Hanoi - Hauptstadt Vietnams

Fr, 23. 03. 2012

Die Hauptstadt Vietnams ist Hanoi. Die Stadt liegt im Norden des Landes, circa 150 km südlich der chinesischen Grenze. Mit rund 7 Millionen Einwohnern ist die Hauptstadt etwas kleiner als Ho Chi Minh Stadt, das etwa 8 Million Bewohner zählt. Die Stadt liegt am fruchtbaren Delta des Roten Flusses.

Unser Flug VN 1508 (Vietnam Airlines) startet um 10.05 Uhr ab Da Nang. Die Flugzeit nach Hanoi beträgt 1h10 min. Herr Huy begleitet uns bis zum Flughafen in Da Nang.

Wir landen pünktlich auf dem Noi Bai International Airport in Hanoi und werden dort bereits vom nächsten Reiseleiter, Herrn Vinh, erwartet. Herr Vinh ist Diplom-Ingenieur, er hat in Deutschland Elektrotechnik studiert. Heute ist er Pensionär und als Reiseleiter tätig. Auch in Hanoi steht das Hotelzimmer noch nicht zur Verfügung, deshalb geht es direkt zum Ethnologischen Museum. Die Temperaturen in Hanoi sind deutlich kühler, wir haben die tropische Zone verlassen. Es regnet sogar ein wenig!

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Schulklaase vor dem Museum
Eine Schulklasse wartet vor dem Eingang zum Museum
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Das Ethnologische Museum bietet eine Einführung in die 54 verschiedenen Volksgruppen, die in Vietnam leben. Herr Vinh gibt sich große Mühe, uns die Sammlungen, die Gebrauchsgegenstände, Kleidung und Kultobjekte umfassen, zu erklären und uns einen Einblick in das Leben dieser Ethnien zu geben. "So ist es!" - sein Lieblingssatz nach jeder Erklärung.

Ho Chi Minh Mausoleum in Hanoi
Ho Chi Minh Mausoleum in Hanoi
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Nach der Führung durch das Museum schlägt Herr Vinh vor, dass wir uns erst einmal in einem nahe gelegenen kleinen Restaurant bei einer Suppe erwärmen, denn wir fangen an zu frösteln. Da müssen über kurz oder lang die Strickjacken aus den Koffern herausgeholt werden! Das geschieht auf einem Parkplatz nahe beim Ho Chi Minh Mausoleum, das wir auf diese Weise auch zu Gesicht bekommen. Leider ist es geschlossen! Aber ein Besuch steht auch nicht auf dem Reiseplan, schade! Nachdem wir schon vor Jahren den Herrn Mao in seinem Mausoleum in Beijing gesehen haben, hätten wir das auch gerne noch mitgenommen.

Im Garten des Literaturtempels in Hanoi
Im Garten des Literaturtempels in Hanoi
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Nachdem sich die Reisegruppe mit wärmerer Kleidung eingedeckt hat, geht es weiter per Bus zum Literaturtempel, der in einer wunderschönen Anlage liegt. Er wurde im 11. Jahrhundert zu Ehren von Konfuzius errichtet und war die angesehenste Bildungsstätte in Indochina. Schüler von Konfuzius unterrichteten hier die Eliten Asiens! Die Anlage hat fünf Innenhöfe, die durch Mauern und Grünanlagen getrennt sind. Wandelt man durch die Höfe, kommt man an den 82 Stelen vorbei, auf denen die Namen der erfolgreichen Prüflinge verewigt sind. Alles hier ist symbolisch, auch die steinernen Schildkröten, die für Weisheit und ein langes Leben stehen.

Hoan Kiem See in Hanoi
Hoan-Kiem-See in Hanoi mit roter Holzbrücke The Hoc
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Der Hoan-Kiem-See ist Hanois berühmtester See. Er trennt Alt-Hanoi vom einstigen französischen Kolonialviertel. Hoan-Kiem-See heißt übersetzt "See des zurückgegebenen Schwertes" und erinnert an eine bekannte Legende des Landes.

"Anfang des 15. Jahrhunderts, während der chinesischen Besatzung, übergab der Sage nach eine riesige, im See lebende, goldene Schildkröte dem armennach oben Fischer Le Loi ein magisches Schwert, welches ihn unbesiegbar machte. Er benutzte das Zauberschwert, um in einem erbitterten Kampf (1418–1428) die Truppen der Ming-Dynastie vernichtend zu schlagen, und wurde im Jahre 1428 König. Nach der Siegesparade begab sich der junge König zum See, um den Göttern zu danken. Da tauchte die goldene Schildkröte erneut auf und forderte das Schwert zurück. Bevor Le Loi sich entscheiden konnte, löste sich plötzlich das Schwert aus der Scheide, stieg zum Himmel empor und verwandelte sich in einen großen jadefarbenen Drachen, der über dem See schwebte und dann in die Tiefe stürzte. Le Loi ernannte das Tier zum Schutzgeist des Sees. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an dieses Ereignis ließ Le Loi auf einer kleinen Insel in der Mitte des Sees den dreistöckigen Schildkröten–Turm errichten, der bis heute das Wahrzeichen Hanois ist. 1968 wurde tatsächlich eine 2,10 m lange und 250 kg schwere Schildkröte aus dem See geborgen, welche etwa 400 Jahre alt gewesen sein soll. Sie ist präpariert in einem Glaskasten im Jadeberg–Tempel ausgestellt." (Auszug aus Wikipedia)

Ein Postkartenmotiv ist die rote Holzbrücke The Hoc, die Brücke der Aufgehenden Sonne, die hinüber zur Jade-Berg-Insel führt. Auf dieser Insel besuchen wir den Jade-Berg-Tempel und sehen auch die in einem riesigen Glaskasten ausgestellte Schildkröte.

Sarggasse in der Altstadt von Hanoi
Sarggasse in der Altstadt von Hanoi
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Nach dem Besuch des Jade-Berg-Tempels besuchen wir die Altstadt von Hanoi, eines der lebhaftesten Viertel der Stadt. Wegen der Lage am Flussufer war hier einst das Handelszentrum. Unzählige kleine  Gassen laufen quer durcheinander und auf den Bürgersteigen ist allerlei Handelsware ausgestellt. Hier wird wohl jeder fündig, der etwas Bestimmtes sucht. Im 13. Jahrhundert hat man  das Viertel  in 36 Straßen aufgeteilt, wobei sich in jeder Straße eine bestimmte Zunft niedergelassen hat. Die  Straßen sind nach den Waren benannt, die hier verkauft werden. Das ist bis heute so geblieben. Alle Straßennamen beginnen mit "Hang", was "Gasse" bedeutet, gefolgt mit dem Namen der Artikel, die in der Straße verkauft werden. Auf  der Hang Ca wird Fisch verkauft, Hang Bo ist die Korbgasse, Hang Buom die Gasse der Segelmacher, Hang Non die Gasse der Hutmacher. Auf der Hang Bac wird Silber verkauft und auf der Hang Dong Kupfer, auf der Hang Gai kann man Seide und Kleidung finden. Es gibt sogar eine  Hang Hom, eine Sarggasse.  Hier können Angehörige je nach Geldbeutel kleine Kästen aussuchen, in die die Knochen der Verstorbenen nach ihrer Verbrennung gelegt werden. Passende Inschriften und Fotos werden auf Wunsch mitgeliefert! „So ist es!“

Nach dem Bummel ist gegen 18.00 Uhr ein Abendessen in der Altstadt - wir fanden das Essen nach obennicht so schmackhaft - und danach geht es dann ins Hotel Thien Thai, wo wir eine Nacht bleiben. Das uns zugewiesene Zimmer ist geräumig und sauber, das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ist absolut ok.