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Skagway - Glacier Bay - Dawson City



 

Skagway

Die Stadt Skagway ist auch bekannt unter dem Namen "Gateway to the Klondike". In Skagway, so glaubt man, sind die Zeiten des Goldrausches nach wie vor lebendig. Skagway hat seinen Anfang Skagway Alaskadann auch in jener Zeit. Für Tausende von Glückssuchern, die auf der so genannten Inside Passage in den Norden kamen, war die Stadt Ausgangspunkt und das Tor zum Klondike. Sie alle machten sich auf den mühsamen Weg zum Klondike. Innerhalb von drei Monaten nach dem ersten Goldfund war die Siedlung Skagway von einer Ein-Hütten-Niederlassung zu einer Stadt von 20.000 Einwohnern geworden.

Von allem, was man in Skagway unternehmen kann, ist wohl ein Bummel durch die Stadt einer der Höhepunkte des Aufenthaltes. Am Broadway gibt es eine Menge Souvenirläden, Restaurants und Stände, wo man geräucherten Lachs, smoked salmon, kaufen kann. Früher verliefen die Eisenbahnschienen direkt hier auf dem Broadway und in der Gegend gab es über 70 Saloons!

Artic Brother HallArtic Brotherhood Hall: Im August 1899 traf sich hier in diesem so oft fotografierten Gebäude zum ersten Mal der Mönchsbund "Artic Brotherhood". 1900 wurde die eigenwillige Fassade aus über 20.000 Ästen Treibholz von den Stränden Skagways zu einem beeindruckenden Mosaik zusammengestellt. Heute wird A.B. Hall als Visitor Information Center und als Theater genutzt.

Der Red Onion Saloon wurde 1989 erbaut und stand ursprünglich an der Ecke 6th Avenue/State Street. Er besitzt eine zweifelhafte Vergangenheit als Saloon, Tanzdiele und Bordell. 1914 versetzte man es an die jetzige Stelle, wobei es gedreht wurde, d.h. der hintere Teil ist jetzt dem Broadway zugewandt.

Einer der größten technischen Leistungen der damaligen Zeit war der Bau der "White Pass and Yukon Route Railroad". Diese Eisenbahnlinie wurde 1900 fertiggestellt und vereinfachte Transporte von und zu den großen kanadischen Minengebieten. Die Eisenbahn "White Pass & Yukon Route" war 80 Jahre lang der einzige Weg zwischen Skagway und dem Landesinneren von British Columbia, und um Orte im Yukon Territorium zu erreichen.

Gold Rush CemeteryEinen Besuch des "Gold Rush Cemetery" haben wir uns nicht entgehen lassen. Der Friedhof liegt 1,5 km vom Stadtzentrum entfernt. Hier sind auch "Soapy Smith" und "Frank Reid" beerdigt. Jeff Smith's Parlor befindet sich in der Nähe des Visitor Centers; der Saloon gehörte damals dem berühmt berüchtigten "SoapPfeil nach oben y" Smith. In der Nähe der Werft erschossen sich Soapy Smith und Frank Reid. Smith starb sofort, Reid ein paar Tage später.

 

Glacier Bay

Ein Höhepunkt unserer Reise war ein Ausflug zur Glacier Bay von Skagway aus. Wir hatten am Ort einen Hin- und Rückflug mit Haines Airways gebucht und sind 2 Tage in der Glacier Bay gebliebenHaines Airways. Morgens um 6 Uhr wurden wir auf dem kleinen Flughafen von einer Cessna abgeholt und auch wieder dorthin zurückgebracht.

Der Glacier Bay Nationalpark ist ein berauschendes Paradies mit faszinierenden Gezeitengletschern, Seerobben, Weißkopfseeadlern, Walen und einem üppigen Regenwald.

Nachdem wir mit der Cessna auf dem Flughafen von Gustavus gelandet waren, sind wir per Bus ca. 16 km durch einen bezaubernden Regenwald zur Bucht Bartlett Cove mit der attraktiven Glacier Bay Lodge gefahren worden. Von hier aus fährt frühmorgens das Boot zum 7-stündigen Trip durch die Bucht ab. Unsert Boot hieß "Spirit of Adventure". In der Glacier Bay

In der Glacier BayIm Park ziehen sich 17 Gletscher von hohen, schneebedeckten Bergen bis in das von den Gezeiten beeinflusste Wasser der Glacier Bay genannten Bucht ( Gletscher Bucht ). Häufig brechen über 50 Meter hohe Eisbrocken ab und fallen explosionsartig in das Wasser. Der 1980 gegründete Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 14.000 km² . Ein Großteil davon (10.000 km²) ist als Wildnis-Gebiet ausgewiesen. Der Park wird von der UNESCO als Teil eines internationalen Biosphärenreservats und als Weltnaturerbe eingeordnet. Die Gletscher des Nationalparks sind von wissenschaftlicher Bedeutung, denn sie markieren heute den Rückzug einer 4.000 Jahre alten, kleineren Eiszeit .

Von der Glacier Bay Lodge gibt es mehrere Pfade, die auf moosbedecktem Waldboden durch den üppigen Regenwald führen: der Forest Trail ( 1,5 km ) und der Bartlett River Trail ( 5 km ).

Five Finger RapidsNach der Rückkehr aus der Glacier Bay ( wir mußten sogar einen Tag länger als gewollt bleiben, weil die kleine Cessna wegen plötzlich aufkommenden Nebels nicht fliegen konnte! ) ging unsere Fahrt weiter auf dem Klondike Highway nochmals über Whitehorse Richtung Dawson City. Unterwegs kamen wir vorbei an den "Five Finger Rapids" des Yukon River. Es handeltPfeil nach oben sich um gefährliche Stromschnellen, das letzte Hindernis für die Abenteurer und Goldgräber, den so genannten "sourdoughs", auf dem Weg zum Klondike.

 

Dawson City

Bevor man sich Dawson City "vornimmt", sollte man unbedingt auf den "Midnight Dome Mountain" fahren. Es handelt sich um eine Aussichtsstelle, von der aus man eine hervorragende Aussicht auf Dawson City und die beiden Flüsse Yucon Rivers und Klondike hat, denn hier fließen sie zusammen!

Zusammenfluss Yukon und KomdikeDawson City, auch "Das Herz des Klondike" genannt: Ein kleines Städtchen etwa 522 km nördlich Dawson City von Whitehorse gelegen, hat heute ca. 1000 Einwohner. Dieser Ort am Zusammenfluss der beiden Flüsse Yucon & Klondike Rivers, hatte früher einmal 30.000 Einwohner! Es war das Ziel von Tausenden von Abenteurern und Goldgräbern. Das Interesse an dieser Gegend wurde wach, als Howard Franklin 1895 bei Forty Mile in der Nähe des heutigen Clinton Creek direkt an der Grenze zwischen Alaska und dem Yucon Territorium Gold gefunden hatte. Unermesslich waren die Funde an Nuggets, die aus den Creeks und den Schwemmböden und den Uferböschungen der Täler gegraben und gewaschen wurden. Es wird berichtet, dass über 30 Claims mehr als eine Million Dollar brachten. Eine fast unvorstellbare Summe zu damaligen Zeiten. Und da spielte es wohl auch keine Rolle, wenn die Eldorado Kings 60 Dollar für ein Glas Champagner ausgaben für Mädchen, die sich Oregon Marew oder Sweet Marie nannten, Mädchen, die für eine Nacht 1700 Dollar verlangten. Die meisten der Goldkings verloren den Reichtum so schnell wieder wie sie ihn gewonnen hatten, im Suff und im Spiel.

Gertis SpielcasinoIm Ort trifft man auf Schritt und Tritt auf Relikte aus der Goldgräberzeit. Gertie's Spielcasino war zur Zeit des Goldrausches das einzige legale Spielcasino in Kanada. 1971 wurde es neu eröffnet, und man kann dort bis 2.00 Uhr morgens Poker, Black Jack oder Roulette spielen.

Zur Zeit des Goldrausches "hungerten" die Bewohner von Dawson City nachDawson Daily News Neuigkeiten außerhalb ihrer isolierten Welt. Sieben Zeitungen etablierten sich hier. Die "Dawson Daily News" war die am meisten verbreitete und erfolgreichste Zeitung. Sie arbeitete bis 1954.

Der Schriftssteller Jack London ( "Sea Wolf" und "Call of the Wild" ) lebte hier. Seine Blockhütte steht noch an der Ecke 8th Avenue und Church Street. ( Jack London's Cabin )

Ein anderer berühmter Dichter in der Ära des Klondike Goldrausches war Robert Service. Er arbeitete 1904 - 1907 in Whitehorse bei einer Bank und anschließend ebenfalls bei einer Bank in Dawson City, bevor er all seine Zeit seinen Gedichten widmete. Er schrieb sehr viel über den Yukon. 1958 starb er im Alter von 84 Jahren in Frankreich. "Gold! We leapt from our benches. Gold! We sprang from our stools!"

George Washington Carmack kam als Geschirrwäscher nach Alaska, heiratete eine Indianerin und zog Originalstelle Goldfundin diese Gegend. Eines Tages, im August 1896, erblickte Carmack das Gold im Strom, das die Welt veränderte. Der 17. August wird seitdem in Dawson City als "Discovery Day" gefeiert. Etwa 11 Monate später nach Carmacks Goldfund bekam die Welt die riesigen Goldmengen zu sehen, die man bis zu dieser Zeit gefunden hatte, als der Dampfer "Portland" mit dem Gold in Seattle ankam. Von diesem Tag an, dem 16. Juli 1897 begann der große Klondike Goldrausch. Der so genannte "Discovery Claim" am Bonanza Creek ( "bonanza" aus dem span. für Reichtum ! ) ist die Originalstelle des historischen Goldfundes.

Gold Rush CemetaryDawson City hat natürlich auch seinen "gold rush cemetery", dessen Besuch wir uns nicht haben entgehen lassen! Auffallend war, dass die meisten der hier Beerdigten doch schon in jungen Jahren gestorben sind. So fanden wir kaum Gräber mit Toten, die älter als 50 oder 60 Jahre geworden waren. Auch die Grabinschriften sollte man eingehend studieren! "Corporal T. Johnson, Reg. No. 2659; died August II - 1900, age 32, drowned in tagish water" .

Unsere Fahrt führte uns nun von Dawson über den "Top of the World Highway" nach Tok zurückAlaska Oil Pipeline und von dort Richtung Valdez. Dieser Highway durfte seinerzeit nicht mit "normalem" Mietwagen befahren werden bzw. die Fahrt geschah auf eigene Gefahr. Wir haben es trotzdem gewagt, allerdings war das Wetter schlecht und der ganze Highway war eine einzige Baustelle. - Auf dem Weg nach Valdez kreuzt man dann die Alaska Öl Pipeline.

Alaska Oil PipelineIn den 70er Jahren erhielt Alaska durch den Bau der Pipeline einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dieses 800 Meilen ( rund 1300km ) lange Meisterwerk moderner Technik nimmt seinen Anfang in Prudhoe Bay ganz im Norden, führt danach nach Fairbanks und folgt zum Schluß dem Richardson Highway bis nach Port Valdez, wo das Öl verarbeitet und verschifft wird. Pfeil nach oben

Weniger als 48 km von Valdez entfernt kommt man auf dem Richardson Highway - auf der Alaska 4 - zum Worthinmgton Glacier, einem der best zugänglichen Gletscher Alaskas. Ein kleiner Weg führt bis an die Gletscherzunge heran.