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Schloss Trauttmansdorff - Meraner Promenaden


So, 21. 09. 2008

Von unserer Pension in Meran sind es ca. 15 Minuten Gehweg bis zum Schloss Trauttmansdorff mit seinen berühmten Gärten. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg!

Auf einer 12 ha großen, sonnigen Fläche hat man die ganze Welt in einem Garten vereint. 7 Jahre Bauzeit waren dazu erforderlich, die Gärten wurden 2001 eröffnet und können bereits renommierte Auszeichnungen vorweisen: 2005 wurde die Anlage zum schönsten Garten Italiens, nur ein Jahr später zu Europas Garten Nr. 6 gekürt. Eintrittspreis: 9 €/Person (Stand: Sept. 2008).

Hier gedeihen in über 80 Gartenlandschaften, angelegt in Form eines Amphitheaters, seltene Südtiroler Rebsorten neben mexikanischen Kakteen, Feigen und Lavendel. Die Waldgärten zeigen Miniaturwälder aus Amerika und Asien. Im Seerosenteich schwimmen Lotosblüten, Palmen stehen vor der Kulisse der Meraner Berge. Auf einer spektakulären Aussichtsplattform haben wir Ausblicke auf Meran, die Weinberge und die umliegende Bergwelt. In einem "Verbotenen Garten" wachen recht skurrile Gestalten über hochgiftige Pflanzen! Über allem thront Schloss Trauttmansdorff. Das ist echt imposant!!

 

SchlossgärtenSchlossgärtenSchlossgärtenSchlossgärten

 

Eine "Libellenuhr" zeigt die in den Gärten am häufigsten vorkommenden Libellenarten in den Monaten von April bis November. Libellen zählen zu den größten und am schnellsten Libellenuhrfliegenden Insekten. Sie stechen nicht! Als Larven leben sie unter Wasser, verlassen dieses vor dem Schlüpfen und halten sich zur Nahrungsaufnahme, Paarung und Eiablage in nächster Nähe von Gewässern auf. Das Sehvermögen von Libellen ist hervorragend: die Facettenaugen erlauben 175 Einzelbilder pro Sekunde; zum Vergleich: beim Menschen sind es 20 Bilder!

Graf Trauttmansdorff hatte das Schloss aus mittelalterlichen Ruinen wieder errichten lassen; Kaiserin Elisabeth wohnte zweimal zur Winterkur darin. Im Oktober 1870 fährt sie zum ersten Mal mit einer Kutsche vor. Die damals noch sehr ruhige Kurstadt Meran war der Kaiserin für ihre Schloss Trauttmansdorffkränkelnde Tochter Marie Valerie empfohlen worden. Für ihre ausgedehnten Wanderungen ließ sie schon damals "anmutige Flusspfade mit feinem Kies bestreut" anlegen, um hier "fern und ungestört vom Lärm der Welt" spazieren gehen zu können.

Heute befindet sich im Schloss das Touriseum - das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Es zeigt neben 200 Jahren bewegter alpiner Tourismusgeschichte auch die Räume, die den kaiserlichen Hoheiten zur damaligen Zeit zur Verfügung standen. Im Eintrittspreis ist der Rundgang durch das Schloss inbegriffen.

Mehrere Restaurants befinden sich auf dem großen Areal. Wir machen Rast in einem Restaurant am Seerosenteich und erfrischen uns bei einer kleinen Brotzeit. Am frühen Nachmittag spazieren wir zurück in die Stadt, wo wir uns heute für die vielen Promenaden interessieren.

Die Besucher Merans kommen - so gibt es der "Meran-Guide" an - seit jeher wegen der einmaligen, sonnigen Gegend. Deshalb wird Wandern und Spazieren in Meran groß geschrieben: Die Stadt und ihre Umgebung verfügt über ein 60 km langes Netz aus Promenaden, Spazier- und Wanderwegen. Im Zentrum führt die prächtige und breite Anlage der Kurpromenade am rechten Flussufer entlang. Die Sommerpromenade folgt der Passer flussaufwärts von der Postbrücke an. Parallel dazu verläuft am gegenüberliegenden Passerufer die Winterpromenade bis zum Steinernen Steg und weiter bis zur Gilfpromenade. Diese ist mit üppiger Mittelmeerflora bepflanzt.

Der Steinerne Steg wurde im Jahre 1616 erbaut. Diese mächtige Passerbrücke ist die älteste Brücke der Stadt. Sie überspannt die Gilfschlucht und verbindet die Gilf-Promenade mit der Sommerpromenade.Pfeil nach oben

Wiederum nach einem Abendessen in einem Restaurant der Altstadt "wandern" wir am späten Abend in unsere Pension zurück.