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Cleveland - Nappanee - Chicago

Do, 26. 08. 2004

Heute stehen wir erst um 07.30 Uhr auf. Unser Tagesziel ist Cleveland und auf der Fahrt gibt es nicht viel Sehenswürdigkeiten. Wir verlassen das Hotel gegen 09.30 Uhr und fahren entlang des Erie Sees auf kleinen Nebenstraßen. Der Himmel ist bedeckt, aber diesmal sind die Temperaturen angenehm warm. Zum ersten Mal auf dieser Reise haben wir Shorts an. Die Nebenstraßen am See entlang benutzen wir bis Genova–on–the–Lake. Danach geht es wieder auf den Highway, der uns schnell nach Cleveland führt. Unser Hotelzimmer in Downtown beziehen wir so gegen 16.00 Uhr. Nach dem Auspacken stellen wir fest, dass die Toilette verstopft ist. Es dauert zwei Stunden, bis sich jemand darum kümmert. Wir waren richtig sauer und wollten schon auf einem Zimmerwechsel bestehen. Der blieb uns aber dann doch erspart. Nach dem Abendessen unternahmen wir nichts mehr. Der morgige Tag ist für unser Besichtigungsprogramm lang genug.

 

Fr, 27. 08. 2004

Das Wetter ist schön in Cleveland, und nach einem Frühstücksbuffet im Hotel machen wir uns auf den Weg. Durch den Civic Center District erreichen wir die Rock' n' Roll Hall of Fame. Diese Hall of FameWallfahrtsstätte aller Rockfans wurde 1995 eröffnet. Cleveland wurde als Standort dieses Museums Civic Center Districtgewählt, weil ein Diskjockey aus Cleveland namens Alan Freed in den 1950-er Jahren den Begriff Rock' n' Roll geprägt hatte. Obwohl wir keine Rockfans sind, ist eine Besichtigung dieses Museums ein Muss.

Nach dem Besuch schlendern wir vorbei am Great Lakes Science Center zum Cleveland Browns Stadion. Die Cleveland Browns sind eine 1945 gegründete Football – Mannschaft, die im Jahre 2000 dieses imposante Stadion bezog.

Galerie at ErieviewZurück in Downtown essen wir in einem der vielen Lokale der Galeria at Erieview unseren Lunch. Unter einem gläsernen Tonnengewölbe gibt es Shops und Restaurants in unüberschaubarer Zahl. Nach dem Lunch bummeln wir zum Key Tower und zum Public Square. Hier am Public Square sind das Tower City Center mit dem Terminal Tower und die Old Stone Church sehenswert. DieOld Stone Church Glocke der Old Stone Church wurde geläutet, als die Beerdigungsprozession von Abraham Lincoln in Cleveland Halt machte. Seitdem trägt die Glocke Lincolns Namen und wurde später als Denkmal vor die Kirche gestellt.

Nicht weit vom Public Square liegt der Warehouse District. Hier befinden sich die ältesten Ziegelbauten der Stadt, die zwischen 1870 und 1920 entstanden. In diesen Bauten sind Restaurants, Bars, Musikkneipen, Boutiquen und Galerien geschaffen worden. Abends herrscht hier Hochbetrieb, wenn Downtown wie verlassen wirkt. Während unseres Rundganges durch Cleveland steigen die Temperaturen auf 30° C, und wir schaffen es bis 16.30 Uhr, vor Beginn eines Gewitters, trockenen Fußes ins Hotel zu kommen. Um 18.00 Uhr ist aber wieder alles vorbei. Wieder bei Sonnenschein gehen wir zum Public Square und essen dort in einem guten Steak House zu Abend.

 

Sa, 28. 08. 2004

Heute haben wir eine längere Fahrt ohne besondere Höhepunkte vor uns. Gegen 09.15 Uhr fahren wir los. Es regnet ein wenig, und es sieht zunächst auch nicht nach Wetterbesserung aus. Aber das stört nicht weiter. Heute heißt es fahren, fahren und nochmals fahren. Warm ist es auch heute Nappanee Amish acreswieder, und die Klimaanlage im Mietauto lässt zu wünschen übrig. Nachmittags wird das Wetter besser. Unser Tagesziel Goshen (nur zur Übernachtung) steuern wir nicht zuerst an, sondern wir fahren nach Nappanee. Hier wollen wir die Amish Acres, ein Freilichtmuseum, das die Nappanee Amish AcresLebensweise der Amish People zeigt, besichtigen. In dieser Gegend gibt es noch viele Mennoniten–Familien, darunter auch etliche Old Order Amish. Da die Orte Goshen und Nappanee in Indiana liegen und hier Central Time herrscht, gewinnen wir eine Stunde, die uns bei der Besichtigung der Amish Acres zu Gute kommt. Wir buchen eine Führung, die im ersten Teil einen „Waggon Ride“, danach einen geführten Gang durch das Farmgelände und anschließend eine Filmvorführung beinhaltet.

Die erste Enttäuschung erfahren wir schon beim „Waggon Ride“, der mit einem stinkenden Traktor mit angehängtem Wagen an Stelle von Pferden stattfindet. Er führt hauptsächlich durch Wald und Felder zu einem alten Schulgebäude der Amish People, wo eine als Lehrerin verkleidete Frau einen kurzen Vortrag über das Schulwesen hält. Wir sind enttäuscht, weil es kaum etwas anderes zu sehen gibt. Wir gönnen uns am Ende der Tour ein Eis in dem auf alt aufgemachten Shop desPfeil nach oben Geländes. Danach fahren wir nach Goshen ins Hotel und beziehen unser Zimmer. Der typisch amerikanische Ort entlang einer Straße bietet nicht viel. Wir essen im Ponderosa zu Abend. Morgen geht es zurück nach Chicago.

 

So, 29. 08. 2004

Wir beeilen uns heute nicht mit dem Aufstehen. Nach Chicago sind es nur noch ca. 140 Meilen, und außer der Fahrt dorthin haben wir nichts vor. Wir begnügen uns im Hotel in Goshen mit dem Continental Breakfast. Für uns hat man nur noch Cornflakes übrig gelassen. Kaffee und Tee gab es allerdings reichlich.

Um ca. 09.30 Uhr fahren wir in Richtung Chicago. Um 11.30 Uhr machen wir eine Kaffeepause und schließen im McDonalds noch unseren Lunch an. So kommen wir wenigstens nicht zu früh in Chicago an. Um 14.00 Uhr erreichen wir unser Hotel. Es ist dasselbe, wie zu Beginn der Reise. Deshalb haben wir es auch problemlos gefunden. Wir parken das Auto in der Hotelgarage, packen kurz unsere Koffer aus, und machen uns gegen 15.00 Uhr auf zur Magnificent Mile. Die Geschäfte sind noch geöffnet und es herrscht lebhaftes Treiben. Das Wetter ist wunderschön geworden, obwohl es in der Nacht und am Morgen in Goshen geregnet hatte. Die Temperatur ist allerdings nur 17°C. Im Hancock Center genehmigen wir uns zwei Guiness und suchen uns anschließend ein schönes Fischrestaurant im Stadtteil North River. Das Essen ist gut, aber nicht billig. Das gönnen wir uns aber an diesem letzten Abend der Reise. Anschließend gehen wir gemütlich zum Hotel zurück. Hier packen wir für die morgige Rückreise unsere Sachen und schauen ein letztes Mal CNN, diesmal mit der Berichterstattung des Konvents der Republikaner in New York, der morgen beginnen soll. Hier wird der Präsident wohl gefeiert werden. Jedenfalls stehen die Reporter schon Kopf.

 

Mo, 30.08. 2004

Wir lassen uns heute Morgen Zeit, da der Abflug nach München erst am Nachmittag terminiert ist. Nach dem Auschecken fahren wir zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin kommen wir in einen mächtigen Stau, und so brauchen wir doch mehr als eine Stunde. Die Rücknahme des Wagens verläuft ohne Probleme. Wir brauchen auch wegen des Schadens nichts nachbezahlen. Die Abrechnung ist korrekt. Das Einchecken und die Abgabe des Gepäcks geht schnell voran, auch deshalb, weil wir recht frühzeitig am Flughafen sind. Nur noch mit Handgepäck "beladen" nehmen wir in einem Lokal unseren Lunch zu uns und begeben uns danach an unser Gate und warten auf das Boarding.

Der Flug geht pünktlich um 16.40 Uhr ab. Nach einem Nachtflug erreichen wir München amPfeil nach oben nächsten Morgen gegen 08.30 Uhr. Damit beenden wir eine schöne Reise in ein Gebiet der USA, das wir noch nicht kannten. Das Wetter war nicht schlecht, aber zum überwiegenden Teil zu kalt. Insgesamt haben wir 3000 Meilen auf dieser Rundreise zurückgelegt.