Paris Paris

Eiffelturm, Notre Dame, Centre Pompidou

 

Mo, 05.05. 2008

Was wäre Paris ohne seinen Eiffelturm? Auf dem Besuchsprogramm für heute stehen deshalb der Eiffelturm, der Invalidendom, Notre Dame und das Centre Pompidou.

Nach dem Frühstück geht es mit der Metro zunächst von "Pigalle" bis "Charles de Gaulle Etoile", dort steigen wir um und fahren bis zur Station "Bir Hakeim / Champs de Mars Tour Eiffel". Nach ca. 5 Minuten erreichen wir den Eiffelturm. Aber - wie kann es anders sein an solch einem schönen Tag - die Warteschlange für den Fahrstuhl auf den Turm ist sehr lang. Da wir auf den "Blick von oben" Eiffelturmnicht verzichten wollen, müssen wir 2 (!) Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Da wir unsere Warteposition abwechselnd verlassen, um Film- und Fotoaufnahmen von dem "Drum-Herum" zu machen, vergeht dann doch die Zeit relativ schnell. Zu Fuß erreicht man übrigens nur die erste Aussichtsplattform, die Fahrstühle führen zur zweiten und dritten Plattform in luftiger Höhe. Der Preis für die zweite Plattform beträgt 7,80 €/Person, für die dritte Plattform 11,50 € /Person.

Der Eiffelturm ist wohl das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Mehr als 200Champs de Mars Millionen Menschen haben ihn schon besucht und jährlich kommen 5,6 Millionen Besucher dazu. Im Jahre 1889 wurde er eröffnet. Am Anfang war er nicht bei der ganzen Bevölkerung beliebt. Viele verspotteten ihn, aber heute ist er in Paris nicht mehr wegzudenken.

Hier einige Daten:

Gewicht etwa 10000 t - Nieten 2,5 Millionen - Höhe 320 m, schwankt um einige Zentimeter vom Sommer zum Winter - Sichtweite bei klarem Wetter 70 km - Oberste Plattform befindet sich 290 m Höhe - Stufen bis zur Spitze 1710 - Erbaut 1889 von Gustave Eiffel.

Palais de ChaillotWir fahren bis zur zweiten Plattform hoch. Von hier sieht man sehr schön zur einen Seite die Grünanlagen des Champs de Mars. Sie waren einst Exerzier- und Paradegelände der École Militaire am jenseitigen Ende, in der auch Napoleon für den Armeedienst ausgebildet wurde. Zur anderen Seite blickt man sehr schön auf das Palais de Chaillot. Es ist der Nachfolgebau des Palais du Trocadéro, der für die Weltausstellung im Jahre 1937 gebaut wurde. Diese Weltaustellung kurz vor dem Zweiten Weltkrieg war die letzte in Paris und hatte rund 32 Millionen Besucher.

Nächster Besuchspunkt ist der Invalidendom - Cathédrale Saint-Louis-des-Invalides - den man Invalidendomvon der École Militaire zu Fuß erreichen kann. Die Kirche ist der Sitz des französischen Militärbischofs der römisch-katholischen Kirche. Leider ist der Dom montags geschlossen, so dass wir ihn nicht besichtigen können. Allerdings ist das Café direkt neben dem Invalidendom für einen Imbiss nicht zu verachten. Wir sind bereits bei früheren Besuchen im Invalidendom gewesen, so dass wir nicht allzu enttäuscht sind.

1840 erhielten die Franzosen nach langwierigen Verhandlungen mit England die Erlaubnis, den Leichnam Napoléons von St. Helena nach Frankreich zu überführen und im Invalidendom beizusetzen. Die sterblichen Überreste kamen erst am 15. Dezember 1840, 19 Jahre nach Napoleons Tod auf St. Helena, in den Invalidendom. Es war Napoleons ausdrücklicher Wille, „an den Ufern der Seine“ bestattet zu werden. (Das nebenstehende Bild stammt von einem früheren Besuch!)

Jardin du LuxembourgMit der Metro fahren wir weiter zum Jardin du Luxembourg, früher ein königlicher, heute ein staatlicher Schlosspark im Pariser Quartier Latin mit einer Fläche von 26 ha. Die Anlage gehört zum Palais du Luxembourg, in dem der Senat tagt, die zweite Kammer des französischen Parlamentes.

Der Park, der sich besonders bei den Pariser Familien, den Studenten der benachbarten Hochschulen und den Joggern großer Beliebtheit erfreut, bietet mannigfaltige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und zur sportlichen Betätigung. Wir legen hier eine Pause ein - Stühle sind ausreichend vorhanden - und genießen den sonnigen Tag.

Über den Boulevard St. Michel erreichen wir Notre Dame. Heute sind nicht so viele Besucher da und wir können ohne Wartezeit ins Kircheninnere kommen.

Notre Dame bedeutet auf Deutsch "Unsere liebe Frau" und die Kathedrale wurde der Mutter Jesu geweiht. Hier wurden Könige und Königinnen gekrönt. Dies Bauwerk zählt zu den wichtigsten Denkmälern der Stadt Paris und gilt somit als Pflichtbesuch. Der Bau der gotischen Kirche dauerte von 1163 - 1345, wobei sie in diesem Zeitraum viele Veränderungen erfahren sollte. Sie musste oft restauriert werden, um in dem Glanz zu erstrahlen, mit dem sie heute ihre Besucher erfreut. Unserem kleinen Taschenbuch-Reiseführer zufolge hat der Innenraum der Kathedrale eine überwältigende Länge von rund 130 m, eine Breite von 48 m sowie eine Höhe von 35 Meter.

Sehenswert sind die vielen Bouquinisten am Seine-Ufer in der Nähe von Notre Dame. Rund 250 solcher Händler mit ihren Holzkisten als Verkaufsraum gibt es noch entlang des Flusses und ein Bummel am Ufer entlang lohnt in jedem Fall!

Centre PompidouWir wollen uns noch das Centre Pompidou ansehen, das unweit des Rathauses liegt. Offiziell heißt es "Centre National d´Art et de Culture Georges Pompidou". Es markiert 1977 den Höhepunkt der so genannten Hightech- Architektur, bei der die Konstruktion nicht hinter Fassaden versteckt wird. Alle tragenden Teile und alle Rohrleitungen, Lüftungsrohre usw. sind sichtbar außerhalb des Gebäudes. Vor dem Centre scheint immer etwas los zu sein - Musiker, Gaukler, Portraitmaler - und jede Menge Zuschauer. Um ehrlich zu sein: uns gefällt das Centre Pompidou nicht. Aber das ist sicher Geschmackssache!

Wir schlendern wieder zurück zum Boulevard St. Michel. Dort hatten wir bereits auf dem Hinweg ein sehr schönes Restaurant für unser Abendessen ins Auge gefasst. Und Pfeil nach oben wir werden nicht enttäuscht. Im Anschluss daran fahren wir mit der Metro wieder zur Station "Pigalle" und sind nach wenigen Minuten im Hotel.