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Rotorua - Coromandel Halbinsel - Kerikeri


19.02. 2006

Wir verlassen Napier zunächst auf dem HW 2, dann auf dem HW 5 durch das gebirgige, ziemlich menschenleere Land Richtung Taupo und von dort Richtung Rotorua. Unser erstes Tagesziel ist das ca. 40 km vor Rotorua gelegene Thermalgebiet Waiotapu, genannt "Wai-O-Tapu, Therminal Thermalgebiet  Wai o TapuWonderland", ein Yellowstone-Park in Kleinausgabe. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von ca. 19 km² und nur ein kleiner Teil kann von Besuchern begangen werden. Es steht unter Landschaftsschutz und stellt die größte Thermalfläche in der Vulkanumgebung Taupos dar. Das ganze Gebiet ist übersät mit kollabierten Kratern, heißen und kalten Seen, Schlammtümpeln und dampfenden Erdspalten. Der erste Vulkan brach vor ungefähr 150.000 Jahren aus. Der Waiotapu-River durchfließt dOyster Poolas Waiotapugebiet. Dabei nimmt er die natürlich vorkommenden Chemikalien auf, wodurch es für Fische nicht möglich ist, in diesen Gewässern zu existieren. In ca. 75 Minuten kann mChampagne Poolan auf drei gut beschilderten Wegen alles Wesentliche sehen. Der einzige Geysir, der Jean Batten Geysir, benannt nach einer berühmten gebürtigen Rotoruaer Fliegerin, bricht bis zu 3m hoch aus, allerdings nur bei starkem Wind aus südöstlicher Richtung. Das ist bei unserem Besuch nicht der Fall. Bekannteste und größte Quelle ist "The Champagne Pool", die einen Durchmesser und eine Tiefe von je 60 m hat. Die Wassertemperatur liegt bei 74 ° C. Besonders schön finden wir "Devil's Bath" , Teufelsbad. Man sieht einen zerklüfteten Krater mit einer giftgrünen Wasserfarbe auf dem Grund. Je giftgrüner die Wasserfarbe ist, desto mehr Arsensulfide enthält das Wasser.

Nach deVersammlungshaus der Maorir Besichtigung des Thermalgebietes und einer kleinen Mittagspause auf der nahe gelegenen Picnic Area erreichen wir am frühen Nachmittag Rotorua, ein kleines Städtchen zwischen Schwefelschwaden und Orchideengärten. Rotorua liegt Friedhof der Maoriin einem der geothermisch aktivisten Gebiete der Erde. Das führt nicht nur dazu, dass man rund um Rotorua Geysire, heiße Quellen und Schlammtöpfe findet, sondern die ganze Stadt riecht nach faulen Eiern aufgrund des Schwefels, der aus heißen Quellen aufsteigt. Nur 10 Fußminuten vom Hotel entfernt liegt das Maoridorf Ohinemutu, die Keimzelle des heutigen Rotorua. Ins Auge springt die 1886 erbaute "Marae Tama Te Kapua", eine Art Versammlungsraum. Im Innenraum befinden sich wertvolle Schnitzereien. Gegenüber steht die im Tudorstil Tudor Towerserbaute St. Faith's Anglican Church mit dahinter liegendem Friedhof. WPolynesian Spaegen der geothermischen Aktivitäten werden die Gräber über dem Erdboden gebaut.

Die "Government Gardens" in Rotorua sind unser nächstes Ziel, in deren Mittelpunkt die Tudor Towers, das einstige exklusive "Bath House" - heute das Rotorua Museum of Art and History - stehen. Es ist ein Fachwerkbau mit vielen Türmchen und er verrät britisches Vorbild. Südlich vom Bath House liegt der Polynesian Spa, eine moderne Kurbadvariante mit überdachtem Thermalwasserpool.

 

20.02. 2006

Die Coromandel Halbinsel darf auf unserer Reise nicht fehlen. In Tairua am Tairua Harbour beziehen wir ein "Garden Chalet" im Pacific Harbour Hotel. Tairua, "the Gem of Coromandel" wie es sich nennt, unCoromandel Peninsulad das gegenüberliegende Pauanui sind zwei Hafenstädtchen an der Ostküste obender Coromandel Peninsula. Herrliche Strände, viel Wald und ein mediterranes Ambiente machen diese Orte beliebt bei Touristen und Einheimischen zugleich. Tairua ist der ältere der beiden Orte, ein ehemaliges Farm- und Goldgräberstädtchen. Es ist ein idealer Ausgangsort für unsere Besichtigungstour zur Cathedral Cove und zum Hot Water Beach. Hot Water Beach

Hot Water Beach liegt ca. 20 Minuten Autofahrt nördlich von Tairua. Vom Parkplatz gehen wir ungefähr 400 m am Strand entlang zu der einzigen, dem Strand vorgelagerten Felsformation unterhalb einer hohen Klippe. Es sind 19.00 Uhr und es ist Ebbe. Bei Ebbe tritt aus dem Sandboden an vielen Stellen heißes Wasser heraus. Die Leute "buddeln" sich ein Loch in den Sandboden, lassen dieses voll Wasser laufen und setzen sich wie in einer Badewanne hinein. Bei unserem Besuch ist leider die Brandung sehr stark und der Effekt nicht allzu ausgeprägt. Trotzdem spüren wir das heiße Wasser. Eine plötzliche Brandungswelle beendet unseren Ausflug. Ziemlich durchnässt gehen wir zurück Richtung Parkplatz.

 

21.02. 2006

Heute möchten wir auf dem HW 25 die Coromandel Peninsula einmal umfahren. Dabei ist der erste Höhepunkt die "Cathedral Cove" nahe dem kleinen Ort Hahei. Die Cathedral Cove ist ein beeindruckender, von der Meeresbrandung in Kalkstein ausgewaschener Durchgang, dessen BCathedral Coveogenform an eine Kathedrale erinnert, die nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Vom Ortszentrum Hahei führt ein kleines Sträßchen zu einem Parkplatz, von dem aus man die Felsgrotte in 45 Minuten erreichen kann. Wir Bucht mit Cathedral Covewählen diesen Weg bei strahlendem Sonnenschein und fast heißen Temperaturen. Es geht bergauf und bergab, teilweise durch Wald bzw. Regenwald. Am Ende des Weges steigt man über viele Treppen hinab zur Bucht, um die Cathedral Cove sehen zu können. Es ist gerade 11.00 Uhr bei unserer Ankunft, genau richtig, um in die Grotte hineingehen zu können. Um 13.00 ist schon wieder Flut angesagt. Dann wird die Brandungshöhle voll Wasser sein. Wir sind begeistert von der Grotte, der Bucht und den vorgelagerten kleinen felsigen Inseln.

Die Ostküste der Halbinsel gefällt uns landschaftlich besser als die Westküste. Diese ist von Coromandel Town bis Thames etwas eintöniger.

 

22.02. 2006

Von Tairua fahren wir auf dem HW 25, 25A, 2 und 1 nach Orewa. Orewa ist Zwischenstation auf dem Weg zur Bay of Islands und ein beliebter Badeort vor den Toren Aucklands. Auckland steht heute noch nicht auf unserem Programm. Unsere freundlichen Gastgeber Brian und Judy empfehlen uns auf Nachfrage einen Fußmarsch nach Downtown Orewa und geben auch gleich eine Empfehlung für das Restaurant "Sahara". Die Bed-and-Breakfast-Unterkunft liegt in der Nähe dobenes Strandabschnitts Red Beach. Hier bummeln wir gemütlich entlang und sammeln einige Muscheln. Das empfohlene Restaurant in Orewa erweist sich als guter Tipp. Den restlichen Abend verbringen wir bei einem Glas Wein zusammen mit unseren Gastgebern in deren gemütlicher Stube und frischen dabei wieder unsere Englisch-Sprachkenntnisse auf.

 

23.02. 2006

Heute morgen ist um 8.00 Uhr "breakfast" angesagt. Der Tisch ist akurat und geschmackvoll gedeckt und Brian gibt sein Bestes, um uns mit einem reichhaltigen, vorzüglichen Frühstück zu verwöhnen. Es schmeckt nicht nur hervorragend, auch die Atmosphäre ist angenehm und wohltueHundertwasser-Toilettenhausnd. Schade, dass wir nicht länger bleiben! Von Orewa führt der Hundertwasser ToilettenhausHW 1 über Whangarei nach Kawakawa, unserem ersten Etappenziel auf dem Weg zur Bay of Islands. Die Sehenswürdigkeit des kleinen Städtchens sind "The Hundertwasser Toilets". Der im Februar 2000 verstorbene Friedrich Hundertwasser hatte sich Kawakawa als Wahlheimat gewählt. Er hat nicht nur auf einer Farm in der Nähe des Ortes gelebt und dort Tausende von Bäumen gepflanzt, sondern dem Ort ein ganz in seinem Stil erbautes "Örtchen" ganz ohne "Ecken und Kanten" geschenkt, welches heute zur Touristenattraktion avanciert ist! Ein wirklich ausgefallenes Geschenk!

Auf der Weiterfahrt kommen wir nach Paihia, einem traumhaften Erholungs- und Segelrevier an der Bay of Islands direkt gegenüber von Russell. Hier erkundigen wir uns nach Bootsausflügen für den mPaihiaorgigen Tag durch die Inselwelt der Bay of Islands. Unsere Bed-and-Breakfast-Unterkunft liegt in Kerikeri und nennt sich "Villa Maria". Es ist eine traGarten Villa Mariaumhafte Anlage mit mediteraner Vegetation und gepflegtem englischen Rasen. Auf dem großen Anwesen, das anscheinend im Besitz zweier Damen aus dem belgischen Flandern ist, befinden sich 3 "villas", die an Gäste vermietet werden. Sie sind benannt nach den Malern Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Gauguin und Salvador Dali. Wir bekommen die Villa Toulouse-Lautrec. Die Fotos sprechen für sich. Die Betten sind "specially made up for you with crisp Belgian linen". Ein völlig neues Bettgefühl??? Und erst das zu erwartende morgige Frühstück! "We look forward to seeing you in the morning and will spoil you with an adventurous eco Belgian-Pacific breakfast." Der Leser wird verstehen, dass wir da gespannt sind!

Der letzte Programmpunkt des heutigen Tages ist die Besichtigung des "Stone Store", des ältesten StRewa Villageeinhauses Neuseelands. Gleich nebenan steht das auch als "Kerikeri Mission Building" bekannte Kemp House, das 1882 fertiggestellt wurde. Dieses Gebäude ist Stone Storeheute Museum, in welchem man die Zeit um 1840 nacherleben kann. Auf der anderen Straßenseite ist ein "Kainga", ein normales, nicht befestigtes Maori.-Dorf nachgebaut, das einen Einblick in das Leben der Maori in voreuropäischer Zeit vermitteln soll. Der Name "Rewa" (Rewa-Village) bezieht sich auf den zweitmächtigsten Mann jenes Stammes, dessen Häuptling Hongi Hika war.

obenEin gepflegtes Dinner im Restaurant "Cinema" - eine Empfehlung unserer Hausdamen - beschließt diesen schönen Tag.