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Stopp-Over in Dubai


Vorwort

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wurden 1971 zusammengeschlossen und bestehen aus sieben Emiraten: Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Um al-Qawain, Ras al-Khaimah und Fujairah. Sie liegen im nordöstlichen Teil der arabischen Halbinsel und grenzen im Norden an Katar und den Arabischen Golf, im Osten an den Golf von Oman und an den Oman, im Süden und Westen an Saudi-Arabien. Abu Dhabi ist die gemeinsame Hauptstadt. Dubai hat eine Bevölkerung von ca. 2,5 Millionen Einwohnern. Hiervon sind etwa 25 Prozent Einheimische, der Rest sind ausländische Einwohner. Die Regierung bilden die 7 gleichberechtigten Scheichs. Abu Dhabi ist das reichste Emirat, denn es besitzt die größten Ölvorkommen.

Bei der Buchung unserer Neuseelandreise hatten wir uns für einen Landmark HotelFlug mit den Emirates entschieden. Bei unseren bisherigen Reisen waren wir noch nie mit dieser Fluggesellschaft geflogen, hatten aber von anderen Reisenden stets Gutes gehört. Die Emirates boten einen 2-tägigen, kostenlosen Stopp-Over in Dubai an, was wir sofort angenomnmen haben. Im Neuseelandreisebericht haben wir schon das reibungslose Check-Out in Dubai, die Taxifahrt zum Hotel und das spätere Check-In nach Christchurch beschrieben. Alles war bestens durch Arabian Adventures organisiert!

 

26.01.2006

Wir erfrischen uns kurz und tauschen unsere Winterkleidung gegen Sommerkleidung aus. Bei unserem Abflug in München waren es immerhin noch -15° C, hier sind es schon jetzt ca. 23° C, der Himmel ist wolkenlos und es verspricht ein sonniger Tag zu werden. Unser erster Vor der MoscheeBesichtigungspunkt ist die Jumeirah-Moschee, die größte Moschee der Stadt, ein elfenbein-weißer Kuppelbau, der im Villenviertel Jumeirah steht. Die Moscheen der Emirate sind normalerweise Nichtmoslems nicht zugänglich. Das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding bietet jedoch geführte Besuche der Jumeirah-Moschee an, und zwar donnerstags um 10.00 Uhr. Heute ist Donnerstag und wir wollen uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Wegen der schon fortgeschrittenen Zeit (9.30 Uhr) nehmen wir uns ein Taxi und lassen uns zur Moschee fahren.

Hier herrscht bereits großer Andrang. Wir reihen uns in die Schar der Besucher ein. Der Besuch deJuneirah Moscheer Moschee mit Führung und Erläuterungen ist in englischer Sprache, angemessene Kleidung ist erforderlich. Auf Wunsch werden Kopftücher für Frauen zur Verfügung gestellt. Besser ist es allerdings, diese bereits von zu Hause mitzubringen!! Draußen vor der Moschee müssen die Schuhe ausgezogen werden. Ein Araber in traditioneller Kleidung übernimmt die Führung. Zunächst führt er das Procedere des Waschens vor, denn die rituelle Reinigung (die Tahara ) muß vor Betreten der Moschee vollzogen werden.

Die Jumeirah-Moschee wurde 1983 fertiggestellt und gilt als ein architektonisch besonders eindrucksvolles Gotteshaus. Ein von Säulen getragenes Kuppeldach wölbt sich über den großen Innenraum. Zwei große schlanke Minarett-Türme erheben sich zu beiden Seiten des Eingangsportals. Weitere Kuppeln zieren die Dächer der Seitenschiffe und schwere Leuchter hängen von der Decke. Ins Auge fallen aufwändige Stuckarbeiten und reich verzierte Wände. Außen trennen gepflegte Rasenanlagen und Palmen die Jumeirah-Moschee von der direkt vorbeiführenden Jumeirah Road. Leider waren zur Zeit unseres Besuches das ganze Areal rund um die Moschee sowie riesengroße Teile Dubais eine einzige Baustelle.

MoslemDie traditionelle Kleidung der Araber ist den hohen Temperaturen angepasst. Männer tragen ein knöchellanges, locker fallendes Gewand sowie die "Kufiya", ein quadratisch weißes Baumwolltuch, oft mit einem gleichmäßig gewürfelten Muster. Das Muster ist meist einfarbig schwarz und rot gewebt. Es soll aber auch modische Varianten geben, wird uns erzählt. Das Tuch wird zum Schutz vor der Sonne getragen. Gehalten wird es von einer schwarzen Kordel. Diese ist abnehmbar. Früher wurden mit Hlifen dieser Kordel die Kamele bei einer Rast festgebunden. Frauen tragen langärmelige Gewänder, die bis zum Boden reichen und oft reich bestickt sind (Abbayas). Die Frauen sind in der Regel bis zu den Augen verschleiert. Unser arabischer Reiseführer erlaubt uns, in der Moschee zu filmen und ihn beim Beten zu fotografieren.

Nach dem Besuch der Moschee erfrischen wir uns zunächst im Burj al Arabnahe gelegenen Mac Donald's. Das ist zwar grundsätzlich nicht unser bevorzugtes Restaurant, aber da wir kein Auto zur Verfügung haben, bietet es sich für einen kleinen Imbiss an. Unser nächstes Ziel soll das Burj Al Arab sein. Zu Fuß wird die Entfernung zu groß sein, ausserdem ist dieser Teil der Stadt wegen der Baustellen absolut fußgängerunfreundlich. Wir winken ein Taxi heran und lassen uns fahren. Auf einer eigens angelegten Insel 280 m vom Festland entfernt steht seit 1999 das Burj Al Arab, ein 321 m hoher Hotelbau, der an Höhe sogar den Eiffelturm in Paris übertrifft und dem Segel eines ausfahrenden Schiffes gleicht. Der Hotelbau gilt als Wahrzeichen Dubais und ist das derzeit einzige 7-Sterne Hotel der Welt. Im Burj Al Arab sollen die Gäste unbehelligt von der Öffentlichkeit bleiben. Besucher werden nicht mehr - auch nicht mehr gegen einen Verzehr-Voucher von 30 US$ - über die Schwelle gelassen. An der Schranke zum Hotel bietet man uns für den morgigen Abend ein Dinner zum Preis von 120 US$ / Pers. an. Das ist uns zu hoch und die Sache nicht wert, deshalb begnügen wir uns mit der Aussenansicht.

Die Jumeirah Beach Hotelherausragenden Hotels in Dubai, die durch ihre Architektur Aufsehen erregen, gehören dem dort ansässigen Konzern "Jumeirah International". An ihm ist die regierende Familie der Al Pfeil nach oben Maktoum wesentlich beteiligt. Dem Konzern gehören nicht nur das Burj Al Arab, sondern auch die vielfach prämierten Häuser "Jumeirah Beach Hotel" und die "Emirates Towers". Das Jumeirah Beach Hotel befindet sich nur wenige Gehminuten vom Burj Al Arab entfernt, direkt am Jumeirah Strand. Seine über 600 Zimmer sind auf 26 Etagen verteilt. Das 5-Sterne Hotel zählt ebenfalls zur absoluten Luxusklasse.

Eine weitere Taxifahrt soll uns zu den Islands of Palmes bringen. Doch das gelingt wegen Strassensperrungen und unüberschaubarer Bauarbeiten nicht. So lassen wir uns zurück zum Hotel in der Altstadt bringen und verbringen den restlichen Nachmittag mit einem ersten Besuch der nicht weit entfernten Gold- und Gewürz-Souqs, bevor wir dann am Abend im Hotel ein ausgezeichnetes Abendessen genießen und uns nicht allzu spät zur Ruhe begeben. Die Nacht zuvor haben wir im Flugzeug verbracht, den morgigen Tag wollen wir ausgeruht beginnen können.

 

27.01.2006

Gut ausgeruht und nach einem reichhaltigen Frühstück setzen wir unsere Erkundungstour Dhauheute zu Fuß fort. Unser erstes Ziel ist der Creek, ein ca. 11 Kilometer langer Meeresarm. Er teilt Dubai in zwei Teile und hält zugleich beide Stadthälften zusammen: Bur Dubai und Deira - die beiden Hauptbezirke Dubais. Der Creek ist der historische und heutige Mittelpunkt des Lebens in der Stadt. Auf dem Creek herrscht lebhaftes Treiben. Wir sehen große und kleine hölzerne Dhaus. Sie sind aus Dubai nicht wegzudenken. Vollbeladen steuern sie auch heute noch Häfen im Iran und anderen angrenzenden Ländern an, um mit neuen Waren an Bord wieder zurückzukehren. Eine richtig gebaute Dhau kann bis zu 100 Jahre alt werden. Nur zum Vergleich: ein normales Stahlschiff hält dagegen höchstens 40 Jahre.

WestlichWassertaxi des Creeks befindet sich der Stadtteil Bur Dubai. Hier ist das historische Zentrum von Dubai. Die modernen Hochhäuser, die auf der Deira - Seite zu sehen sind, fehlen hier noch gänzlich. Aber gerade die Gegensätze Alt und Modern machen letztendlich den Reiz der Wüstenmetropole aus. Um von einer Seite des Creek auf die andere Seite zu gelangen, nehmen wir uns ein Wassertaxi, Abras genannt. Eine Überfahrt mit so einem Wassertaxi kostet ca.10 Dhr ( 10 Dirham = 3,08 € ). Die Abras sind uralt und man sitzt nach außen ohne Lehne und mit Blick aufs Wasser. Nur der Fahrer steht in einer Bootsvertiefung. Täglich nutzen tausende Pendler die Abras, um von einer Seite des Creeks zur anderen zu gelangen.

Die meisten Sehenswürdigkieten sind entlang des Creek zu besichtigen. Der alte Bur Dubai Souq bUr Dubai Souqfüllt sich täglich mit Einheimischen, Pakistanis, Indern, anderen Nationalitäten und natürlich auch Touristen. Jetzt ist es Zeit für die Händler, ihre Waren zu verkaufen. Hierbei sind die Touristen wohl Anlaufstelle für "copy watches"! Eine alte Holzkonstruktion ist charakteristisch für den Bur Dubai Souq und schützt vor zu viel Sonne.

Auf unserem Weg entlang des Creek kommen wir auch an der großen Moschee vorbei, die von König Saud von Saudi - Arabien dem Emirat gestiftet wurde. Fünf kleine und neun große Kuppeln und schöne farbige Glasfenster prägen dieses eindrucksvolle Bauwerk, eine Stätte des Gebetes. Der islamische arbeitsfreie Tag ist der Freitag - das uns bekannte Wochenende findet in Dubai am Donnerstag und am Freitag statt. Zahlreiche Familien nutzen die freie Zeit und machen auf den Grünflächen entlang des Creek Picknick. Zum Schluß unseres Bummels entlang des Creek lassen wir uns wieder auf die andere Seite fahren und gönnen uns auf der Dachterrasse der Twin Towers einen Kaffee. Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf den Creek mit seinem lebhaften Treiben. Am späten Abend kehren wir noch einmal auf die Dachterrasse zurück und genießen ein reichhaltiges BEingang zum Gold Souquffet.

Was wäre ein Dubai-Besuch ohne den Besuch der berühmten Gewürz- und Gold-Souqs? Hier ist es heute gegenüber gestern abend sehr voll. Wahrscheinlich liegt es am Freitag, dem muslimischen Sonntag. Mit Kind und Kegel ist man unterwegs. Überall bedrängen uns Händler und bieten Pfeil nach oben ihre Ware feil. In einem Antiquitätenladen "erhandeln" wir ein kleines Souvenir, eine Message Box aus Silber. Damit endet auch unser Stopp-Over in Dubai. Morgen früh geht es weiter zu unserer großen Neuseeland-Rundreise.