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Tappeinerweg - längste Promenade in Europa


Fr, 26. 09. 2008

Heute ist das Wetter wieder sehr sonnig, die beste Voraussetzung, um den Tappeinerweg zu gehen. So machen wir uns auch gleich nach dem Frühstück auf den Weg: Waalweg - Winkelweg - Elisabethpark. Nach Überqueren der Postbrücke biegen wir rechts ab in die Winterpromenade.

Die Postbrücke ist das letzte Überbleibsel des einstigen GrandhotelsPasseirer Tor "Meranerhof", das an der Stelle der heutigen Therme Meran stand. Um einen direkten Zugang zur Promenade zu schaffen, hatte die Hoteldirektion um 1890 diese -inzwischen verbreiterte - Brücke bauen lassen. Erst vor wenigen Jahren renoviert, ist sie heute die eleganteste Brücke Merans.

Am Ende der Winterpromenade, kurz vor der Steinernen Brücke, steht links das Passeirer Tor. Es zeigt mit seinen alten Steinmauern, seinen Schießscharten und dem steilen Turmdach noch ein richtig "mittelalterliches" Gesicht. Die Halterung für ein Fallgitter ist noch zu erkennen, mit dem man im Mittelalter den Zugang zur Stadt versperren konnte.

TappeinerwegUnmittelbar am Passeirer Tor beginnt der Tappeinerweg, der sich 100 m über der Stadt den gesamten Küchelberg entlang bis nach Gratsch zieht. Entlang des 5 km langen Spazierweges wachsen die verschiedensten alpinen und mediterranen Pflanzen und es werden herrliche Ausblicke über die Dächer der Stadt Meran und ins gesamte Vinschgau geboten. Der Tappeinerweg wurde nach seinem Planer und Stifter, dem Arzt, Botaniker und Anthropologen Doktor Franz Tappeiner (1816 - 1902), benannt, der mehr als 6.000 Pflanzen beschrieb und herbarisierte. Ein Denkmal am Tappeinerweg erinnert an den Arzt.

Nach einem kurzen Wegstück kommen wir am Pulverturm vorbei. Der viereckige Turm gehörte zurPulverturm mittelalterlichen Burg Ortenstein. Seinen heutigen Namen bekam der Turm 1629. Es war die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Zur Verteidigung der Stadt hielt man so viel Pulver in der Stadt, dass den Stadträten angst und bange wurde. So lagerte man das Pulver schließlich in den Turm aus.

Der Tappeinerweg ist ein unbedingtes Muss für jeden, der Meran besucht. Er ist gut ausgebaut und begehbar, ein wahres Vergnügen! Wir lassen uns sehr viel Zeit für diesen Weg. Am Ende des Weges steht am Hang ein sehr schönes Restaurant mit überdachter Terrasse, wo wir einkehren und bei einem Glas Wein und einer kleinen Brotzeit die herrliche Gegend von "oben" genießen können. Anschließend gehen wir wieder zurück.

Den restlichen Tag verbringen wir in der Altstadt, wo wir einige Einkäufe tätigen. Unter anderem kaufen wir natürlich ein großes Stück Südtiroler Speck und ein paar Flaschen "Vernatsch" (die häufigste rote Rebsorte in Südtirol).

 

Sa, 27. 09. 2008

Heute geht unser Kurzurlaub zu Ende. Wir bezahlen nach dem Frühstück unser Quartier undPfeil nach oben verabschieden uns von unseren Gastgebern. Dann geht's nach Hause! Und hier finden wir leider nicht mehr das sonnige Wetter aus Südtirol vor!!