Länderinfo Südafrika


Allgemeines

Der bekannte Slogan "Die Welt in einem Land" ist für Südafrika keine Übertreibung. Am südlichen Ende Afrikas kombiniert der schwarze Kontinent alle seine Reize. Hier leben Menschen verschiedenster Kulturen neben- und miteinander und die Landschaften kommen jeder Vorliebe entgegen. Seit 10.000 Jahren lebten hier bereits die San (Buschmänner), seit 2.000 Jahren die Khoikhoi (abschätzig auch Hottentotten genannt) und seit 1300 n.Chr. die Nguni (später Xhosa und Zulu) an den Küsten der heutigen Provinz KwaZulu Natal. Im 15. Jh. trafen die ersten europäischen Seefahrer ein und die "Inbesitznahme" des Landes durch die Weißen begann. 1994 wurde durch das "Wunder am Kap" diese Entwicklung beendet, als Nelson Mandela zum ersten demokratisch legitimierten Präsidenten vereidigt und die Apartheid beendet wurde.

Für den Touristen hat Südafrika viel zu bieten: Wildreservate, einsame Strände, hohe Berge und Wüsten - aber auch Weltmetropolen, Diamanten und Gold. Seine Vielfältigkeit offenbart sich in einer verblüffenden Mischung aus Kulturen, Sprachen, Städten und faszinierender Natur.

Auf einen Blick:

Fläche: 1.219.090 km² Einwohner: 37.9 Millionen Hauptstadt: Pretoria

Amtssprachen: 11 offizielle Sprachen

Währung: Südafrikanischer Rand (1€= 9,85 ZAR / Dez. 2007)

Zeit: MEZ +1 Std

 

Einreise / Impfungen

ReisepassDeutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise und einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum, es ist jedoch ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass vorzulegen, der Personalausweis reicht nicht aus. Der deutsche Reisepass muss mindestens noch eine freie Seite haben bei der Einreise.

Sinnvolle Impfungen sind : Tetanus-, Diphtherie-, Polio-, Typhus- und Hepatitis A -Impfungen; bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B.

Der Krügerpark und die nördliche Küstenebene der Provinz Kwazulu-Natal sind endemisches Malaria-Gebiet. In letzter Zeit nehmen Malaria-Erkrankungen, insbesondere die "Malaria Tropica", deutlich zu. Vor unserer Reise haben wir diesbezüglich einen Tropenarzt konsultiert und eine empfohlene Malaria-Prophylaxe gemacht: Wir haben das Medikamnet Malarone eingenommen. Es ist in Tablettenform erhältlich, 18 Tabletten kosten ca. 50 €. Man nimmt jeweil eine Tablette 24 Stunden vor Einreise in das Malariagebiet ein. Die Tabletten sollten während des Aufenthaltes und noch 7 Tage nach Ausreise aus dem Malariagebietr eingenommen werden. Beachtet man die Empfehlungen des Beipackzettels -möglichst nicht auf nüchternen Magen einnehmen - so ist das Medikament sehr verträglich. Darüberhinaus empfiehlt es sich auf jeden Fall, genügend Mückenschutzmittel im Reisegepäck zu haben!

Mietwagen / Benzin

Südafrika verfügt über eine gute Infrastruktur. Unseren Mietwagen (Fa. Budget) hatten wir bereits incl. aller Versicherungen bei unserem Reiseveranstalter angemietet. Es gab keinerlei Probleme mit den Mietwagen. Lediglich eine Einwegmiete (je 500 ZAR = ca. 50€) mußte noch vor Ort gezahlt werden. Jedem Tourist wird empfohlen, im Besitz eines internationalen Führerscheins zu sein, denn laut Gesetz muss der Fahrer eines Autos jederzeit einen dort gültigen Führerschein vorweisen können. Manche Mietwagenagenturen verlangen diesen bereits vor Abschluss eines Mietverhältnisses. Wir mußten diesen Führerschein bei der Mietwagenübernahme vorlegen.

In Südafrika herrscht Linksverkehr! Benzin ist im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen preiswert: 1 Liter Normalbenzin kostet ca. 60 Cent (Sept. 2007). Dieses kann man nur bar bezahlen, Kreditkarten werden hier nicht akzeptiert.

Die Anzahl freilaufender Tiere, vor allem auf den Landstraßen, ist beträchtlich höher als in Deutschland. Straßenhändler sind häufig anzutreffen, vor allem an viel befahrenen Autokreuzungen - häufig wird daher empfohlen, die Wagenfenster und -türen geschlossen zu halten. Außerdem sollte man abgelegene Straßen im Stadtaußenbereich bei Dunkelheit meiden - hier kann es zu kriminellen Übergriffen bis hin zum Beschuss des Autos kommen.

Essen / Trinken

Essen und Trinken in Südafrika ist ein Highlight! Man kann dort zu sehr günstigen Preisen auf hohem Niveau essen gehen. Zu Essen gibt es praktisch alles, was es bei uns auch gibt, nur deutlich billiger und meist viel besser. Besonders interessant sind natürlich die Dinge, die bei uns nur selten auf der Speisekarte zu finden sind, wie z.B. das sehr beliebte Straußenfleisch. Auch Wild, wie Springbock, Impala oder Kudu ist sehr zu empfehlen. Rindfleisch ist ebenfalls von hervorragender Qualität. Fisch und Schalentiere sind natürlich auch immer eine empfehlenswerte Alternative, besonders wenn man sich an der Küste befindet. Häufig findet man “line fish” auf der Karte. Dies ist keine spezielle Fischart, sondern bedeutet so viel wie “Fisch von der Leine”, womit der Tagesfang bezeichnet wird. Hiermit kann man eigentlich nie etwas falsch machen, denn man kann sicher sein, dass der Fisch auch wirklich frisch ist.

Ein Essen zu zweit incl. Getränke kostet in der Regel zwischen 200 und 300 ZAR. Die südafrikanischen Weine sind hervorragend. Im Restaurant bekommt man ein durchaus akzeptables Tröpfchen oft schon für deutlich unter 10 € die Flasche. In den Supermärkten findet man überwiegend das gleiche Angebot wie zu Hause.

Besonders billig sind Obst und tropische Früchte. Telefonieren kan man am besten und bequemsten mit dem eigenen Handy, da in Südafrika der GSM-Standard gilt. Das Netz ist hervorragend ausgebaut, es gibt nur wenige Gegenden, wo man keinen Empfang hat. Natürlich kann man auch Telefonkarten kaufen und damit günstiger in öffentlichen Telefonzellen telefonieren

Sicherheit

Natürlich haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema Sicherheit befasst. Fakt ist, dass wir uns zu keinem Zeitpunkt unserer Reise in irgendeiner Form gefährdet sahen. Fakt ist aber auch, dass die Kriminalitätsrate in Südafrika sehr hoch ist. Allerdings spielt sich diese Kriminalität überwiegend in den Townships zwischen den Schwarzen untereinander ab. Der normale Tourist ist hiermit also nicht konfrontiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Kriminalität sind die Grossstädte, wo insbesondere Johannesburg und Durban zu nennen sind. Hier ist die Gefahr, Opfer eines Überfalls zu werden, sicher nicht zu unterschätzen. Warum also nicht einen großen Bogen um diese beiden Städte machen? Auch in der Innenstadt von Kapstadt sollte man im Dunkeln nicht mehr zu Fuss gehen. Und dann gibt es natürlich gewisse Vorsichtsmassnahmen, die man, wie überall auf der Welt, beherzigen sollte. Also das Übliche: keine Wertsachen offen herumzeigen, nichts im Auto liegen lassen, usw. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass man doch das Opfer eines Überfalls werden sollte, gilt die Hauptregel: NICHT WEHREN! Geld und Wertsachen wie Fotoapparate abgeben und hoffen, dass die Sache damit erledigt ist