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Von Puttgarden über Kopenhagen zum Vättersee


Do, 01.08. 2002

An diesem Tag brechen wir zu einer Reise auf, die wir bereits vor genau 31 Jahren, also 1971, ein Jahr vor unserer Hochzeit, unternommen hatten.

Wir fahren um 7.20 Uhr von Gauting ab. Unser Ziel an diesem Tag ist Lübeck. Wir fahren den ganzen Tag von einem Gewittersturm in den anderen. Es schüttet nur so vom Himmel, und die Scheibenwischer packen den Regen kaum in der höchsten Geschwindigkeitsstufe. Ab Hannover ist es besonders schlimm. Wir erreichen unser Hotel (Schweizerhaus) so gegen 15.15 Uhr. Wir finden bei Ankunft in Lübeck besseres Wetter vor. Eine kurze Stadtbesichtigung kann trockenen Fußes stattfinden, aber am Abend erwischt uns der Regen doch wieder.

Das Hotel ist einfach, aber sauber, ruhig und gut.

Hier sieht man die genaue Reiseroute durch Skandinavien

Fr, 02.08. 2002

Das Wetter ist bedeckt und regnerisch. Wir fahren nach dem Frühstück vorzeitig nach Puttgarden in der Hoffnung, eine frühere Fähre nach Rödby zu bekommen. Es klappt. Wir gewinnen Zeit für Kopenhagen. Puttgarden Fähre Das Hotel (DGI Byens Hotel) ist relativ schnell gefunden und liegt zentral in der Nähe des Bahnhofs und des Tivolis. Wir wollen alles zu Fuß machen. Das Auto soll beim Hotel stehen bleiben. Dafür müssen wir 90.- DKK (ca. 12.- €) pro Tag berappen.

Nach einem Kaffee um 15.00 Uhr geht es auf die erste Besichtigungstour. Das Wetter sieht freundlicher aus und es bleibt trocken (Wir haben ja auch Schirme mitgenommen!). Wir machen Rundgang 1 nach Baedeker. Es gestaltet sich etwas schwierig, da die Karte im Baedeker nicht sehr genau ist. Aber wir sehen Rathausplatz mit Rathaus, Ströget (EinkaufRathaus in Kopenhagensstraße), Schloss Christiansborg (Folketing), Nyhavn.

Das Abendessen in einem Lokal am Nyhavn haben wir uns unserer Meinung nach verdient. Aber der Schreck folgt auf dem Fuße. Es ist sehr teuer. Die angegebenen Preise waren ohne Mehrwertsteuer ausgezeichnet (25%), und für ausländische Kreditkarten wird nochmals ein Zuschlag verlangt. Wir zahlen 465.- DKK (ca. 70.- € !!!) für gegrillten Lachs und drei Bier. Noch während des Essens fängt es wieder an zu regnen. Der abendliche Besuch im Tivoli muss deswegen ausfallen. Hotel ist angesagt.

 

Sa, 03.08. 2002

Es wird wohl wieder ein Tag mit Regen, zwar nicht fest, aber durchnässend. „Schnürlregen“ sagt der Salzburger dazu. Zum Laufen, Fotografieren und Filmen wird es nicht sehr schön werden. Trotzdem machenSchloss Amalienborg wir uns auf den Weg. Gefilmt und fotografiert wird unter dem Schutz des Regenschirms. Highlights des Rundgangs sind Schloss Amalienborg, Amalienborg Slot, Marmorkirche und natürlich die „lille Havnfru“, die kleine Meerjungfrau. Eigentlich sollte es weitergehen zum Rosenberg Slot, aber der Regen treibt uns in ein Lokal. Diesmal reine Frukost (Mittagessen), etwas billiger als gestern abend, aber immer noch knapp 30.- €!! Diesmal war die MOMS (Mehrwertsteuer) schon im Preis und Zusatzgebühr für ausländische Kreditkarten wurde auch nicht verlangt.

Zum Schutz vor dem Regen geht es danach ins Magazin du NordKleine Meerjungfrau. Anita hat eine spezielle Haarbürste zu Hause vergessen. Jetzt muss eine neue gekauft werden, aber auch diese ist hier sehr teuer (7.- €). Ob die Dänen alle soviel Geld verdienen? Wir kaufen noch Wasser und Bier (ebenfalls schweinisch teuer) und ziehen uns wegen des weiteren Regens ins Hotel zurück.

Gegen 17.30 Uhr können wir dann doch noch in den Tivoli gehen. Es hat aufgehört zu regnen. Wir bleiben bis zur anbrechenden Dunkelheit, um auch die bunten Lichter filmen zu können. Zu Beginn des Besuchs bestellen wir ein schönes Abendessen zu den üblich hohen Preisen, dennoch haben wir es bei angenehmer Athmosphäre genossen und der Preis hat uns dieses Mal nicht leid getan!

 

So, 04.08. 2002

Auch heute morgen regnet es nicht, und es sieht nach Wetterbesserung aus. Wir verlassen Kopenhagen gegen 10.00 Uhr in Richtung Schweden. Ziel ist Huskvarna am Vättersee. Wir fahren überYstad die imposante Öresundbrücke nach Malmö. Die Maut beträgt 220.- DKK (ca. 30.- €). Da Malmö nicht weit von Ystad in der Provinz Skane entfernt ist, beschließen wir einen Abstecher dorthin. Hier ist die Heimat und der Wirkungskreis von Kommissar Wallander. Durch die Romane von Henning Mankell sind er und der Ort weltberühmt geworden. Ystad ist ein nettes und verträLundumtes Städtchen mit vielen Fachwerkhäusern und einem Mc Donalds – Restaurant (also Mittagessen gerettet!). Lieblich ist die Stadt, aber wir müssen weiter. Es lockt noch ein Abstecher nach Lund.

In Lund ist die älteste romanische Kirche zu besichtigen. Ein wirklich imposanter Bau mit fast 1000 Jahren auf dem Buckel. Wir lassen uns eine Besichtigung nicht entgehen. Der Ort selbst ist durchschnittlich. Zu erwähnen bleibt, dass hier eine bekannte technische Hochschule angesiedelt ist.

Danach geht's weiter in Richtung Jönköpping und Huskvarna am Vättersee, dem zweitgrößten See Schwedens. Wir fahren durch eine liebliche, sehr bewaldete und mit vielen kleinen Seen durchsetzte Landschaft. Die Sonne lacht vom Himmel, und die weißen Quellwolken bieten Pfeil nach oben den Kontrast dazu. Das Hotel in Huskvarna (Quality Hotel Winn) ist Spitze, die Preise für das Abendessen auch, aber die schöne Landschaft, der See und der phantastische Sonnenuntergang entschädigen für alles.