Paris Paris

Louvre, Place Vendome, Oper, Notre Dame

 

So, 04.05. 2008

Unser heutiges Programm in Paris sieht kurz beschrieben so aus: Fahrt mit der Metro zur Place de La Concorde, von dort Spaziergang durch den Jardin des Tuileries zum Louvre, dann zurück zur Place Vendome, nach St. Roch, zur Comedie Francaise, Opernhaus, Palais Royal, Hotel de Ville; von dort über die Seinebrücke nach Notre Dame.

Der Jardin des Tuileries ist ein ehemaliger Schlosspark. Die Parkanlage erstreckt sich vom Place de la Concorde im Westen bis zum Louvre im Osten und ist im Süden von dem rechten Ufer der Seine, im Norden von der Rue de Rivoli begrenzt. Im Zuge des von dem Staatspräsidenten François Mitterrand 1981 initiierten Umbaus des Louvre wurde der Tuileriengarten restauriert und dabei so weit wie möglich wieder in den Zustand des 17. Jahrhunderts versetzt. Das Palais des Tuileries war das frühere Stadtschloss der französischen Herrscher, ungefähr 500 Meter vom Louvre, seinerzeit eine Residenz des Königs, entfernt und mit diesem zeitweise durch große Flügelbauten verbunden.

Louvre PyramideDer Louvre ist heute das bekannteste und mit 8 Millionen Besuchern jährlich <Mona Lisaweltweit größte, nach Ausstellungsfläche weltweit (nach dem Metropolitan Museum New York und der St. Petersburger Eremitage) das drittgrößte Museum. Sein Innenhof liegt in einer Linie mit den Champs-Élysées und bildet damit den Ursprung der so genannten historischen Achse. Die Sammlung des Museums umfasst ungefähr 380.000 Werke, von denen etwa 35.000 Exponate auf einer Fläche von über 60.000 m² präsentiert werden. Die wohl bekanntesten Werke sind die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci und die "Venus von Milo", welche das Ideal der weiblichen Schönheit symbolisieren soll.

Wir waren bei unserem letzten Paris-Besuch im Louvre. Diesen Besuch haben wir uns jetzt erspart. Bei den langen Besucherschlangen, die schon morgens in der Früh dort anzutreffen waren, hätten wir mehrere Stunden auf Einlass gewartet, es sei denn, man hätte schon weit im Voraus über das Internet Tickets gebucht. Damit wäre man allerdings zeitlich fixiert gewesen, was wir nicht wollten.

Place VendomeVom Louvre ist es durch die Tuileriengärten nicht allzu weit zur Place Vendome. Es ist der Platz der Eleganz. Die Place Vendôme (ursprünglich Place Louis le Grand) ist einer der fünf Königlichen Plätze von Paris und liegt unweit der Pariser Oper. Die berühmtesten Juweliere und internationale Banken verleihen dem Platz sein unnachahmliches Gepräge. Auf der Ritz Paris Westseite des Platzes befindet sich mit der Nr. 15 das von César Ritz im Jahre 1898 gegründete luxuriöse Hotel Ritz. Es gehört seit dem Jahr 1979 dem ägyptischen Milliardär Mohamed Al-Fayed. Das Ritz beherbergte auch Lady Diana im Jahre 1997, bevor sie auf dem Weg aus dem Hotel tödlich verunglückte.

In der Mitte des Platzes befindet sich die 44 m hohe Triumphsäule (Colonne Vendôme) aus den Jahren 1806–1810 mit einer Statue von Napoleon I. im Stil eines römischen Imperators.

Palais RoyalVon der Place Vendome führt uns unser Weg auf der Rue Sainte Honore bis zur Place du Palias Royal bzw. dem Palais Royal. Auf halber Strecke kommen wir an St. Roch vorbei, einer klassisch-barocken Kirche, die bis zur Revolution reich ausgestattet war. Ab 1819 wurde eine große AnzahlPfeil nach oben von Werken aus zerstörten Kirchen hier untergebracht, so dass sich das Gotteshaus mit seinem mit 126 m ungewöhnlich langen Kirchenraum wie ein Museum der religiösen Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts ausnimmt.

Im 17. Jahrhundert ließ sich Kardinal Richelieu ein Stadtpalais erbauen. Nach seinem Tod erbte der König diesen Besitz, daher auch der Name "Palais Royal". Heute ist das Palais Sitz des Kultusministeriums und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Ehrenhof des Palais Royal sehen wir die Säulenkunst von Daniel Buren, nicht jedermanns Geschmack. Der Jardin du Palais Royal im Innenhof ist eine Oase der Ruhe, fernab von dem Lärm der benachbarten Rue de Rivoli. Am westlichen Ausgang grenzt das Palais Royal an die Comedie Francaise, das bedeutende Staatstheater Frankreichs, in dem vor allem die französischen Klassiker aufgeführt werden.

OperAn der Comedie Francaise biegen wir in die Avenue de L'Òpera ein und sehen von weitem schon das prachtvolle Gebäude der "Opera National de Paris - Garnier". Charles Garnier war ein bis dahin unbekannter Architekt aus der Provinz. Napoleon III war es, der 1858 beschloss, eine Oper zu bauen. Die Einweihung fand erst 1875 statt. Seit 1989 wird die Oper hauptsächlich für Ballettaufführungen des Ballet de l'Opéra de Paris und klassische Opern genutzt. Mit einer Fläche von fast 12.000 m² ist die Opéra Garnier das größte Theater der Welt, wird aber an Plätzen von der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper übertroffen. Rathaus

Von der Oper schaffen wir nach einer Pause bei "Starbucks" - unserem Lieblingscafé - den Weg zurück über die Avenue de L'Opera bis zum Pariser Rathaus - Hotel de Ville - unmittelbar an der Seine, einem sehr imposanten Bau im Stil der Renaissance. 18 Jahre lang residierte hier der spätere Notre DameStaatspräsident Jacques Chirac als Bürgermeister von Paris.

Die bedeutendste gotische Kathedrale Frankreichs ist ohne Zweifel Notre Dame auf der Ile de la Cité, unweit vom Rathaus entfernt. Doch schon als wir uns der Kathedrale nähern, sehen wir die Menschenmassen, die hier auf Einlass warten. Das mag wohl auch am arbeitsfreien Sonntag liegen. Jedenfalls ist es sinnlos, sich in die Schlange einzureihen. Wir kommen noch einmal hierhin zurück. Außerdem ist mittlerweile schon später Nachmittag. Wir bummeln am Justizgebäude vorbei und werfen noch einen Blick auf die Conciergerie. Sie gehört zum Gebäudekomplex Palais de la Cité, dessen neueste Teile als JustizpalastConciergerie genutzt werden. Schon vor, aber vor allem auch während der Französischen Revolution diente die Conciergerie als Gefängnis und beherbergte bis zu 1.200 Gefangene. Vom 2. April 1793 bis zum 31. Mai 1795 fanden dort die Sitzungen des Revolutionstribunals statt, während derer fast 2.600 Menschen zum Tod verurteilt wurden. Zu den berühmten Gefangenen gehörten Marie Antoinette, Marie-Jeanne Dubarry, Georges Danton und Maximilien de Robespierre. Nach der Restauration wurde die Conciergerie weiterhin als Gefängnis genutzt, dort wurde zeitweise Napoléon III. inhaftiert.

Wir überqueren wieder die Seine und machen uns mit der Metro auf den Heimweg. So bleibt genügend Zeit für eine Erfrischung im Hotel. Den Abend - ein schönes Abendessen inklusive - verbringen wir Pfeil nach oben wieder auf dem Montmartre. Das lässt sich zu Fuß erledigen, die Atmosphäre dort mit den vielen Straßenrestaurants gefällt uns einfach. Außerdem ist der kleine Spaziergang zurück zum Hotel nach dem Abendessen immer recht angenehm.