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Georgian Bay - Toronto - Niagara Fälle

Sa, 21. 08. 2004

Wir stehen um 06.15 Uhr auf, damit wir frühzeitig wegkommen. Da wir unsere ursprüngliche, morgige Route nach Detroit gecancelt haben und dafür Anitas ehemalige Schulfreundin Ute in der Georgian Bay auf ihrem Boot besuchen wollen, müssen wir heute noch unbedingt die Sleeping Bear Dunes westlich von Traverse City besuchen. Das Wetter ist schön. Wir fahren über die Mackinac Bridge, die drittlängste Hängebrücke der Welt (8 km). Die Gebühr mit 2,50 US$ hält sich in Grenzen. Wir nehmen bis Petosky mal wieder einen Scenic Way, der uns auch durch den „Tunnel of Trees“ und durch den mondänen Ort Harbor Springs am Michigan See, wo angeblich nur Millionäre wohnen, führt.

Sleeping Bear DunesGegen 13.00 Uhr erreichen wir unser Hotel in Traverse City, können aber unser Zimmer noch nicht beziehen. Wir nutzen trotzdem die Zeit und fahren gleich weiter zum Bear Dunes National Lakeshore. Der Eintritt kostet wieder 10 US$, aber es lohnt sich. Hier gibt es bis zu 140 m hohe Sanddünen. Auf einem der vielen Scenic Drives werden wir an allen Sehenswürdigkeiten vorbeigeführt. Wir machen auch eine Wanderung durch die Dünen. Die Schuhe voller Sand und den Kopf voller Eindrücke kehren wir gegen 18.00 Uhr zum Hotel zurück und beziehen unser Zimmer, diesmal auf zwei Etagen. Ein Queensbett unten, eines oben. Außerdem steht uns im Zimmer ein Jacuzzi zur Verfügung. Wir finden die Aufteilung des Zimmers nicht so praktisch, aber für Amerikaner ist dies wohl das Non plus Ultra. Es ist wohl auch das Luxuszimmer des Hotels.

Morgen fahren wir wieder bis St. Ignace zurück, um von dort nach Kanada und zur Georgian Bay zu gelangen. Das wird eine lange Strecke, also heißt es wieder früh aufstehen morgen früh.

 

So, 22. 08. 2004

Um 08.15 Uhr verlassen wir Traverse City in Richtung Norden, fahren zurück nach St. Ignace und steuern Sault St. Marie in Kanada an. Bis kurz vor Sudburry benutzen wir den Trans-Kanada Highway und biegen dann nach Süden in Richtung Toronto ab. In Pointe au Baril, an der Georgian Bay, liegt die Red Nose II, ein schmuckes größeres Motorboot im Hafen. Wir erreichen den Ort um Red Nose II ca. 16.30 Uhr. Ute, eine ehemalige Schulfreundin von Anita und ihr Mann Manfred sind vor 28 Jahren nach Kanada ausgewandert und betreiben in Kitchener im Staate Ontario eine Farm. Sie haben ihr Motorboot in der Auf dem BootGeorgian Bay des Lake Huron liegen, allerdings etwas südlicher als Pointe au Baril. Sie nutzen das Boot mehrmals jährlich und schippern durch dieses herrliche Seegebiet mit seinen zigtausenden, kleinen Inseln, auf denen zum Teil Cottages stehen.

Die Wiedersehensfreude ist bei Anita und Ute groß. Das letzte Mal hatten wir sie mit ihrem Mann bei unserer Verlobung 1971 gesehen. Wir werden herzlich aufgenommen und verbringen einen netten Nachmittag und Abend, wobei natürlich viel überAuf dem Boot Vergangenes, aber auch über Gegenwärtiges geredet wird. Obwohl der Schiffsgenerator am Tag zuvor ausgefallen ist, steht ein tragbares Notstromaggregat zur Verfügung, so dass ein leckeres Abendessen zubereitet werden kann. Spät in der Nacht ziehen wir uns in eine kleine Koje, die man uns im Bug mit eigener kleiner Dusche undPfeil nach oben Toilette zur Verfügung gestellt hat, zum Schlafen zurück. Reichlich müde ob der vielen Eindrücke und Erzählungen schlafen wir schnell ein. Vom leichten Schaukeln des Bootes bekommen wir nichts mit. Ebenfalls nichts vom nächtlichen Regen.

 

Mo, 23. 08. 2004

Wir stehen um 07.00 Uhr auf, da das Frühstück um 08.00 Uhr verabredet ist. Da wir zu so früher Stunde den lauten Notgenerator nicht einsetzen können, gehen wir in der Nähe des Hafens inCNN Tower einem kleinen Restaurant zum Frühstück. Ca. 10.15 Uhr verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach Toronto.

Wir kommen dort gegen 14.15 Uhr an, verfahren uns aber im letzten Stück des Highway – Gewirrs und landen in Downtown, weit weg von unserem Hotel. Dieses liegt ungefähr eine Stunde Fußmarsch östlich von Downtown. Es gibt aber eine Straßenbahnlinie, die den Weg in 20 Minuten schafft. Diese benutzen wir nach dem Einchecken, ebenso noch die U–Bahn bis Central Station, und wir sind im Herzen Downtowns. Hier filmen und fotografieren wir ein wenig und steuern unser erstes Ziel, den CN Tower, das höchste freistehende Gebäude der Welt, an. Das Wetter hat sich im Laufe unserer heutigen Fahrt immer mehr gebessert, und jetzt scheint die Sonne. Das nutzen wir aus, fahren auf den Turm und genießen von hier die Aussicht auf die Stadt und den Ontario See. Danach ist es Zeit zum Abendessen in der Stadt. Gegen 20.00 Uhr fahren wir wieder mit U– und Straßenbahn zurück ins Hotel. Dieses liegt in einer nicht so schönen Gegend, ist aber trotzdem gut. Den morgigen Tag können wir noch voll zum Sightseeing benutzen. Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter.

 

Di, 24. 08. 2004

Unser erstes Ziel ist Toronto Island, eine Toronto vorgelagerte Insel, die im Wesentlichen ein Naherholungsgebiet und ein Kindervergnügungspark der Stadt ist. Aber die Überfahrt mit der Fähre und ein Spaziergang auf der Insel sollen eine gute Aussicht auf die Toronter Skyline Flat Iron BuildingSkyline Torontogarantieren. Das ist auch so, aber der bedeckte Himmel, zwar mit ein paar blauen Löchern, hüllt immer wieder die Spitze des CN–Towers in Wolken. Außerdem weht ein eiskalter Wind, und wir bereuen, dass wir unsere warmen Jacken nicht mitgenommen haben. Da das Wetter eine Aufhellung verheißt, bleiben wir zum Lunch auf der Insel. Nach dem Lunch klart es tatsächlich auf und wir kommen in den Genuss der schönen Aussicht auf die Skyline von Toronto.

Zurück in der Stadt, setzen wir unser Sightseeing fort. Zunächst besuchen wir das Gooderham Building (Flat Iron Building), das wie ein Bügeleisen aussieht, das Royal York Hotel mit seiner Lobby, die Union Station und das riesige Eaton Center, ein Einkaufscenter (unter- und überirdisch) mit mehreren hundert Einzelhandelsgeschäften. Die gläserne Kuppel gibt dem kommerziellen Treiben einen künstlerischen Anstrich. Hier kaufen wir auch unsere ReisesouvenirsPfeil nach oben . Vorbei an der alten und der neuen City Hall gehen wir nach Chinatown, wo wir zu Abend essen. Danach fahren wir zurück ins Hotel. Morgen stehen die Niagara Fälle auf dem Programm, ein Höhepunkt der Reise. Hoffentlich bleibt das Wetter schön.

 

Mi, 25. 08. 2004

Heute stehen wir schon um kurz nach 06.00 Uhr auf, nehmen im Hotel ein wirklich mageres Continental Breakfast zu uns und machen uns um 08.00 Uhr auf den Weg zu den Niagara Falls, den Niagara Fällen. Wir haben für diesen Höhepunkt der Reise ja nur einen Tag zur Verfügung, und wir wollen möglichst Niagara on the Lakeviel sehen. Gegen 10.30 Uhr erreichen wir Niagara on the Lake, ein wirklich hübsches Städtchen mit historischem Stadtkern. Hier flanieren wir etwas und gönnen uns einen Kaffee mit vorgezogenem Lunch. Entlang des Niagara River erreichen wir über den Niagara Parkway frühzeitig die kanadischen Niagara Falls. Das Wetter ist schön, und allzu überlaufen ist der Ort auch nicht. Wahrscheinlich ist die Hauptreisezeit vorbei. Als erstes fahren wir zum Skylon Tower, von wo wir uns einen Überblick über die Fälle in ihrer ganzen Größe und Pracht ermöglichen wollen. Der Blick auf beide Fälle, die amerikanischen und die kanadischen ist phantastisch.

Wir sehen die Boote, die so nah wie möglich an die Fälle heranfahren. Die Luft hängt voller Gischt, die Passagiere auf den Booten sind in blaue Regenmäntel gehüllt. Eine solche Fahrt ist sicherlich imposant, aber wir verzichten auf dieses Erlebnis, weil man erstens wahrscheinlich vor lauter Gischt Schwaden von den Fällen nichts sieht und zweitens man vor lauter Wasser und Feuchtigkeit nicht filmen und fotografieren kann. Die Film- und Fotoausrüstung würde nass werden.

American FallsVom Skylon Tower laufen wir entlang des Niagara River bis Table Rock. Dort haben wir dieHorseshoe Falls gewaltigen Horseshoe Falls unmittelbar vor uns. Wir gönnen uns an dieser Stelle eine Pause auf einer Aussichtsterrasse bei einem kühlen Bier. Am Table Rock kann man hinter die Horseshoe Falls gelangen, aber auch das ist eine sehr nasse Angelegenheit. Aus schon erwähnten Gründen verzichten wir auch hierauf.

Wir gehen zurück zum Auto und fahren über die Rainbow Bridge auf die amerikanische Seite. Das amerikanische Niagara Falls (im Staate New York) macht den Eindruck einer etwas schmutzigen Industriestadt. Die Aussichten auf die Wasserfälle sind kaum spektakulär, aber entgehen lassen wir sie uns nicht.

Gegen 18.00 Uhr fahren wir in unser Hotel, das ziemlich weit von den Fällen, schon in RichtungPfeil nach oben unserer morgigen Etappe liegt. Nach dem Abendessen unternehmen wir nichts mehr. Wegen der abendlichen Illumination der Fälle nochmals ins kanadische Niagara Falls zurückzufahren, lohnt den Aufwand nicht. Wir haben über Tag alles gesehen, was wir sehen wollten.