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Flug nach Shanghai - Ankunft - Ocean Hotel


Vorwort

Die Hafenstadt Shanghai ist die größte Stadt und die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China . Sie gehört zu den größten Wirtschafts-und Handelszentren der Welt. Sie zählt 18 Millionen Einwohner, hinzu kommen noch einmal 3 Millionen Wanderarbeiter (Stand Oktober 2006), eine fast unvorstellbare Größe für europäische Verhältnisse. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ein bedeutendes Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern und Museen.

Schon lange hegten wir den Wunsch, diese Stadt zu besuchen. Bei dem Reiseveranstalter GeBeCo fanden wir ein Reiseangebot, das unseren Vorstellungen entsprach. Außerdem hatten wir bei unserem Peking-Aufenthalt (1998) mit diesem Reiseveranstalter gute Erfahrungen gemacht. So buchten wir "Supercity Shanghai" - einen knapp einwöchigen Aufenthalt mit Programmangebot. Um es an dieser Stelle schon vorweg zu sagen: Bis auf einen Besuch des Yu-Gartens und des Wasserdorfes Zhujiajiao haben wir "Supercity Shanghai" dank sehr guter Vorbereitung in Eigenregie durchgeführt, denn der örtliche Reiseleiter, der sich den deutschen Vornamen "Richard" zugelegt hatte, erwies sich als unflexibel, teilweise unlustig und inkompetent, das genaue Gegenteil unseres Peking-Reiseführers. Nichtsdestotrotz haben wir, da nicht gerade reiseunerfahren, die Supercity bei meist strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen genossen und unser geplantes Sightseeingprogramm voll durchgeführt.

 

Do, 26.10.2006

Die Reise beginnt mit der ICE-Fahrt ab Hauptbahnhof München zum Flughafen Frankfurt. Von hier soll um 18.20 Uhr der Flug CA 936 mit Air China nach Shanghai losgehen. GeBeCo hatte uns für diese Fahrt ein Bahnticket für 29,-€ / Pers. angeboten. So genießen wir ab 11.26 Uhr Flugticketeine angenehme Zugfahrt und treffen bereits um 15.06 Uhr in Frankfurt / Flughafen ein. Zu unserer Freude hat Air China bereits ihr Terminal geöffnet, so dass wir zügig einchecken können, wunschgemäß eine Zweierreihe mit Fenster- und Gangplatz erhalten und uns nun noch gemütlich im Flughafen umsehen und im Starbucks einen Kaffee genießen können. Das Boarding und die Sitzplatzsuche funktionieren normal, und der Airbus rollt - leider mit einstündiger (!) Verspätung - gegen 19.30 Uhr vom Gate, um dann 10 Minuten später mit mächtigem Schub in der Luft zu sein. Der Großteil der chinesischen Besatzung übt sich übrigens nicht gerade in Freundlichkeit, die Stewardessen servieren pflichtgemäß ihre Drinks, Chicken und Pork, räumen anschließend schnell wieder ab, verteilen noch die auszufüllenden Einreiseformalitäten und verordnen alsbald Nachtruhe. Die Hauptlichter gehen aus, die Fensterklappen werden geschlossen. Basta. Wer dennoch keinen Schlafversuch machen will, kann ja sein Platzlicht leuchten lassen.

 

Fr, 27.10.2006

Erstaunlicherweise nicken wir trotz der beengten Sitzverhältnisse schnell ein und verbringen bei sehr ruhigem Flug eine halbwegs angenehme Nacht. Jedenfalls kommt sie uns "kurz" vor. Gegen 3.30 Uhr - das ist 09.30 Uhr örtlicher Zeit - wird das Frühstück serviert. Wir haben die Wahl zwischen "chinese" und "western" breakfast, beides nicht gerade nach unserem Geschmack, aber so, wie es der "Holzklasse" angemessen ist. Relativ pünktlich - trotz des verspäteten Abflugs - landen wir um 12.15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und 21° C in Shanghai Pudong International. Direkt vor der Passkontrolle werden wir von einem chinesischen Reiseleiter begrüßt und lernen die 12-köpfige Reisegruppe kennen. Da für die Reise ein Gruppenvisum ausgestellt wurde, werden wir gebeten, uns in alphabetischer Reihenfolge aufzustellen und so durch die Passkontrolle zu gehen. "Draußen" wartet dann mit GeBeCo-Fähnchen der eigentliche Reiseführer, Ocean Hotelein junger Mann, der in Dortmund BWL studiert hat und nun in der Reiseagentur, die für GeBeCo zuständig ist, arbeitet. Er will, wie schon gesagt, "Richard" genannt werden.

Auf der Busfahrt zum Hotel gibt es in nicht allzu gutem Deutsch eine erste Einführung in die chinesische Kultur und Shanghaier Lebensart und wir erfahren, dass die morgige Besichtigungstour ausfällt. Es hatten sich nur 5 Teilnehmer dafür gemeldet, 6 hätten es sein müssen.

Die Fahrt geht vorbei an endlosen Hochhäusern und an Stahlgerippen, die erst noch Hochhäuser werden wollen. Schon auf diesem Kurztrip deutet sich an, welche Ausmaße Shanghai hat. Unzählig die Kräne und LKW´s, die hier die Stadt täglich anders aussehen lassen. Der Verkehr ist chaotisch, viele Verkehrsteilnehmer verhalten sich geradezu rücksichtslos, wenn es um einen Fahrbahnwechsel geht. Wir erreichen erst gegen 15.30 Uhr unser Quartier, das Ocean Hotel.

Rings um daBlick auf Pudongs 28-stöckige Ocean-Hotel stehen noch einige uralte Häuser, die auf den Abriss warten oder den Bagger schon hinter sich haben. Die Lobby des Hotels ist recht einladend und der Service zuvorkommend. Die Zimmer sind schnell verteilt. Wir wohnen im 16. Stock, Zimmer 1603. Von hier haben wir einen phantastischen Ausblick auf die Stadt.

Shanghai liegt im Mündungsgebiet des Jangtse am Huangpu-Fluss. Unzählige Schiffe, vom kleinen Frachtschiff bis zum Mega-Frachter, kreuzen den Fluß in beide Richtungen. Auf der anderen Seite des Flußes kann man die Skyline des Stadtteils Pudong bestaunen, auf dem der weltberühmte Fernsehturm in der Sonne glänzt, ebenso der Jin Mao Tower in unmittelbarer Nähe. Mit unserem Zimmer sind wir nach einem kurzen Check zufrieden. Es ist innach oben der Ausstattung vergleichbar mit der amerikanischen Hotelkette Best Western oder dgl. Viel Zeit zum Auspacken der Koffer bleibt nicht , da der Bus für die erste gebuchte Besichtigungstour schon wartet: Altstadt und Yu-Garten.