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Himeji, Shabu Shabu und Sayonara, Japan!


Do, 15. April 2010

"Was voll ist, läuft über!"

(Spruch des Tages)


Unser letzter voller Tag in Japan bricht an! Folgende Highlights stehen noch an: Die Burg des Weißen Reihers in Himeji, die Akashibrücke in Maiko und ein Spaziergang in Kobe.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Burg Himeji
Burg Himeji, Burg des Weißen Reihers
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In Himeji steht die größte noch erhaltene Originalburg Japans, die Burg des Weißen Reihers. Zu Recht ist sie wegen ihrer Schönheit und Eleganz ein UNESCO- Kulturdenkmal. Die ersten Gebäude gehen auf das Jahr 1346 zurück. Später wurde sie mehrmals erweitert. Toyotomi Hideyoshi nutzte sie während seiner Feldzüge im Jahr 1581 als Hauptquartier. In den Jahren 1601 - 1618 erhielt sie ihre heutige Form und gehörte zum Macht- und Einflussbereich des Shoguns Tokugawa. In späteren Jahren diente sie insgesamt 48 Feudalherren aus 13 Familien als Schloss.

Die ganze Anlage ist 23ha groß, die Höhe des Haupthauses beträgt 46m. Ehemals hatte die Anlage 28 Gebäude und 21 Tore. Aufgrund der einzigartigen weißen Fassade sieht die Burg von Ferne aus wie eine Herde von Reihern im Anflug, daher auch der Name "Burg des Weißen Reihers". Die weißen Pflastersteine an der Außenfassade haben nicht nur einen einzigartigen Effekt durch ihr wunderschönes Aussehen, beim Bau wurden diese auch verwendet, weil die Steine als absolut feuerfest gelten. Die Burg wurde im Laufe ihrer Geschichte niemals angegriffen und so ist es nicht mit absoluter Gewissheit nachweisbar, ob die Verteidigungsanlagen auch wirklich funktioniert hätten. Die Burg soll 2010 wegen Restaurierung komplett eingerüstet werden. Wir haben das Glück, dass die Arbeiten gerade erst anfangen und erst ein Kran aufgestellt ist. Somit sehen wir die Burg noch ohne Gerüst.

Die Burg Himeji ist auch im TV-Bereich keine Unbekannte. Im Jahr 1967 wurde die Burg als geheimes Ninja-Trainingslager Tiger Tanaka's und als Versteck für Waffen im James Bond Film "Man lebt nur zweimal" verfilmt. Weitere erwähnenswerte Auftritte gab es in der 1980 produzierten TV-Serie "Shogun" mit Richard Chamberlain, wo die Burg als "Schloss Osaka" dargestellt wird.

Koko-en Garten in Himeji
Koko-en Garten in Himeji
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Direkt neben der Burg befindet sich der in den 90er Jahren errichtete Koko-en Garten, ein weiterer wunderschöner, traditioneller Japanischer Garten. Er besteht aus 9 verschiedenen Gärten in verschiedenen Stilen der Edo Periode. Unter ihnen befindet sich ein Teegarten, wo Besucher neben einer Tee-Zeremonie auch den Piniengarten, Bambusgarten und viele Blumen bewundern können.

Wir halten uns nicht lange hier auf, sondern suchen uns ein kleines Restaurant in der Nähe des Busparkplatzes und essen hier eine Nudelsuppe, bevor es um 12.30 Uhr weiter Richtung Kobe geht.

Unterwegs gibt es noch einen Stopp in Maiko an der Akashibrücke, der längsten Hängebrücke der Welt, die zudem noch erdbebensicher sein soll. Die Brücke verbindet die Hauptinsel Honshu mit der Insel Awajishima. Im Mai 1988 begann man mit den Bauarbeiten. Ursprünglich betrug der Abstand zwischen den beiden 298,3 m hohen Pfeilern genau 1990 m. Das verheerende Erdbeben von Kobe am 17. Januar 1995, dessen Epizentrum etwa 2 km östlich des Südturms lag, schob jedoch die beiden Brückentürme fast einen Meter weiter auseinander. Da die Brücke zu diesem Zeitpunkt noch im Bau war, bereitete die Anpassung daran aber keine Schwierigkeiten. Die Freigabe für den Verkehr fand am 5. April 1998 statt. Die Kosten beliefen sich auf umgerechnet 7,5 Milliarden US-Dollar. Heute streitet man über den Nutzen der Brücke!

Earthquake Memorial Park in Kobe
Earthquake Memorial Park in Kobe
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Um 15.30 Uhr kommen wir in Kobe, unserer letzten Station auf dieser Reise an. Traurige Berühmtheit erlangte die Stadt durch das oben erwähnte Erdbeben 1995. Heute sieht man davon nicht mehr viel, denn die meisten Gebäude mussten neu errichtet werden, was dazu führte, dass Kobe heute einen modernen Anblick bietet. Der Hafen, der bis zum Erdbeben der größte in Asien und der zweitgrößte in der Welt war, verlor seinen Rang an Nagoya, da viele Firmen durch das Erdbeben zu anderen Häfen ausweichen mussten und nur teilweise zurückkehrten.

Shabu Shabu Abschiedsessen in Kobe
Shabu Shabu Abschiedsessen in Kobe
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An das Erdbeben erinnert noch der "Earthquake Memorial Park" in Hafennähe. Er liegt nicht weit vom Hotel entfernt. Wir machen einen Spaziergang hierhin und schauen uns auch noch gemeinsam den Hafen an. Wer Lust verspürt, kann anschließend noch eine große Einkaufspassage besuchen.

Um 19.00 Uhr bringt uns ein Shuttlebus zu dem Restaurant, in dem das Abschiedsessen stattfindet. Das Essen nennt sich "Shabu Shabu", eine Art japanisches Fondue. Es besteht aus dünn aufgeschnittenem Rindfleisch, das in einer Brühe in einem großen Topf auf dem Tisch gegart wird. Dazu kommen Pilze, Glasnudeln, Tofu, Lauch, Chinakohl, Blattspinat und zwei verschiedenen Saucen - für`s Fleisch und für´s Gemüse. Wir sitzen an Vierertischen, genießen das vorzügliche Essen und lassen die wunderschöne Reise noch einmal Revue passieren. Ein schöner Ausklang!!

 

Fr, 16. April 2010

Sayonara, Japan!

Vom letzten Tag in Japan gibt es nicht mehr viel zu berichten. Wir müssen das Hotel bereits um 6.30 Uhr verlassen, ohne Frühstück. Der Bus bringt uns nach Osaka. Von hier startet fast pünktlich um 10.20 Uhr der Lufthansa-Flug LH 471 nach Frankfurt, berechnete Flugzeit 12 Std. 10 Minuten.

Was wir in Osaka noch nicht wissen: Die Maschine kann nicht in Frankfurt landen, sondern wird umgeleitet nach München. Wir erfahren diese Nachricht kurz hinter Moskau. Schuld an alledem ist der isländische Vulkan Eyjafjallajökull, der Europa mit einer Aschewolke überzogen hat. So ist zur Zeit unserer Landung gegen 15.00 Uhr nur noch der Münchner Flughafen als einziger in Deutschland geöffnet. Wir haben natürlich damit Glück gehabt und brauchen keinen Zwischenstopp in Frankfurt einzulegen. Alle anderen Reiseteilnehmer, die nicht aus dem Münchner Raum kommen, sind da weniger begeistert, zumal auf dem Airport in München mittlerweile das totale Chaos herrscht. Nach einer guten Stunde bekommen wir dann auch noch unser Gepäck und sind heilfroh, schnell nach Hause zu kommen.

Eine erlebnisreiche, wenn auch anstrengende wunderschöne Reise ist zu Ende!!

Einmal selbst sehen ist mehr wert, als hundert Neuigkeiten hören!

(Japanisches Sprichwort)