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Wisconsin Dells - Minneapolis - St Paul

Do, 12. 08. 2004

Wir stehen gegen 07.00 Uhr auf, frühstücken, packen unsere Sachen und verlassen das Hotel gegen 09.30 Uhr. Die Hotelabrechnung war korrekt, nur die Preise für das Parken in Höhe von 21 US$ pro Tag waren natürlich sehr hoch. Aber das wussten wir ja. Bevor wir endgültig ChicagoViktorianische Häuser verlassen, wollen wir noch die viktorianischen Häuser im Stadtteil Gold Coast anschauen. Das Viertel ist eines der teuersten und vornehmsten von Chicago, und das kann man auch sehen.

Ein Erlebnis der besonderen Art: Wir sind gut in der Zeit für die Bewältigung unserer heutigen Etappe nach Wisconsin Dells. Wir planen auch eine kurze Besichtigung von Madison, der Hauptstadt von Wisconsin. Ca. 5 Stunden Fahrzeit sind es bis Wisconsin Dells, wir können also gut und gern eine bis zwei Stunden für Madison einplanen. Aber leider kommt es anders. Auf der Interstate I-90, die wir benutzen müssen, muss man immer wieder Maut bezahlen. An einer dieser Mautstellen standen wir direkt hinter einem Truck. Dem fiel plötzlich ein, rückwärts zu fahren, weil er wohl ein wenig zu weit vorgefahren war, und er die Dame im Zahlhäuschen nicht mehr erreichen konnte. Jedenfalls rammt er bei diesem Manöver unseren schönen Wagen und der rechte Scheinwerfer geht zu Bruch. Der Truckfahrer bestritt, rückwärts gefahren zu sein und organisierte sich als Zeugin die Mautkassiererin. Wir bestanden auf der Hinzuziehung der State Police, allein schon wegen unseres Autoverleihers (Alamo) und aus versicherungstechnischen Gründen. Wir warteten fast eine Stunde auf die Polizei. Der Sheriff nahm ein Protokoll auf und brauchte dafür nochmals über eine Stunde. Außer den Namen der beteiligten Fahrer (mich machte er zu Klaus Dieter), den Führerscheinnummern und dem Ort des Geschehens stand aber in dem Protokoll nichts drin. Es stand Aussage gegen Aussage, und der Sheriff fühlte sich außerstande, jemandem die Schuld zuzuweisen. Damit war für alle Beteiligten die Sache erledigt, und wir hatten fast drei Stunden Zeit verloren.

Ein Besuch in Madison musste deshalb entfallen und wir fuhren auf direktem Weg nach Wisconsin Dells. Gegen 17.00 Uhr trafen wir dort ein. Unser Hotel fanden wir auf Anhieb. Nach Bezug des Zimmers machten wir nur eine kurze Orientierungstour und gingen zum Abendessen. Das Wetter in Wisconsin Dells ist Pfeil nach oben zwar schön, aber die Temperaturen lassen mit knappen 17°C zu wünschen übrig. Morgen wollen wir eine Bootsfahrt auf den Upper- und Lower Dells unternehmen, und da wünschen wir uns etwas wärmeres Wetter.

 

Fr, 13. 08. 2004

Nach den Aufregungen von gestern schlafen wir etwas länger als sonst. Das Hotel bietet ein im Preis enthaltenes Continental Breakfast, aber das kann man vergessen. Erstens ist der kleine Frühstücksraum brechend voll, und zweitens gibt es nichts Vernünftiges. Manch eine amerikanische Mutter mit Kinderschar glaubt in ihrer eigenen Küche zu sein und beschlagnahmt Toaster, Waffeleisen und was es sonst noch so gibt, für sich und ihre Familie. Die anderen können ja sehen, was und wann sie etwas zu essen bekommen. Das gefällt uns nicht, deshalb fahren wir in ein nahe gelegenes Denny's, wo wir ein amerikanisches Frühstück serviert bekommen.

Camelot HotelDanach geht es in den Ort mit seinen vielen Attraktionen für Groß und Klein. In den letzten Jahren haben die Dells viele Unternehmer angezogen, die mit Minigolfanlagen, Streichelzoos, Horrorshows, Adventure Parks, Water Parks u.ä. vom Tourismus profitieren wollen. Dem Angebot entsprechend machen hier viele Familien mit Kindern Urlaub.

Wir beschränken uns nur auf die Besichtigung der Wisconsin Dells, die denBesuch der Grotten Ort berühmt gemacht haben. Hier hat sich der Wisconsin River in den Kalksandstein eingegraben und dabei interessante Landschaftsformen herausmodelliert. Bizarre Felsformen, aussichtsreiche Sandsteinklippen, düstere Grotten und Höhlen ziehen jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Wir besichtigen die Upper Dells mit einem Ausflugsboot. Die Fahrt dauert mit kurzen Fußmarschunterbrechungen etwas über zwei Stunden. Das Wetter ist schön, die Temperaturen angenehm.

Wisconsin DellsEin anschließender Bummel durch den Ort muss sein, bekräftigt aber unseren Eindruck, dass es hier nur Rummel und Kitsch gibt. So muss es auf Mallorca beim Ballermann zugehen. Kurze Pause im Hotel, danach Abendessen in der Nähe, und dann Vorbereitung der morgigen Weiterfahrt. Wegen der kalten Tage in Chicago hat sich Anita eine starke Erkältung zugezogen. Um einerPfeil nach oben Verschlimmerung auf dieser Reise vorzubeugen, nimmt sie entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten Antibiotika. Heute war es wärmer, und wir hoffen, es bleibt so auch in den nächsten Tagen. Morgen geht es entlang des Mississippi nach Minneapolis und St. Paul, den Twin Cities.

 

Sa, 14. 08. 2004

Wir stehen gegen 06.30 Uhr auf, gehen bei Denny's frühstücken, packen unsere Sachen und machen uns um 09.15 Uhr auf den Weg. Das Wetter ist ausgesprochen schön und wir genießenDer obere Mississippi unsere zweistündige Fahrt entlang des Mississippi.

Gegen 16.30 Uhr erreichen wir unser Ziel, Minneapolis. Wir gönnen uns im Hotel eine kurze Pause, begeben uns dann aber auf einen Stadtbummel. Unser Hotel liegt sehr zentral.

Nicolette MallWir erreichen schnell die Nicolette Avenue (Mall), eine der seltenen Fußgängerzonen, die es in den USA gibt. Leider sind am Samstagnachmittag ab 17.00 Uhr die meisten Geschäfte schon geschlossen. Entsprechend gering ist auch der Publikumsverkehr.

Das höchste Gebäude der Stadt, das 233 m hohe IDS-Center, hat seine Aussichtsetage im 51. Stock geschlossen. Wir kommen auch am Foshay Tower vorbei, der 1929 errichtet wurde und lange Zeit das einzige Hochhaus westlich von Chicago war. Aber dieses Gebäude bleibt ebenfalls am Wochenende geschlossen, also auch hier nichts mit Aussicht auf die Stadt.

In Downtown um diese Zeit ein offenes Restaurant zu finden gestaltet sich, ähnlich wie in Chicago, als schwierig. Die meisten sind schon geschlossen. Einzig ein irischer Pub hat geöffnet, wo wir zu Abend essen können. Nach dem Essen gehen wir auf dem kürzesten Weg wieder zurück ins Hotel. Morgen wollen wir den Warehouse District und die andere Seite des Mississippi erkunden. Auch die Zwillingsstadt St. Paul, die Hauptstadt von Minnesota, steht auf dem Programm.

 

So, 15. 08. 2004

Das Wetter ist heute auch wieder sehr schön und die Temperaturen sind für unser heutigesMinneapolis Skyline Programm im angenehmen Bereich. Das Continental Breakfast hier im Hotel war gut. Um 09.15 Uhr machen wir uns auf den Weg. Downtown Minneapolis ist Menschen- und Auto leer um diese Zeit. Wir erkunden zunächst die Gegend um den Government Plaza und das Hubert H. Humphrey Metrodome. Anschließend überqueren wir den Mississippi in der Nähe der St. Anthony Falls, die immerhin eine Höhe von 15 m haben. Auf Auf der Stone Arch Bridgeder anderen Seite des Mississippi hat man von der Main Street S.E. einen schönen Blick auf die Skyline von Minneapolis. Hier essen wir in einem kleinen, niedlichen Lokal zu Mittag und gehen danach über die Stone Arch Bridge wieder zurück auf die andere Seite des Mississippi. Auch von der Stone Arch Bridge hat man phantastische Blicke auf den Mississippi, die St. Anthony Falls und die Skyline der Stadt. Vorbei an den Mill Ruines, einem verlassenen Getreidemühlen – Komplex, gehen wir zum Hotel zurück.

Nach einem Kaffee im Hotel fahren wir nach St. Paul, der Hauptstadt vonCapitol in St Paul Minnesota. Zunächst besuchen wir das Kapitol. Eine Führung machen wir nicht mit, sondern erkunden auf eigene Faust. Auf diese Weise ist zwar nicht alles zugänglich, aber wir sehen das Repräsentantenhaus, den Senat und den obersten Gerichtshof.

Landmark CenterDanach schauen wir uns ein wenig in St. Pauls Downtown um. Wie schon in Minneapolis sind die Straßen an diesem Sonntagnachmittag wie ausgestorben. Selbst am zentral gelegenen Rice Park mit dem angrenzenden Landmark Center ist kaum etwas los. Wir beschließen, nicht lange zu bleiben, gehen aber noch über die Wabasha Bridge auf die andere SeitePfeil nach oben des Mississippi, um die Skyline von St. Paul zu filmen und zu fotografieren. Anschließend fahren wir wieder nach Minneapolis ins Hotel. Am frühen Abend essen wir im Warehouse District, dem einzigen Viertel der Stadt, in dem auch am Sonntag noch etwas los ist.