Von Can Tho zurück nach Saigon

So, 18. 03.2012

Zum gastronomischen Angebot des Kim Tho Hotels gehört ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, wiederum mit kalten und warmen asiatischen und westlichen Speisen. Der Frühstücksraum ist geräumig, das Hotel macht insgesamt einen sehr gepflegten Eindruck! Bevor wir allerdings das Buffet genießen können, heißt es erst einmal sehr früh aufstehen, nämlich um 4.45 Uhr. Um 5.45 Uhr startet bereits das Boot zu den schwimmenden Märkten von Cai Rang. Herr Tung hat uns gestern Abend noch mitgeteilt, dass am heutigen Sonntag gegen 10.00 Uhr eine Brücke über den Mekong abgerissen werden soll und wir bis dahin unsere Bootsfahrt beendet haben müssen. Mit anderen Worten: Zuerst zu den schwimmenden Märkten, dann frühstücken und auschecken!

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Die schwimmenden Märkte in Cai Rang
Die schwimmenden Märkte in Cai Rang
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Von der Bootsanlegestelle bis zu den schwimmenden Märkten von Cai Rang sind es noch gute 45 Minuten Fahrzeit. Das Boot ist relativ groß, jeder bekommt einen Sitzplatz. Allerdings erweist sich die Größe des Bootes eher als Nachteil, denn letztendlich kann der Bootsführer nur außen um die schwimmenden Märkte herumfahren, Händler beim Feilschen zusehen oder gar selbst einige der angebotenen Früchte kosten wie es so schön in der Reisebeschreibung steht, geht nun wirklich nicht. Das ist schade, denn der schwimmende Markt von Cai Rang soll der größte im Delta sein. Jeden Morgen drängen sich unzählige Barken um die schwer beladenen Boote, die Bananen, Reis, Mangos, Ananas, Kartoffeln und vieles mehr feilbieten.

Lotoblüte
Lotosblüte
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Am späten Vormittag verlassen wir Can Tho Richtung Saigon. Für die Mittagspause hat Herr Tung Plätze in einer wunderschönen Restaurantanlage reservieren lassen. Fotoliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, denn in der gepflegten Anlage gibt es jede Menge Lotosblüten.

Am Nachmittag erreichen wir wieder Saigon. Ziel ist Cholon, der 5. Bezirk von Ho Chi Minh Stadt. Cholon heißt übersetzt so viel wie "Großer Markt". Hier wohnt eine halbe Million ethnischer Chinesen; chinesische Apotheken, Restaurants und Geschäfte dominieren das Viertel. Wie Herr Tung erklärt, sind die Vorfahren der Bewohner aus verschiedenen Regionen Südchinas nach Vietnam eingewandert und haben ihre Dialekte und Gebräuche bewahrt. In der Medizinstraße gibt es für jedes Wehwehchen einen Trank oder ein Kraut zu kaufen!

Thien Hau Tempel
Thien Hau Tempel im Stadtteil Cholon in Saigon
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nach obenIn Cholon steht auch der im 19. Jh. von Kanton-Chinesen errichtete Thien-Hau-Tempel. Er ist der Meeresgöttin geweiht, die in Gefahr geratene Schiffe vor dem Untergang bewahrt. Unzählige brennende Räucherspiralen hüllen den Tempel in einen magischen Dunst ein. Von der Straße her betreten wir zunächst den Vorplatz und die Torhalle. Der Dachfirst ist über und über mit Tiersymbolen wie Drachen und Fischen und mit Szenen aus der Legende der Thien Hau geschmückt. Im Innenhof stehen mächtige Behälter für Räucherstäbchen in allen Größen. Auffallend sind auch hier unzählige kleine Keramikfiguren, die die Dachränder säumen. Auf dem Hauptaltar stehen hintereinander drei Statuen der Göttin. Auf roten Zetteln an den Wänden sind die Spenden der Gläubigen dokumentiert.

Gegen 17.00 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel, der Rest des Tages steht zur freien Verfügung, ein gemeinsames Abendessen ist heute nicht vorgesehen. Nach dem sehr frühen Aufstehen heute Morgen nehmen wir uns nichts weiter vor, sondern schicken ein paar Emails an die Daheimgebliebenen, speichern schon einmal alle Fotoaufnahmen auf eine separate Festplatte, ergänzen unseren Reisebericht und begeben uns gegen 19.00 Uhr ins hoteleigene Restaurant zum Abendessen. Wir genehmigen uns eine "Asian Soup" und ein "Salmon Sandwich", dazu ein "Saigon"-Bier. Das war's für heute!