knopf knopf

 

Valdez - Columbia Gletscher

 

Valdez

Valdez, etwa 5000 Einwohner, liegt im südöstlichen Teil Alaskas am Prince William Sound, der zumValdez Golf von Alaska und zum Pazifischen Ozean führt. Der Prince William Sound ist nach einem der Söhne König Georg III. benannt, der als König William IV. 1830 - 1837 England regierte.

ValdezDas große Erdbeben am Karfreitag des Jahres 1964 und die dadurch ausgelösten haushohen Flutwellen (Tsunamis) hatten die völlige Zerstörung der Stadt zur Folge. Sie wurde vier Meilen weiter westlich neu aufgebaut.

Mit der Entdeckung von Ölvorkommen bei Prudhoe Bay im Jahre 1986 erhielt Valdez wegen des eisfreien Hafens ungeheure Bedeutung. Wie schon erwähnt, istValdez Valdez der Endpunkt der Alaska Öl Pipeline. Pro Monat verlassen heute 70 große Öltanker den Hafen, um ihre Fracht zu den Raffinerien im Süden zu transportieren.

In die Schlagzeilen geriet Valdez 1989, als der Supertanker "Exxon Valdez" im Prince William Sound auf ein Riff lief. Binnen zwei Wochen liefen 40 Millionen Liter Rohöl aus und verseuchten 15.000 qkm der ökologisch empfindlichen Küstengewässer. Man nennt Valdez wegen seiner Bergwelt rund um die Stadt oft die Schweiz Alaskas, Switzerland of Alaska.

ArbeiterdenkmalEines der eindrucksvollsten Denkmäler Alaskas ist das Pipeline-Arbeiter-Denkmal im Gebiet des Terminals der Öl-Pipeline. Es wurde erbaut zu Ehren der Männer und Frauen, die die Trans-Alaska-Öl-Pipeline gebaut haben. Das Denkmal besteht aus einer Gruppe von 5 Personen: den Ureinwohner - Native - erkennbar an der Schaufel - weiter die Frau - woman -erkennbar an den Zöpfen. Auch Frauen waren als Ingenieure und Techniker am Bau der Pipeline beschäftigt. Der Schweißer - welder - ist ebenso vertreten wie der Vermesser - surveyor -. Dann gibt es noch den Ingenieur - engineer, den führenden Geist des Arbeiterteams. Auf dem Weg von der Prudhoe Bay bLulu Belleis nach Valdez gibt es unterwegs 12 Pumpstationen, über die nahezu 318 Mill. Liter Öl gepumpt werden. Inschrift auf dem Denkmal: "We didn't know it couldn't be done!"

Der letzte wirklich große Höhepunkt der Alaska-Reise war eine Fahrt von Valdez aus zum Columbia Gletscher. Wir wählten dazu die "Lu-Lu-Belle", ein nicht allzu großes Ausflugsschiff mit einem mehr als kundigen Kapitän, der gleichzeitig Reiseführer war und uns sachkundig durch die Gewässer schipperte bis hin zu den Stellen, an denen das Eis uns stoppte. Diese etwa 5 stündige Fahrt war einmalig und wird uns sicher noch jahrzehntelang im Gedächtnis bleiben!! Der Columbia Gletscher "kalbt" in den Prince William Sound. Das Schiff fährt auch direkt an einer mehrere hundert Tiere großen Seelöwenkolonie vorbei. Kleine im Meer treibende Eisschollen kündigen den Höhepunkt der Fahrt durch den Prince William Sound an. Wir nähern uns langsam dem Columbia Gletscher, der direkt ins Meer "kalbt". Alles versammelt sich am Bug des Schiffes, die Motoren werden abgestellt, kein Mensch wagt es noch, etwas zu sagen. Alle sind total ergriffen von der Stimmung und von der unendlichen Schönheit der Natur. Eisberge schwimmen vor den über 4000 Meter hohen Bergen, wir fühlen uns wie in der Antarktis. Die Bilder müssen für sich sprechen. (siehe auch Fotogalerie!)

 

Prince William SoundPrince William SoundLulu BelleAutofähre

 

Von Valdez aus ging mit der Autofähre auf dem Prince William Sound nach Whittier. (Alaska Marine Highway). Es gibt keine Straßenverbindung nach Whittier! In Whittier werden die Autos auf flache Ladepritschen der Eisenbahnwaggons des speziellen Pendelverkehrs der Alaska Railroad verladen. Die Verladestelle ist direkt neben der Straße, dem Seward Highway. Nach einer halben Stunde ist man in Portage.

Ein Besuch der Kenai-Halbinsel und des kleinen Städtchens Seward schlossen sich an. Dieser Ausflug war allerdings restlos verregnet. In Anchorage schloss sich dann der Kreis und am 26. August 1997 starteten wir morgens um 6.00 Uhr mit Alaska Airlines zum zweiten Teil der Reise: British Columbia in Kanada. Fazit dieser Reise: Die Reise war gut organisiert ( http://www.canusa.de ), es gab keine Pannen, die Hotels entsprachen unseren Erwartungen. Das, was wir gesehen haben, war so beeindruckend, dass mal wieder feststand: Wir wollen irgendwann wiederkommen! Good-bye, Alaska!