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Waterford - Blarney Castle - Cork - Ring of Kerry

Sa, 02.08. 2003

Nach den schlechten Erfahrungen gestern mit dem Autofahren und vor allem der schlechten Wegbeschilderung gehen wir nach dem Frühstück, das leider, obwohl „full irish“, etwas mager ausgefallen war, mit ungewisser Erwartung auf unsere heutige Etappe nach Macroom im Südwesten der Insel. Zunächst können wir uns auch nicht verfahren, da es immer die N 25 entlang geht. Wir gelangen ohne Mühe nach Waterford, einem mittelalterlichen Städtchen, das schon von den Wikingern im Jahre 835 gegründet wurde.

Reginald TowerDas Stadtbild ist sehr nett, und an manchen Stellen sind auch noch Reste der ursprünglichen Stadtmauern zu sehen. Der "Reginald Tower" wurde im 12. Jahrhundert errichtet und war ein wichtiger Teil von ihnen. Später diente er als Münze, Munitionsdepot und Polizeistation. Heute beherbergt er das Civic Museum. Auf dem Weg nach Cork, der zweitgrößten Stadt Irlands, besichtigen wir noch das Barryscourt Castle aus dem 15./16. Jahrhundert. In unmittelbarer Nähe liegt die 11 ha große Parkanlage „Fota Arboretum & Gardens“. Früher konnte man diese Anlage wohl mit dem Auto durchfahren. Heute hat man zum größten blarney CastleTeil daraus einen Wildlifepark gemacht. Das Geschäft muss blühen.

5 km nördlich von Cork liegt Blarney Castle, ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel im Süden Irlands. Die schönen Parkanlagen und das Castle selbst sind beliebte Ziele für Hochzeiter, die sich vor der romantischen Kulisse ablichten lassen und sich dort wohl auch ihr „Ja-Wort“ geben. Auch wir sehen etliche Hochzeitsgesellschaften, aber keine von ihnen erklimmt die oberen Zinnen des Castle, die es eigentlich berühmt machen. Dort ist der Blarney Stone eingelassen. Die Sage sagt, dass, wer den Stein küsse, ungeahnte rhetorische Fähigkeiten erlange. Diese Fähigkeiten wollen wohl viele Besucher erreichen und pilgern auf die Zinnen. In halsbrecherischer Lage auf dem Rücken liegend, von einem Helfer an den Beinen festgehalten, damit man nicht von der hohen Zinne in den Abgrund stürzt, küssen sie den Stein. Wir haben nur zugesehen, da wir ja schon rhetorisch bewandert sind !?

Weiter geht es unserem Tagesziel entgegen, das wir auf der N 22 ansteuern wollen. In Cork sind wirklich zu unserer Überraschung alle Nationalstraßen ausgeschildert, nur die N 22 nicht. Wir irren mal wieder durch die Stadt, und sind auf einmal wieder da, wo wir herkamen. Wir brauchen fast eine Stunde, bis wir durch Zufall die richtige Richtung finden. Wir raten jedem Irlandfahrer, ein Navigationssystem mitzunehmen. Vielleicht findet man dann den Weg besser.

So gelangen wir wiederum recht spät (fast 19.00 Uhr) nach Macroom. Auf unserer Reise haben wir nur Country Hotels gebucht, und so ahnen wir natürlich nicht, dass es mitten im Ort liegt und fahren zunächst einmal an ihm vorbei. Aber schließlich finden wir es doch noch. Wegen des langen Wochenendes (Montag ist Banking Day und somit Feiertag) ist in dem Ort, der wegen seiner Umgebung besonders bei Anglern beliebt ist, die Hölle los. Durch Zufall finden wir nach mehrmaligem Kreisen vor dem Hotel einen Parkplatz und können uns einquartieren. Das Hotel ist schön, Abendessen gibt es im angeschlossenen Pub, und den Abschluss des Tages bildet ein Spaziergang durch die wirklich schöne, kleine Stadt. Wir bleiben zwei Nächte, und morgen steht der „Ring of Kerry“ auf dem Programm. Mal sehen, ob wir dahin finden. Jedenfalls müssen wir früh aus den Federn, wenn wir die Tour schaffen wollen.

 

So, 03.08. 2003

Wir sind früh aufgestanden, und das war auch nötig. Die Fahrt zum und auf dem „Ring of Kerry“ geht über 300 km. Die Rundfahrt beginnen wir in Killorglin entgegen dem Uhrzeigersinn. So steht es im Reiseführer, also machen wir es auch so, obwohl die Gefahr besteht, dass wir immer einen Reisebus vor der Nase haben werden, denn die fahren auch immer entgegen dem Uhrzeigersinn. An Überholen ist auf der schmalen Straße überhaupt nicht zu denken. So kommen uns die Busse aber wenigstens nicht entgegen, was bei dem wenigen Platz auf der Straße recht nervig wäre. Bei der Abfahrt in Macroom war das Wetter zwar bedeckt, aber es regnete nicht. Je näher wir aber dem „Ring of Kerry“ kommen, desto schlechter wird es. Schließlich fängt es auch noch zu regnen an.

Die Wolken hüllen die Berge ein, und von der wilden Landschaft ist leider nicht viel zu sehen. Filmen und Fotografieren lohnen sich bei dem Wetter nicht. Nur im Staigue Fort und in einigen hübschen Orten entlang der Route fotografieren wir. Schade, der „Ring of Kerry“ gehört auch zu den Top – Reisezielen in Irland und das Staigue Fort, dessen Entstehungszeit nicht genau bekannt ist, ist neben der Landschaft eine Attraktion. Kenmare ist wohl der schönste Ort an der ganzen Strecke des Rings. Hier bummeln wir ein wenig, bevor wir den Rückweg nach Macroom antreten, wo wir gegen 18.00 Uhr ankommen. Nach dem Abendessen im hoteleigenen Pub spazieren wir durch den Ort und nutzen das Aufhören des Regens für Filmaufnahmen aus. Pfeil nach oben

Morgen geht es weiter nordwärts. Vor Erreichen unseres Ziels wollen wir noch die Dingle – Halbinsel umrunden. Der Wetterbericht sagt für morgen für diese Gegend leider Regen an. Aber warten wir es ab.