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Versailles, Père Lachaise, La Défense

 

Di, 06.05. 2008

Für den heutigen Tag steht der Besuch des Schlosses von Versailles an. Mit der Linie C5 lässt Versailles Schlosssich die Strecke nach Versailles bequem bewältigen, die Fahrtzeit beträgt eine halbe Stunde. Am Bahnhof findet man schon den Wegweiser zum Schloss. Es ist keine 10 Minuten entfernt. Doch hier erleben wir dann wieder eine riesige Warteschlange, die auf den Eintritt ins Schloss wartet. Per Lautsprecher wird eine Wartezeit von mindestens 2.5 Stunden angegeben. Darauf verzichten wir, zumal wir schon bei einem früheren Besuch im Schloss waren. Wir genießen stattdessen den riesigen Park, der auch kleine Imbissplätze anbietet.

Schloss Versailles wurde 1631 von Ludwig XIII. erbaut und von Ludwig XIV. ausgebaut, um sichVersailles Garten ein Denkmal zu setzen. Ursprünglich als Jagdschloss genutzt, begann der junge Ludwig das Schloss 1661 so zu gestalten, wie es seinem Stand entsprach. Nun wurde es zum Hauptsitz des Königs, der hier die Zeit mit seinen Maitressen verbrachte. 1682 verlegte Ludwig seinen Hofstaat und Regierung nach Versailles. 36000 Arbeiter und bis zu 5000 Pferde verrichteten ihre Arbeit auf einer Baustelle, die ihre wahre Größe nur erahnen ließ. Marie-Antoinette ließ sich im Schlosspark ein kleines Bauerndorf nachbauen, um mit dem Hofstaat dort einzuziehen. Sie liebte das Landleben, das ihr ein Gefühl von Freiheit und Glück gab. 1789 erzwang das franz. Volk die Rückkehr der Königsfamilie nach Paris.

Der Park zeigt die perfekte französische Gartenkunst. Alles ist symmetrisch, die Wege und Alleen sind schnurgerade und die Wasserflächen reihen sich in die Landschaft perfekt ein. Auch Deutsche Staatshäupter setzten in Versailles schon geschichtliche Höhepunkte. So wurde im Spiegelsaal 1871 vom deutschen Kaiser Wilhelm I. das Deutsche Reich ausgerufen und ebenso wurde am Ende des 1. Weltkrieges hier der Friedensvertrag unterzeichnet.

Am Nachmittag fahren wir wieder zurück in die Stadt, erledigen ein paar Einkäufe und gehen zurück ins Hotel. Hier müssen noch die Tagesberichte vervollständigt, Karten geschrieben und das morgige Besuchsprogramm ein wenig vorbereitet werden. Der Abend gehört wieder dem Montmartre-Viertel.

 

Mi, 07.05. 2008

Heute besuchen wir den Friedhof Père Lachaise, das Kaufhaus Lafayette und wir fahren nach La Défense.

Père-LachaiseWas interessiert uns am Friedhof Père Lachaise? Nun, der Ciemtière Père-Lachaise ist wohl der berühmteste Friedhof der Welt. Und einige der bekanntesten Menschen der Welt haben hier ihre ewige Ruhe gefunden. Musiker, Schauspieler, Schriftsteller: Edith Piaf, Yves Montand, Maria Callas, Frederic Chopin, Jim Morrisson, Oscar Wilde, Gilbert Bécaud, Honoré de Balsac, um nur einige zu nennen. Der Haupteingang ist am Boulevard de Ménilmont.

Napoleon war es, der am 21. Mai 1804 den Friedhof Père Lachaise im Osten von Paris einrichten ließ. Er selbst wollte hier auch bestattet werden.

Lange breite Straßen ziehen sich über das Gelände, dazwischen gibt es kleinere Wege. Zwischen den sehr hohen Bäumen stehen Gräber aus Granit und Marmor, die oft mit riesigen Engelsfiguren geschmückt sind. In einem direkt an den Friedhof angrenzenden Blumengeschäft kaufen wir für 2 € einen Guide, in dem die Gräber aller Persönlichkeiten verzeichnet sind. So ist es kein Problem, zu Jim Morrisson, Frederic Chopin, Yves Montand oder Edith Piaf zu finden. Zurzeit sollen etwa 100.000 Grabstätten auf dem Friedhof sein.

"Begräbnis auf dem Père Lachaise? Heutzutage ist der Père Lachaise bei Prominenten und gewöhnlichen Sterblichen so beliebt, dass strenge Zugangskriterien herrschen. Wer auf diesem Friedhof seine letzte Ruhe finden will, muss in Paris sterben oder Einwohner der Stadt sein. Für eine Grabstelle mit zwei Quadratmetern werden mindestens 4200 Euro fällig. Soll sie direkt an einem Weg liegen, sogar 6850 Euro. Wer sich wie der Maler Max Ernst für die Feuerbestattung entscheidet, muss nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Ein Platz im Urnenhof kostet zwischen 318 Euro für zehn Jahre und 1485 Euro für 50 Jahre. "

Zitat: http://www.3sat.de/vivo/99834/index.html

LafayetteDie Galeries Lafayette sind eine große traditionsreiche französische Kaufhauskette. Das Stammhaus in Paris, eines der ältesten Kaufhäuser Frankreichs, ist bemerkenswert wegen seiner Jugendstilarchitektur. Seit 1912 steht das Stammhaus in seiner heute bekannten Form, mit der von einer farbigen Glaskuppel gekrönten Jugendstil-Galeriehalle. Das Haus verfügt über eine Verkaufsfläche von 18.000 m². Es ist in jedem Falle sehenswert, die Preise auch.

Letzter Besuchspunkt ist ein "Ausflug" nach La Défense. La Défense ist ein modernes Hochhausviertel im Westen von Paris und gilt als Europas größtes Geschäftszentrum. Den NamenGrande Arche erhielt das Viertel vom Denkmal „La Défense de Paris“, welches zu Ehren der Soldaten, die die Stadt während des französisch-deutschen Krieges von 1870 geschützt haben, aufgestellt wurde. Bekanntestes Gebäude des Viertels ist die Grande Arche de La Défense, eine moderne Variante des Triumphbogens. 1989, rechtzeitig zur 200-Jahr-Feier der Revolution, wurde sie fertiggestellt. Dieser 305.000 Tonnen schwere, mit weißem Carrara-Marmor verkleidete Wolkenkratzer markiert das Eingangstor zu Europas größter Geschäfts-, Ausstellungs- und Wohnstadt La Défense, die sich auf mehr als 80 Hektar erstreckt. Gleichzeitig bildet die Grande Arche auch den Abschluss der zentralen Achse von der Bastille über den Louvre und die Champs-Elysées.

Den letzten Abend in Paris verbringen wir bei einem stilvollen Abendessen im Stadtviertel Montmartre.

 

Do, 08.05. 2008

Am letzten Tag unseres Pari Besuches gibt es nichts Nennenswertes mehr zu berichten. Wir frühstücken noch einmal ausgiebig und in Ruhe, packen unsere Koffer, verlassen gegen 10.00 Uhr Pfeil nach oben unser Hotel und begeben uns zum Flughafen Charles de Gaulle. Hier läuft wieder alles wie gewohnt ab: Check-In, dann Abflug mit Air France um 12.50 Uhr und planmäßige Landung in München um 14.35 Uhr, Flugzeit: 1 Stunde, 35 Minuten. Die S-Bahn bringt uns zurück nach Gauting.

Fazit der Reise: Paris ist immer eine Reise wert!