, Simbabwe und Mosambik, im Inneren des Landes liegen die Königreiche Lesotho und Swaziland. In Südafrika leben 30 Mio. Schwarze verschiedener Kulturen, 5 Mio. Weiße, 4 Mio. Farbige und 1 Mio. Menschen indischer Herkunft - in der Tat eine Regenbogennation. Dieses Land wollten wir kennenlernen und haben eine Selbstfahrerreise bei dem Reiseveranstalter "Olifants Tours" gebucht. Die Reise wurde nach unseren Wünschen ganz individuell zusammengestellt und erweitert.


Mi, Do, 19. / 20. 09. 2007

Flugticket

Reisebeginn ist Mittwoch, der 19. September 2007. Abends um 21.55 Uhr startet vom Münchner Franz-Josef-Strauß-Flughafen der Airbus A 340 der South African Airways mit der Flugnummer SA 0265 in Richtung Johannesburg. Wir sind an Bord und genießen einen ruhigen Nachtflug. Die Flugdauer nach Johannesburg beträgt 10 Stunden und 30 Minuten. Der Airbus landet pünktlich um 8.30 Uhr Ortszeit (es gibt während der europäischen Sommerzeit keine Zeitverschiebung) bei strahlendem Sonnenschein auf dem OR Tambo Flughafen Johannesburg. Die obligatorische Passkontrolle verläuft zügig und auch unser Gepäck lässt nicht lange auf sich warten. So können wir uns rasch zum Budget Mietwagenschalter begeben, wo wir unseren Voucher gegen einen Mietwagen Toyota Corolla mit Klimaanlage und Gangschaltung eintauschen. Ein schwarzer Mitarbeiter der Mietwagenfirma ist recht behilflich, erklärt uns kurz die Handhabung des Wagens und weist uns den Weg hinaus auf die Autobahn Richtung Nelspruit.

In Südafrika herrscht Linksverkehr. Das bedeutet am Anfang immer ein Um- und Eingewöhnen. Da wir den Flughafen bereits gegen 10.00 Uhr verlassen, haben wir keinerlei Zeitdruck, um noch bei Tageslicht im Krüger Park anzukommen. Das ist eine Strecke von ca. 450 km, die vor uns liegt. Wir folgen zuerst den Hinweisschildern auf die R 21 S in Richtung Boksburg und wechseln dann auf die N 12 in Richtung Witbank. Diese Straße bringt uns automatisch auf die N 4 in Richtung Middelburg und Nelspruit. Ankunft Numbi GateEs herrscht reger Verkehr, aber wir kommen zügig voran und gönnen uns gegen Mittag in einem an der Autobahn gelegenen Restaurant einen Imbiss.

Die weitere Fahrt verläuft planmäßig. Wir kommen auf der N4 bis kurz vor Nelspruit. Hier fahren wir ab auf die R40 nach White River. Überall stehen hier große Hinweisschilder für den Krüger Park. In White River verlassen wir die R40 und fahren auf der R538 in Richtung Krüger Park / Numbi Gate, wo wir am frühen Nachmittag eintreffen. Es ist sehr heiß, über 30° ! Unser Ziel ist das Pretoriuskop Camp, das 8 km vom Numbi Gate entfernt ist.



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Krüger Nationalpark - Im Reich der wilden Tiere


Fr, 21.09.2007

Der Krüger National Park wurde bereits 1898 auf Veranlassung von Präsident Paul KrügerPaul Krüger, *10.10.1825, gest. 14.07.1904; Sohn eines deutschen Einwanderers. Nach ihm wurde der Krüger NP benannt, ebenso die Goldmünze “Krüger Rand”,die von 1967 an auf der ganzen Welt als Wertanlage gehandelt wurde. Die Münze hat ein Gewicht von 33,9 Gramm und ist ein beliebtes Sammelstück geworden. zu einem geschützten Bereich für die Wildnis, zwischen Sabi und Crocodile River, angelegt, um das Überleben der noch vorhandenen Tiere zu sichern. Erst 1961 wurde der erweiterte Krüger Park eingezäunt. Der Park erstreckt sich vom Crocodile River im Süden bis zum Limpopo Grenzfluss im Norden. Er ist insgesamt 350 km lang, 65 km breit und umfasst eine Fläche von rund 20.000 km². Nur 4% des Parks sind für Besucher zugänglich, wobei die größte Besucherdichte im Süden ist, im Norden gibt es oft nur wenige Besucher. Der Park weist die größte Artenvielfalt Südafrikas auf mit nicht nur den so genannten "Großen Fünf", sondern auch mit Zebras, Gnus, Giraffen, Flusspferden, Krokodilen, über 500 Vogelarten, und sonstigen diversen Reptilien-, Amphibien und Fischarten. Die Übernachtungscamps sind angenehme Oasen in der Buschsavanne: sie sind hübsch, sauber, sicher und garantieren einen angenehmen Aufenthalt. Von jedem der über 20 Camps sind nach kurzer Fahrstrecke Wasserlöcher, Aussichtspunkte und Picknickplätze erreichbar, so ist der "Zugang" zu den wilden Tieren und gleichzeitiger Komfort garantiert. Das Pretoriuskop Camp liegt im südlichen TPfeileil des Parks. Es ist das älteste Rastlager und bietet klimatisierte Bungalows, so genannte Rondavels, alle mit Dusche und WC, Kochnische und Kühlschrank. Ein Restaurant, eine Tankstelle, ein Geschäft und ein Swimmingpool ergänzen das Angebot.

Karte KrügerparkFür den Aufenthalt im Krüger National Park wird eine "Conservation Fee", eine Art Naturschutzgebühr von 120.00 ZAR pro Erwachsener pro Tag erhoben. Das sind rund 12 € / Person und Tag. (Stand Sept. 2007). An jedem Eingang zum Park kann man Straßenkarten kaufen. Sie sind in verschiedenen Sprachen, auch in Deutsch, erhältlich. Dort sind sowohl Übersichtskarten als auch detaillierte Karten mit allen Wasserlöchern, Aussichtspunkten und Entfernungsangaben enthalten, die die Orientierung enorm erleichtern. Außerdem gibt es etliche Seiten farbige Bildtafeln mit farbigen Zeichnungen für die Identifizierung von Tieren und Vögeln. Die Ausgabe (26 ZAR / Stand Sept. 2007) lohnt sich und die Karte ist zudem ein nettes Souvenir.

Für den Aufenthalt im Park sind bestimmte Regeln zu beachten: Geschwindigkeitsbeschränkungen ( meist 30 km/h ); kein Aussteigen aus dem Fahrzeug (strikt verboten!!); keine Störungen des Wildes; man muss die SchließzeiRondavellten der Tore und Camps beachten. In der Regel ist das 18.00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt muss man immer im Rastlager sein, wenn man im Park übernachtet oder wenn man den Park verlassen will.

Für den Aufenthalt im Krüger Nationalpark ist eine Malaria-ProphylaxeMalaria – auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt – ist eine meldepflichtige Tropenkrankheit, die von einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird. Die Krankheit wird in den Tropen und Subtropen durch den Stich einer weiblichen Stechmücke (Moskito) der Gattung Anopheles übertragen dringend erforderlich.

Nachdem wir unser Gepäck im Rondavel verstaut haben, sehen wir uns im Camp etwas um und gehen gegen 19.00 Uhr - mittlerweile ist es stockdunkel - ins Restaurant zum Essen. Das Essen ist ok. Danach gehen wir zurück in unser Rondavel und alsbald ins Bett. Da wir die vergangene Nacht im Flugzeug kaum geschlafen haben, sind wir ziemlich müde und wollen uns erst einmal erholen. Die Betten sind in Ordnung, lediglich die Toilette hat eine "Macke". Die Wasserspülung ist defekt, das Wasser läuft ständig nach. Der mehrmalige Versuch, das zu beheben, scheitert. Doch alsbald schlafen wir ein und hören nichts mehr. Merkwürdigerweise hat sich die Wasserspülung bis zum anderen Morgen "erholt" und gibt RZebrauhe.

Wir zählen seit jeher zu den Frühaufstehern. Beim ersten Blick aus dem Fenster begrüßen uns Affen, Antilopen, Springböcke und allerhand exotische Vögel vor unserem Rondavel. Wir frühstücken sehr zeitig im Restaurant und verlassen das Camp. Heute ist unser erster ganzer Tag im Krüger Nationalpark. Den wollen wir genießen und möglichst viele Tiere sehen. Unser Tagesziel ist das Olifants Camp, das ca. 200 km vom Pretoriuskop Camp entfernt liegt. Bei der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkung und den zu erwartenden Pausen zwecks Wildbeobachtung ist die Zeit kostbar. Das Wetter ist hervorragend - es ist heiß und die Sonne lacht von einem blauen Himmel. Kaum haben wir das Camp verlassen, läuft uns schon ein Leopard über den Weg. Und die ersten Zebras lassen sich auch schon bestaunen. Damit habePfeiln wir so schnell nicht gerechnet. Jedenfalls ist die Kamera noch nicht "schussbereit", Nashornwas sich aber danach schnell ändert. Ein Nashorn liegt dösend am Straßenrand. Was für ein Koloss!!

Damit haben wir schon ziemlich am Anfang unserer Tour zwei der "Big 5" geseBüffelhen. Zu den "Großen Fünf" zählen Nashorn, Büffel, Leopard, Löwe und Elefant. Sie inspirieren den Besucher durch ihre Größe und Kraft. Bedingt durch ihre Größe benötigen sie ein weitläufiges Weidegebiet, um all ihren Erfordernissen zu genügen. Als Afrikas gefährlichste Tierart gilt der Büffel. Er zieht die offene Savanne mit hohen, groben Gräsern vor. Büffel leben in Herden von bis zu 500 Tieren. Häufig sieht man aber auch alte, einsame Bullen. Büffel gelten als aggressiv und können überraschend angreifen. Auf die ersten "Genossen dieser Art" treffen wir kurz vor dem Skukuza Camp.

SkEingang Suzukaukuza ist das größte Camp im Kruger Nationalpark und bietet Unterkunft für über 1000 Besucher. Das Camp liegt mitten im besten Wildgebiet und wir sehen hier reichlich Tiere, jedoch auch reichlich Menschen.

Skukuza ist gleichzeitig der Mittelpunkt des Krüger Nationalparks und hat sogar einen eigenen Flughafen und Autoverleih. Mit den vielen Hütten ähnelt das Camp einem kleinen Dorf. Im Camp findet man eine Werkstatt, eine Tankstelle, 2 Restaurants, ein Postamt, ein Café und eine Bank. Wir nutzen die Gelegenheit, tauschen einige Traveller Cheques ein und kaufen uns eine kleine Brotzeit.

Tiere zu fotografieren ist im Krüger Park Gelbschnabeltokoüberhaupt kein Problem, denn sie kommen oft sehr nah ans Auto heran. Manchmal hört man grollende Elefanten oder schnaubende Hippos eher als man sie sieht. Oder plötzlich steht eine Giraffe mitten auf der Straße. Manchmal muss man auch anhalten, denn die Tiere haben natürlich immer Vorfahrt. Sieht man schon von Weitem eine Autoansammlung, weiß man, dass es etwas zu sehen gibt! Obwohl es sehr heiß ist - der frühe Morgen und kurz vor Sonnenuntergang sind die beste Zeit für TiGlanzstarerbeobachtungen - sehen wir auch am Mittag jede Menge Tiere, die ziemlich munter sind. Vor allem exotische Vögel machen laut auf sich aufmerksam! Im gesamten Gebiet des Krüger Parks führen 5 Flüsse ganzjährig Wasser: Crocodile, Sabie, Olifant, Letaba und Luvuvhu River. Außerdem gibt es zahlreiche Wasserlöcher, die auf der Karte aufgeführt sind. Hier versammelt sich die Tierwelt besonders gern.

Am späten Nachmittag dieses Tages kommen wir im Olifants Camp an. Auch hier haben wir wieder ein komfortables Rondavel zur Verfügung, das keine Wünsche offen lässt. Das terrassenförmig angelegte Camp liegt auf einem Felsen oberhalb des südlichen Ufers des Olifants River mit herrlicher Aussicht auf die weite Savannenlandschaft bis hin zu den Lebombo Bergen. Viele Tiere, besonders Elefanten und Nilpferde versammeln sich am 100 m tiefer gelegenen Fluss. Eine schön angelegte Aussichtsplattform mit Sitzbänken lädt zur Tierbeobachtung in den frühen Abendstunden ein. Es gibt im Rastlager eine Tankstelle, sowie ein Lebensmittelgeschäft und ein Restaurant (neu seit 2002). Hier lassen wir bei einem leckeren Abendessen diesen erlebnisreichen Tag ausklingen.

 

Sa, 22.09.2007


Wir stehen um 5.30 Uhr auf, frühstücken im Restaurant und verlassen das Camp. Bis zum Mittag wollen wir noch im Krüger Park bleiben und dann den Park am Orpen Gate verlassen. Das liegt ca. 100 km vom Olifants Camp entfernt.

Auf dem Wege dorthin sehen wir wieder sehr viele Tiere. Am meisten beeindruckt uns eine Elefantenherde. Löwen ruhen sich nach großer Mahlzeit - sie hatten ein Impala gerissen - am Straßenrand aus, Bilder und Erlebnisse, die wohl immer in Erinnerung bleiben!

 

ElefantenherdeLöwen

Pfeil

Unser heutiges Ziel ist die Elephant Plains Game Lodge. Sie liegt im nördlichenTeil von Sabi Sand am Rande einer weiten Grasebene.