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Hawaii - Insel Kauai


Kauai, "The Garden Island"

Sechs Tage besuchten wir Kauai, die nördlichste der Hawaii-Inseln. Sie ist die viertgrößte unKauaimapd entstand aus einem Vulkan. Seine Überreste bilden die beiden etwa gleich hohen Spitzen des Mt. Kawaikini und des Mt. Waialeale. Kauai, "the garden island", ist bekannt für seine üppige Vegetation und seine eindrucksvollen Landschaften. Zwar gibt es hier keine aktiven Vulkane, sonst ist aber fast alles geboten, was Naturliebhaber und Fotografen an Hawaiis Inseln so begeistert: zerklüftete Küsten, grüne Berge, tiefeingeschnittene Täler, Wasserfälle und Flüsse, fruchtbare Plantagen, Strände am laufenden Meter und sogar ein Canyon, der einzige im Pazifik.

Hotel Islander on the BeachAlle zehn bis fünfzehn Jahre wird Kauai von einem schweren tropischen Sturm verwüstet. Der letzte tobte 1992. Mittlerweile ist aber fast alles wieder renoviert und auch die Vegetation hat sich schnell erholt. Wir wohnten im "Islander on the Beach".

Das Gebiet rund um den Ort Wailua und um die Mündung des Wailua River ist ein altes Siedlungsgebiet. Noch vor den Polynesiern wurde die Gegend wahrscheinlich von einem Zwergstamm, den Mu, besiedelt. Sie lebten in den Höhlen am Fluss. Früher waren an den Ufern des Wailua River Wohnhäuser der Mitglieder der Hawaiischen Königsfamilie. Der Name Wailua bedeutet übersetzt "Heiliges Wasser". Die Wailua Falls sind ein lohnender Abstecher vom Kuhio Highway (Nr. 56) von Lihue nach Norden. Eine ca. 3 km lange Stichstraße führt durch Zuckerrohrfelder zu den sehenswerten Wasserfällen. Die Doppelwasserfälle stürzen sich 25 Meter über grün überwucherte Felswände in einen runden Pool.

Hawaiianische HütteAm Wailua-River, unten im Tal, entdeckten wir eine Anlage von Palmhütten. Sie gehörten zu einem alten restaurierten hawaiianischen Dorf, das auch schon mehrmals Kulisse für Filmaufnahemn war. Im Dorf finden wir eine Ansammlung typisch hawaiianischer Hütten und Gemeinschaftsgebäuden. In der Nähe dieses Dorfes sind Anlegestellen für verschiedene Schiffsfahrten auf dem Wailua River. Er ist einer der wenigen schiffbaren Flüsse von Hawaii. Von hier geht es zur beliebten Farngrotte.

FarngrotteDie Farngrotte ist eine Lavahöhle, deren Wände und Decken dicht mit Farn bewachsen sind, was ihr ein märchenhaftes Aussehen verleiht. Sie ist eine der meist besuchten Sehendswürdigkeiten Kauais und ist häufig SchauplatzPfeil nach oben von Hochzeiten. Wenn man wie wir in einer Gruppe die Grotte besichtigt, stimmen ein paar Musikanten den alten "Hawaiian Wedding Song" an. Die Höhle hat eine hervorragende Akustik.

Eine nicht alltägliche Attraktion auf Kauai ist das "Spouting Horn". In einem Spouting HornLavatunnel wird hier die Brandung unter den Felsen der zerklüfteten Küste hochgedrückt und das Wasser schießt in einer 10 m hohen Fontäne in die Luft. Ein echter Meeresgeysir, der bei starkem Wellengang röchelt und faucht.

Kaffeeplantagen sind weit verbreitet auf Hawaii. Der vulkanische Boden ist ideal dafür. Die produzierte Menge reicht allerdings nur für den amerikanischen Markt.

Auf dem Weg nach Hanalei im Norden von Kauai hat man einen schönen Ausblick auf das Hanalei Valley mit seinen sattgrünen Tarofeldern und imposanten Bergketten im Hintergrund. Taro ist eine Knollenpflanze, die in überfluteten Feldern angebaut wird. Aus den Knollen wird Poi zubereiet, ein Grundnahrungsmittel der Eingeborenen. Hanalei selbst ist ein kleines Dorf mit einfachen Holzhütten, Geschäften und Restaurants entlang der Hauptstraße. Rund um die kreisförmige Hanalei-Bay erstreckt sich ein schöner, weißer Sandstrand.

Auf dem Kalalau TrailWir haben Hanalei verlassen und fahren weiter in Richtung Haena. Vorbei geht es am Lumahai Beach, bekannt aus dem Film "South Pacific". In Haena endet die Straße abrupt am kleinen Kee Baech. Links ragt bereits der erste Felsrücken der Na Pali Küste hoch. Die malerisch zerklüftete Felsküste, die sich von hier bis auf die Westseite der Insel Kauai erstreckt, ist nicht erschlossen. Lediglich der Kalalau Trail, ein fünf- bis sechstündiger Wanderweg führt an ihr vorbei. Der Kalalau Trail windet sich hoch in die Felsküste hinauf und belohnt jeden Schweißtropfen mit einem neuen Panorama. 18 km ist die gesamte Strecke zum Kalalau Valley. Kauai verkörpert mit seinen Steilklippen (Na Pali Coast), grünen Tälern und den herrlichen Strandbuchten heute vielleicht am ehesten das Traumbild von den glücklichen Inseln der Südsee.

In eine Gegend wie diese wird wohl der heilige Petrus alle Wanderer schicken,die nach langem, bravem Wanderleben in den Himmel kommen: Ein idyllischer Pfad durch eine unberührte Südsee-Traumlandschaft. Kein Haus, keine Straße, kein Menschenwerk in Sicht. Duftende Orchideen und Ingwerbüsche mit himbeerroten Blüten, riesige Blätter von exotischen Büschen und Bäumen und das dichte Laub von Ti, Kukui und Pandanuss in allen Schattierungen von Grün umranken den Pfad und geben immer wieder den Blick auf das türkisblaue Meer frei. Der Kalalau-Trail ist der Königsweg für Wanderfans auf Hawaii. Und wir hatten traumhaftes Wetter bei unserer Wanderung, so dass sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Welcome to paradise!!

Unbedingtes Muss auf Kauai ist natürlich der Waimea Canyon, der "Grand Canon des Pazifik",Waimea Canyon wie er einst bei einem Besuch von Mark Twain genannt wurde. Er ist allerdings grüner und bei weitem nicht so tief wie das große Vorbild Grand Canyon. Entstanden ist der Canyon durch ein Erdbeben, welches Kauai fast in zwei Teile zerbrochen hätte. Im Laufe der Zeit haben Regenfälle dann dazu beigetragen, daß eine bis jetzt knapp 1000 m tiefe Schlucht entstanden ist, Captain James Cookdie noch weiter abträgt. Seit 5 Millionen Jahren gräbt sich der Poomau River in das weiche Lavagestein an der Westflanke des Mt. Waialeale. Der ca. 1.040 m hohe gelegene Waimea Canyon Lookout gewährt einen fantastischen Blick in den Canyon bis zur entfernten Küste.

Waimea im südlichen Teil Kauais ist wohl der geschichtsträchtigste Ort der Insel. Am 19. Januar 1778 landete an diesem Strand Captain James Cook erstmals auf den Hawaii-Inseln. In Waimea landeten 1820 auch die ersten Missionare, die nach Hawaii kamen. An die Landung Cooks erinnePfeil nach oben rt heute nur noch eine kleine, schwer zu findende Gedenktafel. Cooks Statue steht etwas deplaziert zwischen Palmen und Strommasten vor einer Reihe von Läden am Rande der Hauptstraße.