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Mexikanische Impressionen

Di, 10.02.2009

Heute Morgen "stürmen" bereits vor dem Frühstück die meisten Reiseteilnehmer aus der HotelanlagePopocatepetl ins Freie: Der Popocatépetl ist wolkenfrei und muss fotografiert werden! Er ist mit ca. 5452 m der höchste Vulkan der Welt. Popocatépetl ist ein aztekisches Wort und bedeutet so viel wie "rauchender Berg". Eine wunderbare Legende rankt sich um diesen Berg, uns hat sie so gut gefallen, dass wir sie hier hier (klick) wiedergeben möchten.

Nach dem Frühstück verlassen wir die schöne Hotelanlage Richtung Puebla.
Puebla ist die VW-Stadt. Hier werden jährlich zwischen 400.000 - 425.000 Volkswagen hergestellt, die meisten davon sind für die USA VW-Emblembestimmt. VW ist der größte Arbeitgeber in der Region, 16.000 Arbeiter und Angestellte sind hier beschäftigt, an die 400 Zulieferbetriebe sind eingebunden. Hergestellt werden der New Beatle und das Golf Cabrio.Santo Domingo (Stand: Febr. 2009) Bis Juni 2003 ist noch der alte VW-Käfer vom Band gelaufen. Er diente lange Zeit vor allem als Taxi in Mexiko. Doch nach einer neuen Verordnung müssen Taxis aus Sicherheitsgründen 4 Türen haben, somit hatte dieses Auto ausgedient. Wie wichtig der Volkswagenkonzern für die Region ist, zeigt sich auch daran, dass man das VW-Emblem sogar an Kirchen findet!

Puebla ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und Universitätsstadt. Ihren kolonialen Charme hat sich die Stadt erhalten. Die vielen wunderbaren Innenhöfe begeistern uns. Das historische Zentrum wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Kirche Santo Domingo, die wir gemeinsam besuchen, wurde bereits 1535 fertig gestellt und gilt als Glanzleistung der mexikanischen Barockkunst. Insbesondere die 1690 geschaffene Rosenkranzkapelle (Capilla del Rosario) ist ein absolutes "Muss". Sie besitzt verschwenderische Dekorationen aus vergoldetem Holzschnitzwerk und eine vollständig mit Blattgold ausgestaltete Kuppel.

Nach dem Besuch von Puebla geht die Fahrt weiter auf der Panamericana - eine Schnellstraße, die sich über die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung des amerikanischen Kontinents erstreckt - durch die Sierra Madre del Sur zum romantischen Oaxaca. Die Sierra Madre del Sur ist eine Bergkette, die für ihre große Artenvielfalt und die große Anzahl endemischer Arten bekannt ist. Folglich werden auf dieser Fahrt einige Fotostopps eingelegt: Mächtige Yuccapalmen, Säulen- und Kandelaber Kakteen, jede Menge Opuntien sowie Kapokbäume werden digital festgehalten. Kapokfasern können als Füllmaterial für Rettungsringe und Schwimmwesten oder Polster- und Isoliermaterial genutzt werden.

KandelaberkakteenKapokbaum

Am frühen Nachmittag erreichen wir Oaxaca und besuchen als erstes das dortige Dominikanerkloster Santo Domingo, eine Gründung aus dem Jahre 1575. Im Kloster befindet sich Totenmaskedas Museo de las Culturas de Oaxaca. Das Museum beherbergt reiche ethnographische Sammlungen, die einen guten Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Indianer und anderer Einwohner der Region geben. Die wertvollsten Schätze des Museums sind jedoch die Funde aus dem Mixteken-Grab Nr. 7 in Monte Alban. In diesem Grab fand man einen unermesslichen Schatz, bestehend aus Jade, Perlen, Gold, Keramik, Edelsteinen, usw. , sowie die Überreste von 8 männlichen Personen und einer weiblichen Person. Baumrindenpapier

Aus den fensterlosen Öffnungen in den Fluren des ehemaligen Klosters hat man einen guten Blick auf die große Gartenanlage. Hier befindet sich eine große Sammlung verschiedenster Kakteen Mexikos.

Vor dem Kloster "belagern" uns fliegende Händler. Wir kaufen ein Bild mit einem landestypischen Motiv, das auf Baumrindenpapier gemalt ist : Der Aztekenkalender.

Gegen 18.15 Uhr erreichen wir die wunderschöne Hotelanlage "Victoria" in Oaxaca. Hier werden wiran den Seitenanfang zwei Nächte bleiben! Morgen früh brauchen die Koffer also nicht zeitig vor die Zimmertür gestellt werden. Bei einem guten Abendessen genießen wir das wohltuende Ambiente des Hotels und sitzen anschließend noch in gemütlicher Runde mit den anderen Reiseteilnehmern zusammen.