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Von Hammerfest nach Tromsoe und Narvik


Mi, 14.08. 2002

Heute stehen wir früh auf, da wir ca. 550 km zu bewältigen haben. Das fällt uns bei obiger Hotelbeschreibung nicht schwer. Heute geht es von Hammerfest nach Tromsoe. Das Frühstück im Hotel war schlechter als sonst, aber das ist wohl so in Norwegen. Im Gegensatz zu gestern ist der Himmel bedeckt, aber es regnet nicht. Bevor wir Hammerfest verlassen, wollen wir noch den Meridianstötten besichtigen. Wegen schlechter Beschilderung finden wir ihn kaum. Er steht versteckt in einer Industriegegend. Vor 31 Jahren stand er noch ziemlich allein da und es waren keine Schuppen und Lagerhallen drum herum.

Es geht gen Süden mit Ziel Tromsø. Wir hoffen, viel von dem wunderbaren Lyngenfjord, dem wohl schönsten Fjord Nordnorwegens, zu sehen. Das Wetter ist leider nicht so schön. Die Berge verschwinden teilweise in den Wolken. Tiefliegende Wolkenfetzen liegen über dem Fjord. Fotografieren lohnt sich nicht, aber filmen können wir schon. Es entstehen auch stimmungsvolle Aufnahmen. Aber bei Sonne wäre natürlich alles viel schöner. Die Ausmaße der den Fjord umgebenden Berge lassen sich bei den Wolken oft nur erahnen. Leider! Aber zur Zeit spielt das Wetter in ganz Europa verrückt. In Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei fallen Regenmengen wie noch nie registriert. Viele Städte sind überschwemmt. Die Schäden gehen in die Milliarden. Abends versichern wir uns über unser Handy per SMS bei unseren Kindern, dass zu Hause alles in Ordnung ist. Wir sind beruhigt. ("Oder-Hochwasser")

90 km vor Tromsø fängt es auch hier an, kräftig zu regnen. Die schöne Landschaft versteckt sich hinter einem grauen Schleier. Zu sehen ist von ihr kaum etwas. Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir Tromsø. Es regnet weiterhin in Strömen, und es erweist sich als schwierig, das Hotel (Clarion Hotel Bryggen) zu finden. Das Zimmer ist diesmal sehr ordentlich, das Bad auch. Dieter braucht auch nicht in einem Notbett zu schlafen.

Bei strömendem Regen gehen wir durch die Innenstadt von Tromsø, die nicht sehr groß ist. Das schlechte Wetter verhindert das Filmen und Fotografieren. Ein „Burger King“ macht Hoffnung auf ein billigeres Abendessen. Aber die Preise sind hier 2,5 mal teurer als in Deutschland. Für einPfeil nach oben kleines Menü zahlen wir ca. 11.50 € pro Person!!! Na ja, dann nichts wie etwas schnell essen und zurück ins Hotel. Mehr ist heute nicht mehr drin bei diesem ungemütlichen Wetter!

 

Do, 15.08. 2002

Heute zeigt sich das Wetter von seiner schöneren Seite, so dass wir etwas von dieser wirklich schönen Stadt sehen können. Wir packen nach dem Frühstück das Auto, checken aus dem TromsoeHotel aus und bummeln durch die Stadt. Wir gehen etwas einkaufen und machen unsere Foto- und Filmaufnahmen. Weil das Wetter immer besser wird, entschließen wir uns, mit der Seilbahn auf den 420 m hohen Storsteinen zu fahren. Die Aussicht auf die Stadt und die Umgebung ist phantastisch.

WirEismeerkathedrale fahren schnell wieder hinunter, da wir noch die sogenannte „Eismeerkathedrale“ besichtigen wollen. Sie wurde 1965 errichtet und ist weithin sichtbar. Im Innern ist ein Glasgemälde sehenswert!

Die nächste Station auf der Reise ist Narvik. Hier war Anita's Vater im 2. Weltkrieg stationiert, keine schöne Erinnerung!

Es sind 250 km bis Narvik. Die Fahrt verläuft zügig durch schöne Landschaft an einigen Fjorden vorbei. Das Wetter wird immer besser. Wir erreichen gegen 15.30 Uhr unser Hotel (Grand Royal Hotel) in Narvik.

Narvik ist längst nicht so schön wie Tromsø. Hier haben wir besonders das Gefühl, dass es schmuddelig ist. Das ist uns übrigens bisher in anderen norwegischen Städten auch schon aufgefallen. Die Fenster werden wohl generell nicht geputzt. Die Häuser sehen nicht gepflegt aus.

Einige Narvik Wegweisermarkante Punkte in der Stadt erkennen wir nach 31 Jahren wieder, so die Wegweisertafel mit den Entfernungsangaben und einen Anker des 1940 gesunkenen Panzerschiffes „Norge“ vor dem Kriegsmuseum. Alles andere ist fremd.

Der hässliche Erzhafen mit seinen Einrichtungen teilt immer noch die Stadt, hat aber nicht mehrNarvik so große Bedeutung. Wegen des guten Wetters fahren wir mit der Seilbahn noch auf das 1250 m hohe Fagernesfjell, um Stadt und Umgebung von oben betrachten zu können. Der Endpunkt der Seilbahn ist nicht ganz günstig gewählt. Eine kleine Bergkuppe behindert die freie Sicht. Wir müssen ein paar Höhenmeter hinabsteigen. Aber auch von hier oben kann man der Stadt wenig Schönes abgewinnen. Nur die entfernten Berge der Vesterälen sind schön anzusehen.

Nach dem Abendessen im Hotel schlendern wir noch über die Kongensgate, Pfeil nach oben die Hauptgeschäftsstraße. Aber viel ist nicht los und wir kehren alsbald zum Hotel zurück. Das Wetter ist jetzt ganz schön. Hoffentlich bleibt es für die Lofoten so.