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Lake Wanaka - Pan Cake Rocks - Abel Tasman NP



05.02. 2006

Unser heutiges Ziel ist Wanaka am gleichnamigen See "Lake Wanaka". Zunächst fahren wir von Te Anau auf der A95 zurück bis an den Manapouri See. Er gilt als einer der schönsten Binnengewässer der Südinsel. In dem ca. 142 km² großen Gewässer gibt es nicht weniger als drei DutzLake Manapouriend bewaldete Inseln und Inselchen. Der See ist an allen Seiten von hohen Bergen umgeben. Die Fahrt geht weiter auf der 94 bis Mossburn; dort nehmen wir eine Nebenstraße bis Five Fingers, biegen dann auf den HW 6, der uns an Queenstown vorbei nach Wanaka bringt. Einen ganztägigen Besuch von Queenstown nehmen wir uns für den morgigen Tag vor. Unsere nächste große Fotogalerie beginnt am Lake Wakatipu, wo wir immer wieder unsere Fahrt anhalten und verweilen.

Bei Top-Wetterkonditionen bietet der Devils Staircase Lookout nicht nur einen phantastischen Blick über den See und die umliegenden Berge, sondern in der Ferne sehen wir aDevils Staircase Lookoutuch schon das malerisch gelegene Queenstown. Der See Wakatipu hat eine Fläche von 29Queenstown in der Ferne3 km², an seiner schmalsten Stelle ist er 5 km breit. Seine Tiefe beträgt 383 m. Die ersten Europäer kamen um 1850 an den See. Der Goldrausch der 1860er Jahre brachte zahllose Goldsucher in diese Gegend. Auf dem See verkehrten zu dieser Zeit einige Dutzend Personenschiffe, darunter auch 4 Dampfer. Noch heute dampft die 1912 gebaute "Earnslaw" von Queenstown aus als besondere Touristenattraktion auf dem See.

Auf dem weitArrowtowneren Weg machen wir hinter Frankton auf dem HW 6 einen kleinen Abstecher nach Arrowtown. Hierbei handelt es sich um eine alte Goldgräberstadt, die man renoviert und teilweise neu aufgebaut hat, um sie zu einem touristischen Brennpunkt zu machen. Man soll sich "wie im wilden Westen" fühlen. Also ganz so ist es nach unserer Meinung nicht. Die "Hauptstraße", die von Touristen überfüllt ist, sollte man eigentlich für den Verkehr schließen. Stattdessen muß man ständig auf vorbeifahrende Autos achten und die beiden Straßenseiten sind vollgeparkt. So kommen die schön restaurierten alten Häuser nicht immer voll zur Geltung. Aber Arrowtown ist eine "lebende" Stadt, keine Museumsstadt.

Von Arrowtown wählen wir für den weiteren Weg nach Wanaka die Hochgebirgsstarße "State Road 89 Cardrona Road". Diese Straße ist in gutem Zustand und sehr zu empfehlen, dAuf der Cadrona Roada sie phantastische Ausblicke in die Hochgebirgswelt bietet. In Wanaka haben wir unsere erste Bed-and-Breakfast-Unterkunft. Die herzliche Begrüßung durch die BLake Wanakaesitzerin, Andy Oxley, eine Tasse Tee und Kuchen sowie die schöne, gepflegte Unterkunft in der Garden Lodge tragen dazu bei, dass wir uns hier ausgesprochen wohl fühlen. Ein frühabendlicher Spaziergang am sonnigen Lake Wanaka sowie ein Abendessen im "Kai Whakapai" runden den Tag ab. Auch das "breakfast" am anderen Morgen lässt keine Wünsche offen. Wir sitzen obenim grossen Esszimmer mit drei weiteren Ehepaaren zusammen, plaudern über bisherige Reiseerlebnisse und geniessen die ausgezeichnete Bedienung und die familiäre Atmosphäre.

 

06.02. 2006

Heute ist "Waitangi Day". Waitangi ist ein kleiner Ort an der Bay of Islands, den wir im späteren Verlauf unserer Reise noch besuchen werden. Bekannt geworden ist der Ort durch den "Treaty of Waitangi". Am 6. Februar 1840 unterzeichneten Captain William Hobson, der Abgesandte der britischen Krone, und 45 Maori Häuptlinge diesen Vertrag. In ihm ordneten sich die Maoris der britischen Krone unter, sie bekamen dafür den Schutz der Krone und wurden gleichzeitig britische Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten. Den Maoris wurde das Recht auf exclusive Nutzung all ihres Landes, ihrer Wälder und Fischgründe zugesichert. Damit stellt der Vertrag die Grundlage dar, auf der das moderne, inzwischen stark multiethnisch geprägte Neuseeland entstanden ist. Am Waitangi Day sind alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen.

Wir fahren über die Cardrona Road zurück nach Queenstown , parken unser Auto kostenfrei in der Nähe der Gondola Station und nutzen das klare, sonnige Wetter zu einer Fahrt mit der Skyline GoQueenstownndola auf den 446 m hohen Bob's Peak, von dem aus wir eine nahezu überwältigende Aussicht auf die Stadt, den Lake Wakatipu und die markanten Gipfel der Remarkables haben. Queenstown ist ebenfalls eine ehemalige Goldgräbersiedlung. Heute ist es der unbestrittene touristische Brennpunkt der Südinsel. Seinen Weltruf als Abenteuerstadt hat es nicht umsonst - die Vielzahl der angebotenen Erlebnistouren zu Wasser, Land oder in der Luft reichen von Rafting, Wellenreiten, Jetboating durch Canyons, Tandem-Gliding bis hin zu Klettertouren und dgl. An der Kawarau-Bridge kann mein sein Glück im Bungee Jumping suchen. Für nicht extrem-süchtige Touristen wie wir es sind bietet sich eine Fahrt auf der "Earnslaw" an.

 

07.02. 2006

Das heutige Reiseziel ist der Fox Glacier. Wir verlassen Wanaka auf dem HW 6 in Richtung Haast. Zwischen den Seen Lake Wanaka und Lake Hawea geht es durch die herrliche BergwelThunder Creek Fallst des Mt. Aspiring NP bis nach Makaroa. Leider kriegen wir von den Naturschoenheiten nicht allzu viel mit. Es ist der einzige Tag unserer Reise, an dem uns das Wetter etwas im Stich laesst. Allerdings nichts Ungewoehnliches fuer die Westkueste. Tief haengende Wolken lassen die umliegenden Berge am Lake Hawea kaum erkennen. Auf dem Weg passieren wir die Gates of Haast, eine enge Schlucht, und 2 km weiter die Thunder Creek Falls. Hier stechen uns die unangenehmen Sandfliegen (sand flies). Vorsichtshalber haben wir von zu Hause "Autan" mitgebracht, was uns jetzt hilft. Die Stiche und das unangenehme Jucken quaelen uns aber noch ein paar Tage. Die weitere Fahrt fuehrt uns durch Regenwald; mal scheint die Sonne, mal regnet es in Stroemen. Bis Fox Glacier gibt es keine nennenswerten Orte, nur gelegentlich ein paar Huetten oder ein einsames Cafe. Bewunderswert sind die Farnbaeume am Strassenrand, die wie Palmen aussehen.

Auf dem "Valley Walk" wandern wir am Nachmittag zum Fuss des Fox GlFox Glacieracier. 1872 besuchte der damalige Premier William Fox den Gletscher, seitdem hat der Gletscher seinen Namen. Sein "Zwilling", der Franz-Josef-Glacier liegt ca. 25 km weiter noerdlich. Am Ende des Valley Walk sehen wir dann einen total schmutzigen Gletscherrand. Wir sind enttaeuscht. Oder vielleicht durch diesbezuegliche Alaska-Erlebnisse verwoehnt. Wir entschliessen uns, den 2. Wanderweg, den Chalet-Lookout-Walk in Angriff zu nehmen. Er dauert 1,5 Stunden und fuehrt durch einen sehr schoenen Regenwald zu einem Aussichtspunktaobenuf den Glacier. Wenigstens dieser Weg entschaedigt fuer den Blick auf den Gletscher. Der Ort Fox Glacier und das Glacier Country Hotel sind auch nicht ueberwaeltigend. Zum Glueck geht es morgen frueh weiter!

 

08.02. 2006

Unsere Sightseeingtour beginnt mit einem Rundweg um den nur 6 km entfernt liegeLake Matheson Rundwegnden Lake Matheson. Im glasklaren See spiegeln sich Mount Tasman und Mout Cook besonders fotogen. Wenn auch das Wetter nicht optimal ist, so sind wir doch auf unserem Rundweg begeistert von den schönen Aussichten auf den still daliegenden See und seine Umgebung. Der Weg ist phantastisch angelegt, die reiche Vegetation des Regenwaldes einmalig. Wir sind begeistert! Natur pur! Mehr blauer Himmel wäre aber schöner gewesen.

Den Franz-Josef-Glacier ersparen wir uns aufgrund der gestrigen Erfahrungen. Wir fahren weiter auf dem HW 6 bis Hokitika, "Greenstone Capital of New ZJadeschmuckealand". Jadeschmuck und Jadeschnitzereien kauft man am besten hier. Hier gibt es mehrere Greestone Factories und Jade ist hier wesentlich preiswerter als in den großen Städten. Die Grünstein-Vorkommen in dieser Gegend waren bereits den Maori bekannt. Wir nutzen die Gelegenheit, besuchen eine Greenstone Factory, schauen den Arbeitern bei ihrer Arbeit zu und erstehen einen Anhänger für unsere Tochter Anke.

Auf dem weiteren Weg nach Punakaiki fängt es bei Greymouth wieder an zu regnen. Das hält bis zum Tagesziel an. Unser Hotelzimmer in den Punakaiki Rocks Villas liegt erhöht über dem HW 6 mit Blick auf die Tasman Sea, die sehr rauh an diesem Abend ist. Nach einem vorzüglichen Abendessen im hoteleigenen Restaurant gehen wir zu Fuß zu den nur 400 m entfernt liegenden Pancake Rocks. Um 19.30 Uhr ist "high tide", also Flut und das bedeutet, dass die Blowholes am kräftigsten pusten. Leider fällt der Ausflug buchstäblich ins Wasser, denn es regnet und stürmt und Film-und Fotoaufnahmen sind fast unmöglich. Ziemlich durchnässt flüchten wir ins Hotelzimmer und machen es uns hier bei einem Glas Rotwein gemütlich, in der Hoffnung, dass es der Wettergott wieder gut mit uns meint.

 

09.02. 2006

Die kurze Schlechtwetterperiode ist tatsächlich am anderen Morgen wie weggeblasen und wird auch - das sei schon hier gesagt - nicht wiederkommen! Um 9.30 Uhr ist wieder "high tide" uPancake Rocksnd wir sind pünktlich da! Die Pancake Rocks sind Kalksteinpakete, die sich wie übereinandergeschichtete Pfannkuchen darstellen. Die starke Brandung lässt das Wasser der Tasman Sea in sogenannten "Blow Holes" wie Geysire emporschießen. Die beste Wirkung wird bei Flut erreicht. Die exakte geologische Entstehung ist bis heute nicht hundertprozentig geklärt.

Von Punakaiki geht es zunächst weiter auf dem HW 6 nach Westport, von dort Seerobbenauf dem HW 76A Richtung Cape Foulwind. Hier besuchen wir eine "seal colonie". Man kann die Robben kaum von den Steinen, auf denen sie liegen, unterscheiden. Beim dortigen Parkplatz gibt es auch einen Picknickplatz. Die Sonne scheint und wir genießen unser mitgebrachtes Lunchpaket. Zuschauer sind freche Seelöwen und ein Weka. Es Wekahandelt sich um ein flugunfähiges Sumpfhuhn, das man zur Familie der Rallen zählt. Wekas gelten als neugierig, was wir nur bestätigen können!

Unser Tagesziel Tasman erreichen wir am frühen Abend. Uns erwartet wieder eine B&B-Unterkunft: Kina Colada, ein tolles Anwesen auf einem Hügel mit Meerblick. Uns steht ein Studio zur Verfügung. Wir sind begeistert. Der Besitzer ist Österreicher, von Beruf Koch. "Man" spricht also deutsch. Das Abendessen nehmen wir im nahegelegenen Motueka im Restaurant "The Gothic", einer umgebauten Kirche ein. Wer Wert auf gutes Essen in gepflegter Umgebung legt, ist hier sehr gut bedient!

 

10.02. 2006

Nach reichhaltigem Frühstück im gepflegten "dining-room" des Kina-Colada starten wir geAbel Tasman Wassertaxigen 9.00 Uhr über Motueka nach Marahau, dem Eingangsport zum Abel Tasman NP. Von hieraus kommt man nur noch zu Fuß oder mit dem Boot weiter. Abel Tasman WanderungWir wollen einen Teil des Costal Tracks begehen. Er ist einer der schönsten Wanderwege in diesem Gebiet. Für seine komplette Begehung braucht man ca. 5 Tage. Einfache Übernachtungsmöglichkeiten wie Zelten oder Campinglager sind vorhanden, aber keine Hotels oder sonstigen Restaurants. Es ist also ratsam, Proviant und Wasser mitzunehmen. Wir entscheiden uns für eine 5 - 6 stündige Wanderung und lassen uns mit dem Wassertaxi bis zur Torrent Bay fahren. Das dauert 45 Minuten. An der Torrent Bay werden wir abgesetzt. Eine Anlegestelle gibt es nicht; das Wassertaxi fährt so nahe wie möglich an den Strand heran und mit etwas Glück kommt man trockenen Fußes an Land. Wir wählen den Höhenweg, den man unabhängig von den Gezeiten gehen kann. Er führt hauptsächlich durch den Regenwald und läßt immer wiobeneder phantastische Ausblicke auf das Meer und die goldfarbenenen Sandstrände zu. Das Wetter spielt mit; die anfänglich noch dunkle Wolkendecke reißt rasch auf und wir genießen unsere Wanderung in vollen Zügen!