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Von Sydney zur Byron Bay



23.12.2000

Zum Jahreswechsel 2000 / 2001 bereisten wir für 3 Wochen die Ostküste Australiens. Beginnend in Sydney fuhren wir mit dem Mietwagen bis in den tropischen Norden nach Cairns und Palm Cove. Unser Flug mit Singapore Airlines ging von Frankfurt über Singapore nach Sydney. Ein Lufthansaflug brachte uns vorher von München nach Frankfurt. Ankunft in Sydney war am späten Abend des 23. Dezember 2000.

Unsere genaue Reiseroute sieht man hier!!


24.12.2000 Sydney

Harbour BridgeZum Auskurieren des Jetlags ist wenig Zeit. Schon am Morgen nach der abendlichen Ankunft verschaffen wir uns mit einer Stadt- und Hafenrundfahrt erste Eindrücke vom wunderschönen Sydney. Unser Hotel ist sehr günstig in Downtown gelegen, direkt gegenüber der Abfahrtsstelle für Stadtrundfahrten mit dem Bus. Der Wettergott ist uns mehr als gewogen, und das macht die Stadt noch schöner. Wie kann es anders sein? Als erstes bekommen wir die Harbour Bridge, das Opera House und die Skyline präsentiert.

Schnell geht Manly Hafen es weiter auf unserer Stadtrundfahrt, zunächst etwas ausserhalb nach Manly. Manly, ein populäres Seebad mit Hafen, 11km ausserhalb der Innenstadt ist ein Stadtteil und Verwaltungsbezirk Sydneys, der wegen seines langen Ozeanstrandes und der gleichmäßigen, vor allem bei Surfern beliebten Wellen über die Grenzen Australiens hinweg Berühmtheit erlangt hat. Im Unterschied zu den Stadtstränden Bondi Beach, Coogee Beach, Bronte Beach und Tamarama ist in Manly das Leben noch etas entspannter. "Nur 11 km von Sydney entfernt, und die Sorgen liegen 1000 km hinter dir!" besagt ein Sprichwort. Manly ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Großstädter. Didgeridoo

Manly Ocean Beach ist ein 2 km langer Sandstrand, ebenso beliebt wie Bondi Beach, aber nicht so überlaufen. Wer dem Strandleben nichts abgewinnen kann, flaniert entlang der Promenade im Schatten der Norfolk-Pinien. Eine mit zahlreichen Läden, Cafes und Imbisstuben belebte Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein. Hier hören wir auch zum ersten Mal das Didgeridoo. Es ist ein Blasinstrument aus der Familie der Aerophone und gilt als traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Aborigines. Zumeist wird es aus einem von Termiten ausgehöhlten Stamm lokaler Eukalyptusarten gefertigt. Der Begriff "Didgeridoo" ist eine lautmalerische Nachahmung des Klanges oder einer auf diesem Instrument gespielten Rhythmusfolge.

Nach dem Abstecher nach Manly sind wir zurück am Hafen von Sydney. Hier beginnt unsere große Hafenrundfahrt (mit Lunch-Buffet). Uns erwartet ein großOpera Houseartiges Erlebnis. Wir fahren unter der Harbour Bridge und sehen vor uns das weltberühmte Opera-House. Sein unverwechselbares Dach ragt 67 Meter hoch auf und ist mit über 1 Million glasierten, weißen Keramikfliesen verkleidet, die aus Schweden importiert wurden. 580 Betonpfeiler, die 25 Meter tief in den Boden ragen, tragen das etwa 160.000 Tonnen schwere Bauwerk. Um die eigenwillige Segeldachkonstruktion kann man herumlaufen und die Fassade, die so effektvoll in der Sonne glänzt, von nahem betrachten.

Die Oper wurde 1973 von Ihrer Majestät, Königin Elisabeth II, eröffnet.Der Architekt, Jorn Utzon, war schon vorher zornig in seine dänische Heimat abgereist. Zur Bauzeit hatten die Sydneysider ständig über die hohen Baukosten von 102 Millionen Dollar und die ungewohnte Form geschimpft. Heute sind sie stolz auf ihre Oper!! Harbour Bridge

Die Sydney Harbour Bridge - von den Einwohnern freundlich "coathanger" (Kleiderbügel) genannt - ist ohne jeden Zweifel eine der am schönsten gelegenen Brücken der Welt. Durch ihre zentrale Lage im Hafenbecken Sydneys, in unmittelbarer Nähe zum weltberühmten Opernhaus, ist sie zu einem Wahrzeichen Australiens und einem ihrer meistbesuchten Touristenmagneten geworden. 8 Jahre wurde an der Brücke gebaut und am 19. März 1932 wurde sie dann endlich offiziell eröffnet. 1.400 Arbeiter haben daran gearbeitet, 16 wurden während der Bauarbeiten getötet. Das Streichen der Träger verbrauchte 80.000 Liter Farbe, damit könnte man 60 Fussballfelder streichen. Paul Hogan, hierzulande als "Crocodile Dundee" bekannt geworden, arbeitete als Maler an der Brücke, bevor er Schauspieler wurde. Für die Fundamente wurde der Sandstein des Untergrunds 12 Meter tief ausgeschachtet. Der Stahlbogen überspannt 503 Meter und erreicht in der Mitte eine mittlere Höhe von 134 Meter über dem Wasserspiegel des Hafens, etwas schwankend mit Ebbe und Flut. Die Brücke ist insgesamt 1.149 MeteBondi Beachr lang, 49 Meter breit und 52.800 Tonnen Stahl wurden verbaut.

Bondi Beach, der berühmte Strandvorort von Sydney erinnert mit seinen viktorianischen Bauten ein wenig an die englischen Seebäder Blackpool und Brighton. Von der mondänen Eleganz ist mittlerweile allerdings viel verblasst. Heute ist Bondi Beach das Mekka obender Sonnenanbeter und Surfer. Außerdem ist hier der Treffpunkt der internationalen Beachvolleyballszene. Im Olympia -Jahr 2000 fanden hier die Beachvolleyball -Wettbewerbe statt.

 

25.12.2000 Sydney

Heute ist der 25. Dezember, der erste Weihnachtsfeiertag! Wir haben auf der Viktorianische UhrHotelterrasse gefrühstückt und wollen nun zu Fuß die Metropole erkunden. Unser Ausflug fängt in der Nähe der Central Station an. Dort beginnt auch die George Street, die sich bis zum Hafen erstreckt. Auf ihr finden wir feinste viktorianische Architektur. Wo die Trasse der Einschienenbahn (Monorail) Richtung Darling Harbour die Straße kreuzt, fällt das prachtvolle kuppelgekrönte Queen Victoria Building auf. Der 1893 im Stil eines byzantinischen Palastes erbaute Gemüsemarkt diente später als Bibliothek und stand schließlich lange leer, bis er vor einigen Jahren zu einem der schönsten Einkaufszentren der Stadt umgebaut wurde. Die dekorreiche viktorianische Pracht wurde erhalten und gibt den überwiegend noblen Geschäften, den Cafes und Restaurants einen eindrucksvollen Rahmen. Die mächtige, von der Decke hängende riesige Uhr im Treppenhaus zeigt neben Zeit und Datum auch Episoden der Besiedlung Australiens. Halbstündlich und stündlich wandelt sie sich in eine Spieluhr.

Der älteste Teil Sydneys ist "The Rocks". Unübersehbar ist, woher der Name für dieses Quartier stammt: Ein massiger Fels ragt hier hinaus in die Hafenbucht, auf ihm ruhen die südlichen Pylone der Harbour Bridge. The Rocks ist die ursprüngliche Heimat örtlicher Aboriginal-Stämme und die Stätte der ersten europäischen Siedlung im Jahr 1788. Lange war dieser Fleck ein schmuddliges Hafenviertel mit Spelunken und Bordellen. Rattenplagen und Seuchen macThe Rockshten hier das Leben nicht sehr lebenswert. Mitte des 19. Jahrhunderts überlegte man, den Stadtteil dem Erdboden gleichzumachen und die Probleme auf diese Art in den Griff zu bekommen. Doch man besann sobenich und begann in den 70er Jahren mit der Sanierung. Heute ist die Gegend eine hübsche Flaniermeile für die zahlreichen Touristen. Nur durch sehr aufwendige Restaurierungen ist der alte Stadtteil so erhalten geblieben und in den schmalen Gassen herrscht reges Leben. In The Rocks gibt es etwas für jeden Geschmack - vom authentischem Aussie Meat Pie (heiß serviertes gekochtes Fleisch in einer Teigtasche) bis zu einheimischer australischer Kost. Das warme und sonnige Wetter lädt zum Essen im Freien ein. Es ist Weihnachten und die Tische sind entsprechend weihnachtlich gedeckt. Dijana

Am Hafen haben wir uns mit Dijana, einer ehemaligen Schülerin von Anita, verabredet. Dijana ist Bosnierin. Ihre Familie ist nach Australien ausgewandert. Mit Dijana besuchen wir den Botanischen Garten. Danach gibt es in einem Cafe bei Kaffee und Kuchen viel zu erzählen! Dijana wird im nächsten Jahr zu Besuch nach Deutschland kommen. Dann will sie ihre alte Schule in München und natürlich ihre ehemalige Lehrerin, Anita, wiedersehen.

 

26.12.2000 Sydney - Port Macquarie (423 km)

Old Sydney TownHeute morgen bekommen wir unseren Mietwagen und verlassen gegen Mittag Sydney Richtung Port Macquarie. Unterwegs besuchen wir "Old Sydney Town". "See Sydney as it was two hundred years ago!"

Port Macquarie, eine der ältesten Städte des Staates New South Wales, wurde 1821 als Gefangenenensiedlung gegründet und ist heute ein größerer Ferienort an den Ufern des Hastings Flusses. Port, wie die Stadt bei den Einheimischen genannt wird, hat einige Strände, die schon in der Stadt beginnen.

 

27.12.2000 Port Macquarie - Byron Bay ( 410 km)

Die Fahrt geht heute weiter entlang der Küstenstraße nach Byron Bay, dem östlichsten Punkt Australiens. In einem Naturreservat voller Eucalyptusbäume liegt das Koala- Hospital von Port Macquarie. Kranke Koalas von der ganzen Ostküste werden hierhergebracht und gesund gepflegt. Bei einem Rundgang durch das Koala-Hospital werden wir von kompetenten Tierpflegern über die teilweise laKoala Hospitalngandauernde Pflege der kranken Tiere aufgeklärt. Wir sehen einige Koalas in den Bäumen hängen. Im April 1999 wurde von der "Koala Preservation Society of New South Wales" die Aktion "Adopt A Wild Koala" gestartet. Es handelt sich dabei um eine symbolische Adoption. Jeder Koala, der sich im Adoptionsprogramm befindet, wird mehrmals für eine Adoption vergeben. So haben viele Koalafreunde die Möglichkeit, etwas für ihre Lieblinge zu tobenun. Man ist ja im Koala Hospital bestrebt, die Koalas sofort nach ihrer Genesung wieder in die Freiheit zu entlassen, trotzdem verbleiben ehemalige Patienten im Programm, daher auch der Name "Adopt-A-Wild-Koala". Die Adoptionsgelder, die für diese freigelassenen Koalas eingenommen werden, kommen allen Patienten des Hospitals zu Gute, aber auch Cape Byrondie ausgewilderten Koalas haben etwas davon, denn das Hospital finanziert damit Wiederaufforstungsmaßnahmen in und um Port Macquarie.

Byron Bay, ca. 800 km nördlich von Sydney und 200 km südlich von Brisbane war einst ein verschlafenes Fischerstädtchen und ist heute das touristische Zentrum der Summerland Coast. Das nahe gelegene Cape Byron ist der östlichste Punkt des australischen Festlandes. Benannt wurde die Landspitze mit dem 1901 erbauten Leuchtturm von Captain Cook nach seinem Entdeckerkollegen John Byron. Auf der 107 m hohen Felsnase mit der Positionsbeschreibung "153.38 east" blinkt das stärkste Leuchtfeuer Australiens hinaus auf See. Am Cape Byron kann man das ganze Jahr hindurch Delphine beobachten und Humpback Wale ziehen manchmal vorbei. Eine andere Attraktion von Byron Bay ist sicherlich das Nachtleben. Es gibt jede Menge Kneipen, Restaurants und Bars.

 

28.12.2000 Byron Bay - Gold Coast (108 km)

Auf dem Weg zur Gold Coast machen wir Halt in Crystal Castle. Hier werden Altedelsteine uobennd Mineralien verkauft. Ausserdem kann man in einem wunderschön angelegten Garten spazieren gehen und die Blumen-und Pflanzenwelt genießen.