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Altstadt - Yu Garten - Jin Mao Tower


Fr, 27.10.2006

 

Stadtplan Shanghai

Prospekt des Ocean Hotels ohne Copyright zur freien Verfügung


Die Altstadt, die frueher Chinesenstadt hiess, ist begrenzt von einer ringfoermigen Strasse, die an Stelle der 1911 abgerissenen Stadtmauer angelegt wurde. In der Altstadt schlaegt das Herz der Stadt. Quirliges Treiben herrscht im Basarviertel, das im alten Stil neu aufgebaut wurde. Hier ist alles unverwechselbar chinesisch geblieben. Die Gassen sind sehr verwinkelt, ueberall qualmt und laermt es und In der Altstadtlange Besucherschlangen schieben sich durch die Ladengassen. Wir haben Muehe, unseren Reisefuehrer Richard im Auge zu behalten, denn er ist nicht gerade von grosser Statur und haelt das GeBeCo-Faehnchen lieber vor seinem Koerper anstatt in die Hoehe. Im Herzen der Altstadt befindet sich der Yu-Garten mit dem beruehmten Hu Xin Ting-Teehaus.

Der Yu Garten wurde in der Ming-Zeit angelegt und ist der einzige noch erhaltene klassische Garten Shanghais. Das Gartenerlebnis beginnt schon vor dem Tor mit einem FelsengebirgeWeg über die Zickzackbrücke am Teehaus Hu Xin Ting vorbei. Die Zickzackbrücke soll böse Geister verhindern, denn die vermögen sich der Sage nach nur geradeaus fortzubewegen. Der Eingang führt in den westlichsten Teil des Gartens mit der Drei-Ähren-Halle, einst ein Versammlungshaus. Dahinter erhebt sich jenseits eines Gold- und Karpfenteiches ein künstliches Felsengebirge. In irgendeinem Reiseführer steht, dass man den Garten am besten bei Regenwetter genießt, da dann das Gedränge gelindert ist. Dem müssen wir voll zustimmen!!

Nach dem Besuch des Yu Gartens und der Altstadt geht es per Bus weiter nach Pudong. Diese Fahrt steht nicht im Besichtigungsprogramm und muß extra bezahlt werden ( 120 Yuan = 12 Euro /Person). Da es mittlerweile schon 19.00 Uhr und die Dunkelheit hereingebrochen ist, lohnt sich eine Fahrt mit dem Aufzug auf den Jin Mao Tower. Mit der Bezahlung des Eintrittspreises erhalten wir eine Broschüre in englischer Sprache, die uns über die Besonderheiten des Turmes aufklärt und hier inhaltlich wiedergegeben wird:

Der Jin Mao Tower im Stadtteil Pudong ist mit 421 Metern derzeit das viert höchste Hochhaus der Welt. Der Jin Mao Tower wurde 1998 fertig gestellt, kostete etwa 600 Millionen Euro und verfügt über 88 Stockwerke. Auf einer Höhe von etwa 340 Metern liegt die Aussichtsplattform, die man für einen Eintrittspreis von umgerechnet 5 Euro inkl. Fahrstuhlpreis besichtigen kann. Exklusiv übernachten kann man im höchsten Hotel der Welt, dem Grand Hyatt Shanghai Hotel, das vom 53 bis 87 Stockwerk reicht. Zwischen Yin Mao Towerdiesen 34 Stockwerken gibt es in der Hotelhalle keine Decken und man kann vom 53. Stockwerk bis zum Ende des Turms schauen. Der Blick auf die Stadt Shanghai bei Dunkelheit von hier oben ist überwältigend. Leider sind die Lichtverhätnisse im Turm und die schräg gestellten Fenster zum Fotografieren äußerst ungünstig.

Die Zahl 8 ist eine Glückszahl und spielt beim Jin Mao Tower eine große Rolle: Staatschef Deng Xiaoping war bei der Auswahl des Designs 88 Jahre alt. Das Gebäude wurde am 28.08.1998 eingeweiht. Jedes Segment des Hochhauses ist um 1/8 schmaler als die 16-geschossige Basis. Auch an der Außenfassade spielt die "8" eine große Rolle. Das Gebäude ruht auf 80m langen Fundamenten aus Stahl. Das Äußere des Jin Mao Towers ist historischen Pagodenformen nachempfunden. Für die ca. 10.000 Menschen im Tower stehen 79 Lifte zur Verfügung: vom Erdgeschoss bis zum 88. Stock in 45 sec.!

ZumSkyline bei Nacht Abschluß dieses langen Tages haben mehrere Teilnehmer den Wunsch, irgendwo noch gemütlich zu Abend zu essen. Richard schlägt das sog. französische Viertel vor, welches sich östlich der Huaihai Lu erstreckt und noch aus der Kolonialzeit stammt. Mit dem Bus müssen wir ja sowieso wieder von Pudong aus auf nach obendie andere Seite der Stadt. Wir ziehen das Hotel ( und damit auch die Nähe des Bettes ! ) vor. Dort werden wir gegen 21.30 Uhr abgesetzt. Zu unserer Freude hat das Drehrestaurant im 28. Stock noch offen. Was hätte schöner sein können, als von hier bei einem kleinen Abendessen und einem fantastischen Blick auf die Skyline diesen langen, erlebnisreichen Tag gegen Mitternacht zu beenden.