Kaisergräber (Tu Duc und Minh Mang) und Thien Mu Pagode

Di, 20. 03.2012

Heute können wir etwas länger schlafen, denn wir werden erst um 8.30 Uhr mit dem Bus vom Hotel abgeholt. Vorher genießen wir ein reichhaltiges Frühstücksbuffet im Hotel Festival.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Landestypische Kopfbedeckung
Landestypische Kopfbedeckung
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Unsere Besuchstour führt uns zuerst zum Grabmal des Kaisers Tu Duc. Auf dem Wege dorthin halten wir kurz in einem Dorf an einem kleinen Geschäft an, wo Räucherstäbchen und Kopfbedeckungen hergestellt und verkauft werden. Besonders bei der Herstellung der Hüte ist sehr viel Geschicklichkeit gefragt!

Grabanlage Tu Duc
Grabanlage Tu Duc
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Tu Duc war der vierte Kaiser der Nguyen-Dynastie und der mit der längsten Amtszeit: er regierte von 1847 -1883. Ihm sagt man nach, dass er den Luxus und die schönen Künste liebte. Inmitten von Pinienwäldern, Seen und Hügeln ließ er sich seine letzte Ruhestätte errichten, um sich schon zu Lebzeiten an ihr zu erfreuen und sie als Sommerpalast zu nutzen! Die Anlage besteht demnach aus zwei Teilen: der Wohnanlage mit Gebäuden für die diesseitige Welt - hier lebte er mit seiner Familie und seinem Hofstaat- und der Grabstätte für sich, seine Frau und andere Familienmitglieder. Insgesamt ist das Gelände ca. 50 ha groß, es wird von einer mächtigen Ziegelmauer eingefasst und wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Steinfiguren auf der Geisterallee bei der Grabanlage Minh Mang
Steinfiguren auf der Geisterallee bei der Grabanlage Minh Mang
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Die Grabanlagen Tu Duc und Minh Mang - diese Grabanlage wird im Anschluss besucht - sind nach dem Vorbild der chinesischen Ming-Gräber  erbaut. Bereits zu Lebzeiten des Kaisers wurde mit dem Bau angefangen, wobei geomantische Prinzipien streng befolgt wurden. Vom Eingang aus kommt man zuerst auf einen gepflasterten Ehrenhof mit einer von Steinfiguren gesäumten Geisterallee.  Auf jeder Seite der Allee stehen ein gesatteltes Pferd, ein Elefant und je zwei Militär- und Zivilmandarine. Man erkennt sie an ihrem Schwert bzw. am Hut und dem Jagdzepter. Sie haben die Aufgabe, den Kaiser zu schützen bzw. ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten.

Stelenpavillon in der  Grabanlage Tu Duc
Stelenpavillon in der Grabanlage Tu Duc
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Es folgt der Stelen-Pavillon, in dessen Mitte eine riesige Marmortafel  steht, auf der der Nachfolgekaiser die Taten seines Vorgängers eingravieren lässt. Dahinter steht der Tempel zur Verehrung des Kaisers und der Kaiserin. Hier werden die Reliquien der kaiserlichen Familie aufbewahrt.  Erst dann folgt das eigentliche Mausoleum, welches allerdings von einer Mauer umschlossen ist und nicht betreten werden kann.

nach obenMit den Erklärungen des Reiseleiters, Herrn Huy, ist unsere Gruppe nicht zufrieden. Die Sprachkenntnisse sind teilweise mangelhaft und vor allem sein Engagement lässt zu wünschen übrig. Man hat den Eindruck, er spult sein Programm ab. Außerdem nimmt er wenig Rücksicht auf die Mitreisenden, die nicht immer mit seinem Tempo Schritt halten können. So muss er sich schon ein wenig Murren gefallen lassen.

Nach der Besichtigung der Grabanlagen geht es zu Fuß zum Parfüm Fluss. Hier wartet ein Drachenboot, um uns zur direkt am Ufer des Parfüm Flusses gelegenen Thien Mu Pagode zu fahren. Die Bootsfahrt ist recht beschaulich und angenehm, vorbei an vielen Dörfern in Ufernähe. Während der Fahrt überlege ich mir, warum der Fluss Parfüm Fluss heißt. Angeblich soll er nach Zedern und anderen Naturdüften riechen, so eine Theorie. Haben wir jetzt nicht so bemerkt, aber immerhin riecht er nicht so übel wie z.B. Teile des Mekong ;-)

Thien Mu Pagode
Thien Mu Pagode
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Nahe beim Dorf Kim Long liegt auf einem Hügel die Thien Mu Pagode. Sie wurde um 1600 von König Nguyen Hoang erbaut und ist der Himmelsgöttin geweiht. Der achteckige Phuoc-Duyen Turm ist das Wahrzeichen dieser Anlage. Seine sieben Stockwerke symbolisieren sieben Inkarnationen Buddhas.

Zu der Tempel-Anlage gehört auch ein Kloster sowie ein schöner Garten mit vielen Bonsais und einem Seerosenteich. Ebenfalls bei der Tempelanlage ist der himmelblaue Austin zu sehen, in welchem der Mönch Thich Quang Duc am 11.6.1963 nach Saigon fuhr, um sich selbst anzuzünden, um so gegen die Folter, Verhaftung und Hinrichtung tausender Buddhisten unter der Regierung von Präsident Diem zu protestieren.

Nach Abschluss der Besichtigung kaufen wir uns an einem der zahlreichen Stände in der Nähe der Pagode noch Bananen, da heute kein Mittagessen vorgesehen ist. nach obenDie Fahrt zurück nach Hue auf dem Parfum Fluss dauert 30 Minuten. Der Bus bringt uns anschließend zum Hotel. Wieder ist ausreichend Zeit, sich am Swimmingpool zu erfrischen, bevor um 18.30 das gemeinsame Abendessen angesagt ist.