knopf knopf

Auf die Südinsel Kyushu


Sa, 10. April 2010

"Auch das Gerede der Leute dauert nur 75 Tage!"

(Spruch des Tages)

"Ichi - Mi - San - Shi - Go" - "1 - 2 - 3 - 4 - 5"

"nichi" - "der Tag"

(Vokabeln des Tages)

Heute Morgen treffen wir uns um 9.00 Uhr in der Hotelhalle und fahren mit dem bereitstehenden Bus zum Flughafen nach Osaka-Itami, dem Flughafen für Inlandflüge. Um 10.10 Uhr geht von dort ein Airbus 320 der Fluggesellschaft ANA (All Nippon Airways) nach Kumamoto auf der Südinsel Kyushu. Der Flug dauert ca. 75 Minuten.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Autokennzeichen
Japanisches Autokennzeichen
>>Schliessen<<

Auf dem Weg zum Flughafen erzählt die Reiseleiterin einiges über Autokennzeichen und Autobahnen in Japan. Grundsätzlich kann man auch hier am Kennzeichen erkennen, wo das Auto zugelassen ist, also dasselbe Prinzip wie bei uns. Es gibt weiße, gelbe, grüne und schwarze Autokennzeichen. Weiß ist die normale Farbe für Autokennzeichen; ein gelbes Schild haben alle Kleinwagen unter einem bestimmten Hubraum; grüne Kennzeichen verwenden Busse und Lastwagen und schwarze Kennzeichen sind die der Behörden und anderer offizieller Einrichtungen.

In Japan werden je nach gefahrener Strecke Autobahngebühren erhoben. Lediglich an Samstagen und Sonntagen kann man für 1000 Yen jede beliebig lange Strecke fahren, was natürlich dazu führt, dass an diesen Tagen die Autobahnen sehr oft verstopft sind und es zu langen Wartezeiten kommen kann. In Japan ist Linksverkehr!

Vulkangebiet auf dem Mt. Aso
Vulkangebiet auf dem Mt. Aso
>>Schliessen<<

Kumamoto, unser heutiges Ziel, ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu. Die Insel ist die südlichste der großen Inseln von Japan, die Entfernung zu Nagasaki beträgt 70 km Luftlinie. Von dieser Insel stammt die Kaiserfamilie und das gesunde vulkanische Klima brachte auch schon mehrmals die ältesten Menschen der Erde hervor. Auf der Insel liegt der Mt. Aso, der größte aktive Vulkan in Japan. Er liegt im Aso Kuju Nationalpark. Sein Gipfel liegt 1592 m über dem Meeresspiegel. Die Aso-Caldera ist eine der größten der Welt. Sie hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 25km, eine Ost-West-Ausdehnung von 18km. Der Bus bringt uns bis zur Seilbahnstation, von wo aus wir in ca. 5 Minuten bis zum Kraterrand hochfahren. Leider ist das Wetter schlecht, so dass nicht allzu viel vom Krater zu sehen ist. Auf einem befestigten Weg gehen wir zu Fuß zurück zum Bus und fahren anschließend durch das Vulkangebiet zum Schloss Kumamoto, bekannt durch den Film "The last Samurai". Das Schloss steht mitten im Stadtzentrum auf einem Hügel und wird bis Mitternacht angestrahlt.

Schloss Kumamoto
Schloss Kumamoto
>>Schliessen<<

Errichtet wurde es wurde im 15. Jahrhundert als Verteidigungsburg, das heutige Hauptgebäude ist eine Rekonstruktion aus dem Jahre 1960. Für die damalige Zeit war das Schloss groß und sehr gut befestigt. Fertiggestellt wurde der Bau erst 1607 von Kato Kiyomasa. Dieser galt in Sachen Burgen und Schlösser als Meister seiner Zeit. Zu jener Zeit, im 17. Jahrhundert, zählte das Schloss von Kumamoto neben denen von Osaka und Nagoya, zu den drei gewaltigsten Festungen im Lande. Damals hatten die Außenmauern eine Länge von 5 km, es gab 49 Eingänge und 29 Tore sowie um die 120 Brunnen. Die Anlage ist nach wie vor gigantisch, und sehr eindrucksvoll sind die vom Baumeister installierten, zahlreichen Finessen zur Abwehr von Feinden. Dazu zählen sehr steile Außenmauern, die so steil sind, dass man sie auch als "Rattenabwehr" bezeichnet hat - nicht einmal die Nager konnten die Mauern überwinden. Es gibt sogar ein "Tor, das man nicht öffnen kann", ein "blindes Tor" - eine Falle für potentielle Angreifer. Im Hauptgebäude besichtigen wir bei einem Rundgang die umfangreichen Ausstellungen und genießen vom obersten Stockwerk einen schönen Blick auf die Stadt.

Mit dem Besuch des Schlosses endet auch unser heutiges Programm. Unser Hotel "New Otani" istnach oben nur wenige Autominuten vom Schloss entfernt. Das Hotel bietet abends ein Buffet an, wovon wir gerne Gebrauch machen. Anschließend versorgen wir uns noch im nahe gelegenen Supermarkt mit Getränken und lassen bei Sake und Bier den Tag ausklingen.