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Von Lom fahren wir nach Oslo und mit der Fähre zurück nach Kiel




Fr, 23.08. 2002

Heute müssen wir den Geiranger Fjord verlassen. Das Wetter zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Wir fahren über die Geirangerveien, der im Winter gesperrten Passstraße, die wir gestern schon bis zur Djupvasshytta (Abzweig zur Dalsnibba) gefahren sind. Wir durchfahren eine herrliche Hochgebirgslandschaft. Es geht vorbei an einem riesigen Hochgebirgssee, in dessen Stabkirche Lomruhiger Wasserfläche sich die umliegenden Berge spiegeln. Es geht weiter nach Lom. Hier besichtigen wir die alte Stabkirche und kaufen noch zur Erinnerung Postkarten, die die Innenansicht zeigen. Das ist billiger. In Otta stoßen wir wieder auf die E6. Da wir genügend Zeit haben, fahren wir bis Domb å s, wo wir vorgestern nach Geiranger abgebogen waren, nordwärts zurück. So haben wir die Möglichkeit, das Gudbrandsdal in Gänze zu durchfahren. Das Tal fängt bei Domb å s an und erstreckt sich südwärts bis Lillehammer. Den Teil von Vinstra bis Lillehammer lernen wir morgen bei unserer Fahrt nach Oslo kennen. Den Teil von Dombås bis Vinstra schauen wir uns auf der heutigen Fahrt an.

Das Tal folgt einem Flusslauf, ist abwechselnd mal sehr breit und dann wieder durch aufragende Berge stark geschmälert. Landwirtschaft prägt das ganze Tal. Die Felder sind inzwischen abgeerntet. Das letzte Heu wird gerade geschnitten und getrocknet. In Vinstra biegen wir auf die Peer Gyntveien ab, an der unser Hotel (Fefor Hoifjellshotell) liegt. Es ist wiederum ein altes, traditionsreiches Haus. Es liegt sehr einsam in schöner Landschaft an einem See in 1000 m Höhe. Zum Hotel gehören auch Hütten, die gemietet werden können. Im Sommer wird hier viel auf dem Fjell gewandert, im Winter ist hier ein ideales Skigebiet (ein wenig alpin, aber hauptsächlich Langlauf). Auch viele private Hütten sehen wir auf einem Spaziergang vor dem Abendessen.

 

Sa, 24.08. 2002

Die letzte Nacht im Hotel war sehr heiß, da den ganzen Tag die Sonne ins Zimmer geschienen hatte und man das Fenster nur einen kleinen Spalt öffnen konnte. So schliefen wir in der Nacht Stabkirche Ringebunicht so gut. Wir stehen früh auf und machen uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Oslo. Unterwegs fahren wir noch an der Stabkirche von Ringebu vorbei. Ein Abstecher ins Zentrum von Lillehammer schlägt fehl, da die Innenstadt im Stau erstickt. Wir fahren also weiter nach Oslo.

Das Hotel (Holmenkollen Park Hotel Rica) liegt diesmal nicht in der Innenstadt, sondern am Holmenkollen. Es ist sehr schön, aber mit 11 km zu weit von der InnenstadtKarl Johans Gate Oslo entfernt. Parken können wir am Lieferanteneingang kostenfrei. In die Stadt fahren wir mit der U-Bahn in 25 Minuten.

Wir bummeln die Karl Johanns Gate bis zum Schloss hinauf und wieder hinunter. Dabei passieren wir das Nationaltheater, die alte Universität, das Parlamentsgebäude und die Domkirche. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Abstecher zum Rathaus. In dessen Umgebung hat sich in 31 Jahren viel verändert. Damals stand es viel freier als heute. Gegen 21.00 Uhr nehmen wir die U-Bahn zurück nach Holmenkollen. Der Holmenkollen liegt hoch über Oslo und bietet einen phantastischen Blick auf die Stadt und den Oslofjord.

 

So, 25.08. 2002

Heute haben wir volles Programm. Das Wetter ist herrlich, und nach dem Frühstück fahren wir zunächst in den Vigelandpark. Obwohl wir das letzte Mal vor 31 Jahren dort waren,Vigeland Park hat sich kaum etwas verändert und wir erkennen alles wieder. Die Figuren der nackten Menschen jeden Alters sind so einprägsam in ihren Erscheinungen, dass man sie nicht mehr vergisst. Bis auf Renovierungsarbeiten an der Eingangsbrücke ist alles wie früher. Auch diesmal sind wir wieder beeindruckt. Dies wird durch das schöne Wetter noch verstärkt.

Danach fahren wir zum Osloer Rathaus. Die interessante Halle mit der Marmortreppe und den Riesengemälden haben wir noch in bester Erinnerung. Vor 31 Jahren haben wir außer der Halle auch noch andere Räume sehen können. Im Innern des Rathauses hat sich nichts verändert. Nur um das Rathaus herum ist viel Neues entstanden. Mit „Aker Brygge“ ist dort am Hafen ein Restaurant- und Einkaufsviertel errichtet worden. Am Abend kann man hier schön essen und flanieren. Eine Besichtigung der Domkirche ist nicht möglich, da sie wegen einer Veranstaltung geschlossen ist.

WeiterFestung Akershus geht es zur Festung Akershus. Sie liegt direkt am Hafen und bietet, da sie erhöht liegt, herrliche Blicke auf die Stadt mit Hafen und Fjord. Hier sparen wir uns eine Besichtigung des Inneren. Die alten norwegischen Könige, die hier bestattet sind, interessieren uns nicht so besonders.

Wir nutzen den Nachmittag zu einer Bootsfahrt zur Insel Bogdy.Wikingerschiff Hier besuchen wir das Wikingerschiff-Museum. Es ist alles noch wie vor 31 Jahren. Die ausgestellten Schiffe sind jetzt nur mehr verstaubt. Man wagt wohl nicht, Hand an sie zu legen, um sie zu erhalten. Die Schlitten und Wagen aus der Wikingerzeit haben schon arg gelitten. Zur Zeit werden sie untersucht, und man sucht nach Wegen, den Verfall zu stoppen. Die staubigen Schiffe machenHotel am Holmenkoillen uns durstig. An der Bootsanlegestelle entspannen wir uns bei Bier und Mineralwasser. Zurück am Rathaus essen wir noch auf der Aker Bryggen in einem italienischen Restaurant zu Abend.

Die Fahrt mit der U-Bahn zum Hotel ist für uns inzwischen schon Routine. Ermüdet schleppen wir uns von der U-Bahn-Station den Berg hinauf zum Hotel. Es liegt wunderschön hier oben direkt neben der Skischanze des Holmenkollen. Die Luft ist kühler und angenehmer als in der Stadt, deren Lichter zu uns hinauf glitzern.

 

Mo, 26.08. 2002

Heute geht es mit der Fähre heimwärts von Oslo nach Kiel. Wir müssen spätestens um 12.00 Uhr an der Fähre sein, da die Abfahrt um 13.30 Uhr ist. Wir fahren früher hin, und es stehen Oslofjordschon eine Menge Autos dort. Ab 11.00 Uhr wird abgefertigt und das Schiff fährt pünktlich ab. Es ist warm, und die Sonne strahlt von einem blauen Himmel. Ein letztes Mal werfen wir noch einen Blick auf Oslo, und dann geht es durch die Schären im Oslofjord. Wir reservieren einen Platz für das Büfett um 17.30 Uhr. Es ist gut und seinen Preis wert. Danach verbringen wir noch einige Zeit achtern auf Deck und genießen bei ruhiger Fahrt den Sonnenuntergang. Anschließend geht's zum Schlafen in unsere Außenkabine.

 

Di, 27.08. 2002

Wir stehen früh auf, damit wir um 7.00 Uhr beim Frühstück sind. Als wir dort ankommen, ist es schon brechend voll. Wir finden kaum einen Platz. Das Büfett ist auch schon mächtig abgeräumt und sieht nicht mehr sehr appetitlich aus. Außerdem lässt die Qualität zu wünschen übrig.

Das Schiff legt pünktlich um 9.30 Uhr in Kiel an. Bis kurz nach 10.00 Uhr sind wir wieder mit dem Auto an Land und fahren direkt Richtung Heimat. Wir kommen gut voran und sind ca. 18.15 Uhr zu Hause. Damit ist die große Skandinavienfahrt beendet. Wir sind insgesamt über 8000 km gefahren und haben viel gesehen. Skandinavien ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehr teuer. Aber schließlich fahren wir ja nicht jedes Jahr in den Norden.

Gefahrene Kilometer: 8.164 km