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Jadebuddhatempel - Transrapid - Peace Hotel


Di, 31.10.2006

Heute ist der letzte Tag vor unserer Abreise. Da am 2. Besuchstag der vorgesehene Besuch des Jade Buddha Tempels wegen mangelnder Teilnehmerzahl ausgefallen war, besuchen wir diesen Tempel heute zusammen mit 2 anderen Reiseteilnehmern aus unserer Gruppe auf eigene Faust. Für 40 Yuan ( 4 Euro) lassen wir uns gegen 9.30 Uhr per Taxi zum Tempel bringen.

DerJade Buddha Tempel Jade Buddha Tempel ist ein buddhistischer Tempel. Er wurde im Jahr 1882 mit zwei Jade - Buddha Statuen gegründet, die aus Burma auf dem Seeweg nach Shanghai gebracht wurden. Die Eingangshalle zum Tempel steht direkt an der Straße. In der Kuturrevolution über die Türflügel geklebte Mao-Bildnisse verhinderten die Zerstörung des Tempels. Die Rotgardisten hätten nämlich beim Eindringen Mao "zerreißen" müssen!

Der Jade Buddha Tempel umfasst 3 Haupthallen: Buddha- Statuedie Halle der Himmelskönige mit den 4 Tempelwächtern, die Große Halle und die Halle der Weisheit des Abtes. Die größte Figur zeigt den 1,95 m großen sitzenden Buddha im Moment seiner Erleuchtung. Sie befindet sich im Obergeschoss der letzten Halle. Der liegende Buddha zeigt den Eintritt ins Nirwana. In den Tempelrestaurants des Jade Buddha Tempels werden mittags zwischen 11.30 Uhr und 13.00 Uhr für wenig Geld vegetarische Gerichte serviert, eine Seltenheit in Shanghai!

NachBlick auf den Bund dem Besuch des Tempels fahren wir gemeinsam mit dem Taxi zurück zum Bund. Dort trennen wir uns von den beiden anderen Reiseteilnehmern. Das Wetter ist sehr schön, vor allem ohne den Shanghaier Dunst. Wir wollen dies zum Fotografieren nutzen. Mit der Touristik Tunnel Bahn geht es noch einmal nach Pudong. Dort haben wir gute Lichtverhältnisse für den Bund. Unseren Mittagssnack nehmen wir wieder im Starbucks ein.

Der letzte große Höhepunkt unseres Shanghai-Aufenthaltes soll eine Fahrt mit dem Ticket TransrapidTransrapid zum Flughafen und zurück sein. Morgen soll die Rückfahrt zum Flughafen zwar auch mit dem Transrapid erfolgen, aber mit Koffer und Handgepäck ist ein Fotografieren und Filmen nicht möglich. Deshalb wollen wir dies heute in Ruhe tun. Per Taxi lassen wir uns zum Transrapid - Bahnhof bringen. Ein Rückreiseticket kostet pro Person 80 Yuan, also ca. 8 Euro. Der Transrapid wird in Shanghai "Shanghai Maglev Train" genannt.

DieTransrapid 31 km weite Fahrt des Transrapid dauert ca. 7 Minuten. Nach 3½ Minuten ist die Betriebsgeschwindigkeit von 431 km/h erreicht. Sie wird für 50 Sekunden gehalten, bevor die Verzögerungsphase beginnt. Die Transrapid-Strecke in Shanghai ist die erste kommerzielle Anwendung des deutschen Systems. Die Baukosten beliefen sich auf 1,2 Milliarden Euro. Im März 2006 genehmigte der chinesische Staatsrat den Ausbau der Transrapidstrecke von Shanghai nach Hangzhou . Die etwa 170 km lange Strecke soll bis zur Expo im Jahr 2010 fertig gestellt werden.

Nach dem Transrapid-Geschwindigkeitsrausch lassen wir uns zurück zum Bund Blick auf den Huangpuchauffieren. Im Dachgartencafe des Peace Hotels genießen wir bei Capuccino und Bier die phantastische Aussicht auf den Huangpu und die Stadt. Ein Teil des Dachgartens ist abgesperrt, da ein Lebensmüder sich auf einer Ballustrade verbarrikadiert hat. Die Feuerwehr hat bereits unten alles abgesperrt und ein Sprungtuch ausgebreitet. Als wir nach einer Stunde das Cafe verlassen, sehen wirAbendessen gerade noch von der Straße aus, dass die Einsatzkräfte den Mann eines Besseren belehrt haben. Er klettert zurück und gibt auf.

Für den letzten Abend in Shanghai ist ein gemeinsames Abendessen aller Teilnehmer vorgesehen. Es findet nicht, wie angegeben, in einem lokalen Restaurant "mit Shanghaier Spezialitäten", sondern im Drehrestaurant unseres Hotels statt. Warum, kann Richard uns nicht erklären. Er "glänzt" sowieso durch Abwesenheit. Trotzdem: das Essen ist ausgezeichnet!

 

Mi, 01.11.2006

Heute werden wir um 9.30 Uhr vom Hotel abgeholt und zur Transrapid-Station gebracht. Von dort geht es zum Flughafen, wo das übliche Check-In stattfindet. Richard hatte sich bereits im Hotel wegen anderer Verpflichtungen verabschiedet und unser Gruppenvisum einem Teilnehmer mitgegeben. Pünktlich um 12.55 Uhr Ortszeit hebt der Airbus ab zum Heimflug nach Deutschland. Heftige Turbulenzen und der bei dieser Flugrichtung übliche Gegenwind lassen uns mit 50-minütiger Verspätung um 18.30 Uhr in Frankfurt landen. Der Zeitunterschied zu Shanghai beträgt jetzt 7 Stunden, da wir in Deutschland mittlerweile Winterzeit haben. Den anvisierten ICE nach München über Stuttgart erreichen wir nicht mehr, dafür aber etwas später mit viel Glück einen ICE über Nürnberg - Ingolstadt nach München. Dort treffen wir gegen 23.30 Uhr ein. Unser Sohn Jan bringt uns mit dem Auto sicher nach Hause.

Es war eine erlebnisreiche Reise mit vielen neuen Eindrücken. Shanghai hat uns beeindruckt, obwnach obenohl wir wissen, dass dies nicht das "echte" China ist. Enttäuscht waren wir - und mit uns die anderen Reiseteilnehmer - vom örtlichen Reiseleiter. Dies lag sicher nicht am Reiseveranstalter Gebeco, denn wir nehmen an, dass Gebeco nicht immer weiß, was die örtlichen Reiseagenturen vor Ort so treiben. Wir haben jedenfalls einen Bericht an Gebeco geschickt.