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Wellington - Tongariro NP - Napier


14.02. 2006

Heute steht Wellington auf unserem Besuchsprogramm. Wellington ist die Hauptstadt NeuseViktorianische Häuserelands und somit Sitz der Regierung und des Parlaments. Dank seiner Lage an der Nordseite der Cook Strait hat es eine wichtige Funktion als VerbindWellingtonungshafen zur Südinsel. 1776 entdeckte James Cook die Bucht von Wellington, um 1840 beginnt die erste europäische Besiedlung und 1865 wird Wellington Hauptstadt. Das Stadtzentrum ist geprägt von dicht aneinander gereihten Hochhäusern, durch die der Wind der Cook Strait fegt. Man nennt Wellington auch "The windy City". Da es der Stadt an ebenem Grund fehlt, verteilt sie sich auf weit auseinander liegenden Buchten und Hügeln. So geht es auf unserem Erkundungsgang in das Stadtzentrum imCable Carmer bergauf und bergab. Bereits hier sieht man sehr viele, gut erhaltene alte viktorianische Häuser. Unser erstes Ziel ist die Station der Cable Car auf dem Lambton Quay, der Haupteinkaufsstraße. In einer kleinen Passage zum Hang hin ist die Talstation der Cable Car versteckt. Die Bahn führt hinauf zum Stadtteil Kelburn auf den Hügeln über der City. Dort ist auch das obere Ende des "Botanical Gardens", durch den wir anschließend in einer halbstündigen Wanderung wieder zurück in die Stadt gelangen. Parlament

Unser Weg führt uns weiter zum Regierungsviertel. Der "Beehive", das bienenkorbförmige Regierungsgebäude wurde 1981 von dem Architekten Sir Basil Spence entworfen. Angeblich sei er vom Bienenkorbmotiv auf einer Streichholzschachtel inspiriert gewesen. Na ja, mal was anderes! Der Beehive ist Sitz des Premierministers und des Kabinetts. Das Parlamentsgebäude und die Parlamentsbibliothek befinden sich direkt daneben. St. Pauls

Weiter nördlich in der Mulgrave Street kommen wir zum Gebäude der "National Archives", in dem wichtige Dokumente zur Geschichte Neuseelands ausgestellt sind. Zum Bestand gehören das Original des "Treaty of Waitangi", dem Vertrag zwischen den Maori und der britischen Krone ebenso wie Briefe von James Cook. In der Mulgrave Street steht ebenfalls die "Old St. Pauls Church", die in jedem Fall einen Besuch wert ist. Es ist eine im Stil englischer Neogotik erbaute anglikanische Kirche, die bis 1972 als Kathedrale von Wellington diente und dann von einer neu erbauten Kathedrale gegenüber der National Library abgelöst wurde.

Wir besuchen auch die neue Wellington Cathedral, für die Königin Elisabeth II. 1954 den GFlagge Sir Edmund Hillaryrundstein legte. Diese Kathedrale erbte wohl nur die Aufgabe, nicht aber die Behaglichkeit des mit heimischen Hölzern gestalteten Innenraums der Old St. Paul's Cathedral. Durch Zufall können wir uns einer Besuchergruppe anschließen, die den Turm besteigt. Im Turm, der sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, ist eine Gedenkstelle mit Fahnen, unter anderem mit der Fahne, die Sir Edmund Hillary, der Bezwinger des Mt. Everest, auf dem Südpol für Neuseeland aufgestellt hatte. Nach einem kleinen Lunch in einem Subway geht es zum Lambton Quay, auf dessen ganzer Länge Shopping in Einkaufspassagen und mehrstöckigen Arkaden die Devise ist. Nächste Station ist das Civic Centre, die Town Hall und die City Art Gallery. Vom Civic Centre führt eine avantgardistische mit Maori Symbolik geschmückte City-To-Sea-Bridge zur Queens Wharf, die mit Touristen überfüllt ist.

Hier sieht man die gewählte Route auf der Nordinsel >>>

 

15.02. 2006

Es geht weiter auf unserer Rundreise zum ca. 340 km entfernten Tongariro NP. Die Fahrt verläuft zunächst auf dem HW 1 bis Waiouru. Die Landschaft unterscheidet sich etwas von der auf der Südinsel: sie ist flacher und grüner. Ausserdem bemerken wir sofort wesentlich stärkeren Verkehr, vor Chateau Tongariroallem sind viele Lastwagen unterwegs. Ab Waiouru braucht man nur der Beschilderung zMountNgauruhoeum Tongariro NP zu folgen. Wir erreichen unser Tagesziel, Whakapapa Village, am frühen Nachmittag. Der kleine Ort besteht eigentlich nur aus dem Skotel "Alpine Resort", unserem Domizil, ein paar Häusern, dem Visitor Center und dem riesigen 4-Sterne-Hotel "Chateau Tongariro". Im Visitor Center machen wir uns kundig für eine Wanderung im Park, da die Wetterprognose "fine" lautet. Zwei Wanderungen werden uns für den morgigen Aufenthalt vorgeschlagen: "Silica Rapids Walking Track" ( 2,5 Std./7km) und "Taranaki Falls Walking Track" (2 Std / 6km).

 

16.02. 2006

Im Mittelpuunkt des Tongariro NP stehen die drei noch aktiven Vulkane Ngauruhoe (2291 m), Ruapehu ( 2797 m) und Tongariro (1968m). Erdgeschichtlich gesehen ist der Mt. Ngauruhoe der jüngste. Sein letzter Ausbruch war 1954. Auffallend im NP ist der spärliche Baumbewuchs. Große Silicia RapidsGebiete sind stattdessen mit Bültengras, auch TussockgrasTaranaki Falls genannt, bewachsen. Ursache für den spärlichen Bewuchs hier ist das ständige Wechselspiel zwischen Verwüstung und Regeneration. Unsere erste morgendliche Wanderung führt uns zu den "Silica Rapids". Der Weg geht entlang eines Gebirgsbaches durch Gebirgswald. Subalpine Pflanzen und eine Mischung aus Sumpf- und Tussockgras begleiten uns bis zu den cremig-weißen Terassen der Silica Rapids. Unterwegs bietet der Weg immer wieder schöne Ausblicke auf den Mt. Ruapehu und Mt. Ngarauruhoe. Der Nachmittag ist ausgefüllt mit einer Wanderung zu den "Taranaki Falls". 20 m tief stürzt sich das Wasser über den Rand eines großen Lavastroms, der vor 15 000 Jahren bei einem Ausbruch des Ruapehu entstanden ist. Der Wasserfall stürzt in einen aus Felsen gebildeten Pool. Der Wanderweg folgt dem Wasserlauf durch kleine Schluchten zurück zum Ausgangspunktim Whakapapa Village.

 

17. / 18.02. 2006

Unsere beiden heutigen Reiseziele heißen Lake Taupo und Napier. Der über 600 km² große Lake Taupo ist das größte Binnengewässer Neuseelands.. Mit seinen Fluten bedeckt der See gleich mehrere Vulkankrater. Taupo zählt ca. 20.000 Einwohner und ist eine gepflegte Kleinstadt. Das StadtzeLake Taupontrum liegt direkt am See. Taupo ist die Stadt der Angler. Mit einer Fülle von Übernachtungsmöglichkeiten jeglicher Art und seinem großen Angebot an Freizeitmöglichkeiten ist es ein beliebter Ferienort. Wir genießen obenbei strahlendem Sonnenschein in einem Straßencafe einen "long black-white", eine Art Cappucino, bevor wir uns auf den "Thermal Explorer HW" nach Napier machen. Dieser HW 5 führt fast nur durch Gebirge, kleinere Orte gibt es nicht. Ab und zu sehen wir eine kleine Hütte. Am Nachmittag erreichen wir Napier.

Napier, die Hauptstadt der Provinz Hawke's Bay , ist mit seinen Nachbarorten Hastings uOldtimernd Havelock zum größten Siedlungsgebiet an der Ostküste zusammengewachsen. Was Napier beBademode der 20-er Jahrekannt gemacht hat, ist seine einheitliche Architektur im Art-Deco-Stil der 20-er und 30-er Jahre. Am 3. Febraur 1931 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala die Region um Napier. Die gesamte Innenstadt wurde verwüstet, nicht nur durch das Erdbeben, sondern auch durch die nachfolgenden Brände. 256 Menschen kamen in der größten Katastrophe der Geschichte Neuseelands ums Leben. Bald danach begann man mit dem Wiederaufbau. Architekturstudenten aus Auckland konnten sich in der damals modernsten Stilrichtung des Art Deco üben. So entstand "the newest city on the globe". Jedes Jahr, am 3. Februarwochenende erinnert Napier an dieses Erdbeben und begeht ein großes Fest. Dieses Jahr waren genau 75 Jahre seit dem Erdbeben vergangen, deshalb ein besonders großes Jubiläumsfest. Man hat den Eindruck, dass alle Oldtimer Neuseelands sich in Napier ein Stelldichein geben. Viele haben eine Aufschrift : "I survived the Hawke's Bay earthquake!". Sehr viele Einwohner kleiden sich auch im Look der 20-er und 30-er Jahre. Wer keine adäquate Garderobe besitzt, kann diese in speziellen Geschäften ausleihen.

Wir sind in Ausgestopfter KiwiNeuseeland und haben noch keinen lebenden Kiwi (hier sind die Tiere gemeint!) gesehen. In freier Natur wird das auch selten möglich sein. Der Kiwi ist ein flugunfähiger Vogel. Auf den neuseeländischen Inseln hatte er früher keine natürlichen Feinde, musste also nicht wegfliegen und hat deshalb seine Flügel zurückgebildet. Die Vorfahren des Kiwis konnten fliegen. Sein Gefieder ist graubraun und pelzartig. Er ist etwa so groß wie ein Huhn. Der Kiwi ist nachtaktiv. Er hat einen langen, spitzen Schnabel, mit dem er im Laub nach Insekten sucht. Er schläft etwa 20 Stunden am Tag. Die Kiwi-Henne legt pro Jahr nur ein einziges Ei, das aber besonders groß ist. Es wiegt 500 g (das ist ein Fünftel / 20% des Gewichts der Kiwi-Henne). Die Brutzeit dauert 11 Wochen, es brütet der Kiwi-Hahn.

Das National Aquarium in Napier hat eine Kiwi-Abteilung. Sie ist stark abgedunkelt. Hinter einer Schallschutz-Glasscheibe sehen wir mit viel Glück zwei Kiwis, die sich gerade gegenseitig neckisch raufen. Fotografieren und auch lautes Sprechen sind nicht erlaubt. Das nebenstehende Foto zeigt einen ausgestopften Kiwi. An der Marine Parade

Direkt am Meer entlang verläuft die Marine Parade, eine schöne Flaniermeile in Napier. Hier steht auch die Skulptur der Meerjungfrau "Pania", eine aus der Maori-Sagenwelt bekannte Gestalt. Gepflegte Gartenanlagen, darunter auch die imposanten "Sunken Gardens" bieten reichlich Abwechslung und immer wieder neue Fotomotive. An der im mediteranen Stil erbauten Kolonade ist auch die Schiffsglocke von HMS "Veronica" ausgestellt. Von diesem Schiff aus wurde nach dem verheerenden Erdbeben von 1931 erste Katastrophenhilfe geleistet. Besonders gefällt uns der parkähnlich angelegte Memorial Sqobenuare, während wir vom Bluff Hill mit seinem angeblich "überwältigenden" Ausblick enttäuscht sind. Auf die Stadt hat man nur eine stark eingeschränkte Sicht.