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Dublin, Irlands Hauptstadt


Mi, 30.07. 2003

Das Flugzeug nach Dublin geht erst um 19.45 Uhr. Wir werden also spät in Dublin ankommen, auch wenn die Zeit dort eine Stunde nachgeht. Geplant ist, dass wir um 21.25 Uhr Ortszeit dort landen. Wie üblich fahre ich Anita mit dem gesamten Gepäck zum S-Bahnhof Gauting, bringe das Auto zurück und laufe dann zu Fuß zur S-Bahn. Wir nehmen die Bahn um 16.31 Uhr und steigen diesmal in Laim in die S1 zum Flughafen. Wir sind etwa zwei Stunden vor Abflug dort. Wie üblich, wenn man so früh da ist, geht das Einchecken reibungslos und schnell. Ein Sandwich und ein Bier bzw. Kaffee stillt den Hunger. Dieter kann dann auch pünktlich seine Tabletten gegen die Heliobacter Bazillen im Magen nehmen, die ihm die letzten 14 Tage immer wieder Übelkeit bescherten.

Das Flugzeug der Aer Lingus fliegt pünktlich in München ab. Der Flug ist problemlos, und die Ankunft in Dublin um 21.25 Uhr Ortszeit verzögert sich auch nicht.

Den Unser Leihwagen Mietwagen haben wir schnell, ein Nissan Primera, aber als wir alles verstaut haben, stellen wir fest, dass er verbeult und der linke Scheinwerfer defekt ist. Also zurück zum Autoverleiher (EuropCar) und den Wagen umtauschen. Wir bekommen dasselbe Modell, aber diesmal in dunkelblau. Alles ist fremd an dem Auto. Es ist schon spät und es ist stockdunkel. Wie sollen wir zum Hotel finden, das in Howth, außerhalb von Dublin liegt. Wegbeschilderung gibt es praktisch keine, wir fahren nach Gefühl. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht gewohnheitsmäßig auf der rechten Straßenseite fahren, denn es herrscht ja Linksverkehr. Deer Park Hotel

Um den Weg zu finden, müssen wir um 23.00 Uhr irgendwo an einem Haus klingeln. Dort bekommen wir trotz vorgerückter Stunde eine Wegbeschreibung zum Hotel. Es sind noch ca. 5 km, und auch wenn Anita meint, ich säble links alle parkenden Autos ab, wir kommen im Hotel gut an.

Das Deer Park Hotel liegt an einem Golfplatz und bei unserer Ankunft ist die Rezeption schon geschlossen. Über das Haustelefon erreichen wir doch noch jemanden und beziehen unser wirklich schönes Zimmer. Der Durst ist groß, die Bar ist noch auf, und zwei Guinness beruhigen uns etwas. Es ist schon nach Mitternacht und bis zum Aufstehen verbleiben uns nur ein paar Stunden Schlaf.

Hier sieht man die genaue Reiseroute

 

Do, 31.07. 2003

Um halb acht stehen wir auf, nehmen ab halb neun unser „full irish breakfast“ ein und Pfeil nach oben fahren danach in den Ort Howth, um mit der DART (Dublin Area Rapid Transport) nach Dublin zu kommen. Das „full irish breakfast“, das uns ab heute täglich begleiten wird, unterscheidet sich von dem „english breakfast“ nur durch dickere, gebratene Schinkenscheiben.

Das Wetter ist bewölkt, aber es regnet nicht. Die Luft hier in Irland ist so rein und duftet auffallend angenehm. Das fällt dem Besucher sofort auf. Wahrscheinlich kommt der Duft von dem vielen Grün. Der heutige Tag dient dem Kennenlernen von Dublin. Unsere Sightseeing-Tour beginnt an der O'Connell Bridge, die über den River Liffey führt und das Zentrum von Dublin bildet. Hier ist der Autoverkehr enorm, da mehrere Hauptverkehrsstraßen an diesem Punkt zusammentreffen. Der Fluss Liffey teilt die Stadt in eine südliche und eine nördliche Hälfte. Dublin ist eine Stadt der krassen sozialen Gegensätze. Südlich des Liffey finden wir noble Wohnviertel und elegante Einkaufszonen, nördlich wirken weite Teile heruntergekommen und trostlos. Dublin ist die unumstrittene Hauptstadt der Republik Irland und das unangefochtene wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Fast ein Drittel aller Iren leben hier.

Bank of IrelandVon der O'Connell Bridge laufen wir zur Bank of Ireland und zum Trinity College, der berühmtesten Universität Irlands. Wir entschließen uns spontan, an einer halbstündigen Führung teilzunehmen, auf der wir viel über die Geschichte der Universität erfahren. Höhepunkte der Tour sind die „old library“ und das „Book of Kells“, der lateinische Text der vier Evangelien aus dem Mittelalter.

Gegen Mittag verlassen wir das ehrwürdige College und kehren in einem für Fish & Chips bekannten Schnellrestaurant ein. Haustür am Merrion SquareDer Fisch ist gut und vor allem frisch.

Nach dem Essen setzen wir unsere Besichtigung am Merrion Square fort. Hier findet man ein einzigartiges Ensemble mit georgianischem Charakter, d.h. die den Platz umgebenden Häuser sind in einem Baustil aus der Zeit zwischen 1714 und 1830 errichtet. Insbesondere fallen die bunten Haustüren ins Auge, die sehr schön anzusehen sind. In dem inmitten des Platzes liegenden kleinen Park hat man dem Schriftsteller Oscar Wilde ein Denkmal gesetzt.

Vorbei an der National Gallery und dem historischen Museum gelangen wir zur St. Patrick's Cathedral, die am St. Patrick's Day 1192 gegründet wurde und heute den protestantischen Kirchenritus feiert, obwohl 95% der Iren katholisch sind. Nach der Besichtigung der Kirche machen wir noch einen Bummel über die Grafton Street (Haupteinkaufsstraße) und durch das Viertel „Temple Bar“ mit vielen "Fresslokalen". Auch die „Half Penny Bridge“ ist nicht weit. Früher musste man für die Überquerung des Liffey auf dieser BrückPfeil nach obene eine halben Penny bezahlen, daher der Name. Mit der Schnellbahn (DART) geht es wieder zurück nach Howth zunächst zum Abendessen in ein Lokal und anschließend ins Hotel. Morgen verlassen wir Howth und Dublin und begeben uns auf unsere Autorundtour durch Irland.