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Vom Vättersee nach Stockholm und mit der Fähre nach Helsinki


Mo, 05.08. 2002

Heute morgen ist es wenig bewölkt und es verspricht schön zu werden. Wir stehen früh auf, Runensteindamit wir auf dem Weg nach Stockholm noch einiges besichtigen können. Um 9.00 Uhr geht es los. Runensteine in Rök besichtigen. Nicht leicht zu finden, aber es gelingt doch. Es sind keine Steine, sondern nur ein Stein. Etwas enttäuscht sind wir schon.

DurchVadstena eine liebliche Landschaft geht es am Vättersee nordwärts nach Vadstena, eine wirklich schöne Stadt mit Schloss und Hafen. Inzwischen strahlt auch die Sonne von einem weiß-blauen Himmel (wie von Bayern gewohnt). Es hat sich gelohnt, für diese Strecke die E4 zu verlassen. Auf dieser Nebenstrecke fahren wir entlang des Götakanals, der Ost- und Nordsee miteinander verbindet und dabei einige Höhenmeter zu überwinden hat. Deshalb sehen wir viele Schleusen, insbesondere im Ort Berg. Im Sommer wird der Kanal von vielen Urlaubern mit Segelschiffen und Hausbooten benutzt. So eine Fahrt muss romantisch sein. Schon die vorbeiziehende Landschaft strahlt völlige Ruhe aus. Ein Urlaub ohne Hektik, einfach zum Relaxen.

Kurz vor Stockholm besuchen wir noch Tullgarn Slot. Es wird von der schwedischen Tullgarn SlotKönigsfamilie noch genutzt, insbesondere vom König im Herbst zur Jagd und zum Fischen. Das Schloss ist nicht mehr im besten Zustand (fehlt das Geld?), liegt aber wunderschön.Von hier sind es nur noch 40 km bis Stockholm. Wir schlängeln uns durch den Großstadtverkehr und kämpfen uns gegen Einbahnstraßen und Fußgängerzonen bis hin zu unserem Hotel (Rica City Hotel), das wir ca. 15.30 Uhr erreichen.

Es ist Stockholmer Schlossgewohnt gut und befindet sich direkt in der Innenstadt, nahe der Hauptgeschäftsstraße. Unser Auto wird gegenüber dem Hotel in einem Parkhaus teuer "gebunkert "(ca. 25 € pro Tag). Aber was soll's! Parken in Stockholm ist sonst fast nicht möglich. Bußgelder oder Abschleppen wird teurer. Weil wir zentral wohnen, können wir alles zu Fuß machen. Der erste, abendliche Spaziergang gilt der Altstadt mit Parlament und Schloss. Dieser Rundgang dient aber nur der ersten Information und der Bewegung nach der langen Autofahrt. Wir kaufen auch schon ein paar Souvenirs, aber dann geht es zurück ins Hotel.

 

Di, 06.08. 2002

Heute ist ein sonniger Tag und wir absolvieren unser volles Programm. Zunächst geht es zum Stadshuset (Rathaus). Wir wollen das schöne Wetter nutzen, um vom Turm aus einen Blick Stadthuset auf das „Venedig des Nordens“, wie man Stockholm auch nennt, zu werfen. Es ist phantastisch. Stockholm ist wahrlich eine wunderbare Stadt. Verteilt auf Inseln mit viel Wasser dazwischen. Städte am Wasser sind immer reizvoll und schön. Vom Stadshuset geht es weiter auf die Insel Riddarholmen.

HierRyddarholmenskyrka ist die Riddarholmskyrka, die Begräbniskirche der schwedischen Könige. Könige aus der jüngeren Vergangenheit finden wir hier allerdings nicht. Sie werden wohl inzwischen woanders beigesetzt. Vorbei am Riddarhuset, in dem die schwedischen Ritterschaften früher ihre Versammlungen abhielten, gelangen wir wieder nach Gamla Stan (Altstadt). Hier besichtigen wir die Tyska Kirke (Deutsche Kirche), die zur Hansezeit im ehemals deutschen Viertel der Altstadt errichtet wurde. Auch heute noch sieht man viel Deutsches in diesem Straßenkarree der Altstadt. In unmittelbarer Nähe des Schlosses befindet sich die Storkyrka (Domkirche). Hier finden Hochzeiten, Taufen u.ä. der königlichen Familie statt.

Weiter geht es zum Vasa-Museum. Dort ist die 1628 nach dem Stapellauf gesunkene, und 333 Jahre später wieder gehobene Vasa (ein Kriegsschiff) zu besichtigen. Die Restaurierung und Konservierung des Schiffes ist bis heute nicht abgeschlossen. Wir selbst haben 1971 die Überreste an einem anderen Platz als heute besichtigen können. Sie wurden jahrzehntelang mit Wasser und Konservierungsmitteln besprüht, damit sie nicht verfallen. Heute steht die Vasa in einem eigens für sie erbauten Museum. Zum Erhalt des Schiffes wird ein spezielles Klima erzeugt. Die Rekonstruktionsarbeiten dauern immer noch an. Der Besuch des Museums nach 31 Jahren war wirklich ein Erlebnis.Skansen

In unmittelbarer Nähe des Vasa-Museums liegt das Freilichtmuseum Skansen. Auch dies haben wir schon vor 31 Jahren besucht. Offensichtlich hatten wir noch vom letzten Besuch vor 31 Jahren falsche Erinnerungen. Deshalb war der jetzige Besuch etwas enttäuschend, aber dennoch haben wir einiges an Informationen mitgenommen.

Auf dem Rückweg zum Hotel spüren wir die Strapazen des Tages. Dieter hat Blasen an den Füßen, Anita klagt über Rückenschmerzen. Zurück im Hotel können wir uns ausruhen und Kräfte für den nächsten Tag sammeln.

 

Mi, 07.08. 2002

Heute ist unser letzter Tag in Stockholm. Am Nachmittag soll es mit der Fähre nach Helsinki gehen. Wir nutzen den Vormittag für ein paar Einkäufe, verlassen danach das Hotel (Parkgebühr für 2 Tage 50.- €) und fahren bei strahlendem Sonnenschein zum Schloss Drottningholm, dem ständigen WohnsitzDrottningholm der Königsfamilie. Das Schloss liegt 11 km vom Stadtzentrum entfernt in einer wunderschönen Gegend mit viel Wasser drum herum. Wir machen noch Brotzeit im Park und fahren gegen 13.30 Uhr wieder in die Stadt zum Fährterminal der Silja Line nach Helsinki. Gegen 15.00 Uhr checken wir ein. Um 15.30 Uhr sind Auto und wir versorgt.

Das Schiff ist gewaltig, 13 Decks = Stockwerke hoch. Wir haben oben im 10. Deck eine Außenkabine. Wir besorgen uns Karten und reservieren einen Tisch für das kalte Büfett um 19.00 Uhr. Dieses Büfett ist phantastisch und sein Geld von 25.- € pro Person wert.

Auf zwei Decks befinden sich Geschäfte, Restaurants, Bars, Kinos, Casinos und ein Duty FreePfeil nach oben Shop. Es gibt ein Schwimmbad mit Saunen, ein Sonnendeck und Kinderspielplätze. Das Schiff ist eine Stadt für sich. Nach dem Büfett spazieren wir auf dem Sonnendeck und genießen die Stockholmer und schwedischen Schären. Es dauert ca. 4 Stunden, bis wir das offene Meer erreichen werden. Dann werden wir schon zu Bett gegangen sein.

Die Zeit in Helsinki ist uns um 1 Stunde voraus. Gegen 9.30 Uhr Ortszeit am 08.08.2002 sollen wir Helsinki erreichen. Jetzt genießen wir noch die Fahrt auf ruhiger See und den Sonnenuntergang. Gleich gehen wir zu Bett und schlafen hoffentlich ruhig.

 

Do, 08.08. 2002

Die Fährfahrt verläuft absolut ruhig. Wir haben, trotz des üppigen Büfetts am Abend zuvor gut geschlafen. Wir hatten den Wecker auf 6.15 Uhr gestellt, damit wir um 7.00 Uhr beim Frühstück sein konnten. Trotz der frühen Stunde ist es schon ziemlich voll. Wir frühstücken wie immer reichlich, denn so geht sich der Tag unserer Meinung nach besser an. Die Fähre ist pünktlich um 9.30 Uhr in Helsinki. Wir begeben uns sofort zum Hotel (Scandic Hotel Grand Marina) und bekommen auch schon unser Zimmer. Einen Parkplatz vor dem Hotel finden wir zufällig auch sofort. Er kostet aber 10.- € pro Tag Gebühr. Egal, Hauptsache, das Auto steht gut und braucht nicht mehr bewegt zu werden.

Wir fangen sofort mit unserem Besichtigungsprogramm an. Helsinki ist längst nicht soUspenski Kathedrale schön wie Stockholm, aber es gibt doch ein paar Sehenswürdigkeiten: Uspenski Kathedrale, Marktplatz am Hafen (der Hafen liegt mitten in der Stadt), Rathaus und Präsidentenpalais, Markthallen, Esplanade, Senatsplatz mit Domkirche, Regierungspalais, Universität und Universitätsbibliothek.

Im NordenDom in Helsinki der Stadt besichtigen wir noch die Felsenkirche, eine in Fels gehauene, unterirdische Kirche, die überkuppelt ist. Die Kirchenwände bestehen aus nacktem, unbehauenem Fels. Das Sibelius-Denkmal, noch weiter im Norden der Stadt, schaffen unsere Füße nicht mehr. Die Blasen melden sich bei jedem Schritt.

Im Kaufhaus Stockmann (ehemaliger Lübecker Geschäftsmann um Pfeil nach oben1862) essen wir noch zu Abend und gehen dann, etwas erschöpft, wieder ins Hotel. Morgen wollen wir nach Norden aufbrechen. Dabei werden wir in der ersten Etappe die finnische Seenplatte durchqueren.