Der Rasende Roland und ein Bummel durch Binz

 

Di, 07.12. 2010 

Was wäre ein Rügen-Besuch ohne eine Fahrt mit dem Rasenden Roland, der Attraktion der Insel! Doch bevor es soweit ist, wird zuerst wieder ausgiebig im Restaurant Königstuhl gefrühstückt. Wir treffen hier auf Elke und Achim. Für Elke ist es heute ein besonderer Tag: Sie hat Geburtstag, was wir natürlich wussten und auch gleich eine kleine Überraschungs-Süßigkeit aus Bayern mitgebracht haben, worüber sie sich sehr freut.

Achim ist mit den diversen Verkehrsverbindungen auf der Insel aufgrund wiederholter Besuche bestens vertraut. So haben wir in ihm und Elke die idealen "Reiseleiter" für den Tag.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Binzer Bäderbahn
Binzer Bäderbahn
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Vor dem Hotel Arkona, dem Nachbarhotel, befindet sich die Haltestelle der Binzer Bäderbahn, die uns in Binz zum Bahnhof des Rasenden Roland bringen wird. Für alle Gäste mit Binzer Kurkarte ist die Bäderbahn ein kostenfreier Pendelverkehr innerhalb von Binz. Pünktlich um 9.56 Uhr erscheint der „kleine Zug“ und setzt uns nach dem Anfahren weiterer Haltestellen um 10.20 Uhr am Bahnhof ab. Die Fahrt von Binz nach Putbus und zurück kostet 7,20 €/Person. In Putbus haben wir genau eine Stunde Aufenthalt.

Rasender Roland
Der Rasende Roland
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Die Rügensche Kleinbahn, die im Volksmund liebevoll „Rasender Roland“ genannt wird, dampft seit mittlerweile weit mehr als 100 Jahren über die Insel und hat sich in ihrer Geschichte zu einem technischen Denkmal entwickelt. Wir sind bereits 1991 mit ihr gefahren. Es ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm. Auf einer Strecke von 24,1 Kilometern wird mit historischen Dampflokomotiven und Waggons, die teilweise fast 100 Jahre alt sind, ein regulärer Betrieb aufrechterhalten. Die Bahn verbindet Putbus über Binz, Sellin und Baabe mit Göhren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30km/h. In Binz treffen sich jeweils beide Züge, der aus Putbus kommend und der aus Göhren kommend. Bereits aus der Ferne kündigen sie sich mit ihren Lokomotivpfeifen an, die nicht zu überhören sind.

Im Abteil des Rasenden Rolandz
Anita und Elke im Abteil des Rasenden Roland
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Wir besteigen die Bahn und vernehmen alsbald das laute Pfeifen, das die Abfahrt ankündigt. Weißer Dampf steigt aus dem Schornstein auf und der Zug setzt sich in Bewegung. Wir sind zu dieser Jahreszeit die einzigen Gäste im Abteil. Für die Fahrt nach Putbus, der westlichen Endstation, braucht die Bahn genau 26 Minuten.

Der Circus in Putbus
Der Circus in Putbus
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In Putbus sind Achim und Elke dann unsere Stadtführer. Über die Marienstraße erreichen wir nach wenigen Minuten den so genannten "Circus" von Putbus. Das ist der eindrucksvollste Platz in Putbus. Er ist kreisrund angelegt, umgeben von klassizistischen, weißen Gebäuden, weshalb Putbus auch den Beinamen die "weiße Stadt" hat. Ebenso gilt sie als Rügens "Rosenstadt", denn seit einiger Zeit blühen wieder wie einst Rosenstöcke vor den eleganten Stadthäusern. Immerhin sehen wir die Rosen noch, allerdings vereist, was trotzdem ein sehr schöner Anblick ist. Das größte Haus am Circus ist dasnach oben ehemalige Pädagogium zu Putbus. Es war Fürst Malte zu Putbus, der seinem Fürstensitz eine höhere Lehranstalt geben wollte mit dem Ziel, die Bildung und Erziehung seiner Landeskinder zu fördern. So ließ er das Haus am Circus 16 im Jahre 1833 erbauen.

Dieter und Achim am Schlosspark in Putbus
Dieter und Achim am Schlosspark in Putbus
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Weiter geht es entlang der westlichen Seite dieses Platzes bis zur Alleestraße, dort vorbei am Theater bis zum Rathaus. Zurück führt uns der Weg am Schlosspark vorbei, der ursprünglich als Barockgarten angelegt, von Fürst Malte in einen Landschaftspark im englischen Stil verwandelt wurde. Dass dieser weitläufige Park im Sommer eine bevorzugte Oase der Ruhe ist, kann man sich auch im Winter sehr gut vorstellen! Über die Lauterbacher Straße und die Bahnhofstraße erreichen wir wieder den Bahnhof. Rückfahrt nach Binz ist 12.08 Uhr. Wieder haben wir ein Abteil für uns allein und lassen die tief verschneite Landschaft an uns vorbeiziehen. In Binz trennen sich unsere Wege: Elke und Achim fahren weiter bis Göhren, wir dagegen machen einen ausgedehnten Bummel durch Binz. Wir möchten uns die Geschäfte näher ansehen, uns in einem gemütlichen Café bei Glühwein und einer kleinen Brotzeit erfrischen und danach gemütlich auf der Strandpromenade zum Hotel zurückgehen.

Anita vor Ostseeperle
Anita vor der Ferienanlage "Ostseeperle"
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Vor 20 Jahren haben wir am Ende der Strandpromenade gewohnt, in einem riesigen Ferienhaus, damals noch mit DDR-Ambiente. Ob wir diese Anlage wiederfinden? In der Tat erkennen wir die Ferienanlage wieder, sie ist natürlich völlig restauriert und auch erweitert worden und nennt sich heute "Haus Ostseeperle - Hotel und Ferienpark".

Ab 16.00 Uhr genießen wir ausgiebig den Wellness-Bereich unseres Hotels. Dieser Zeitpunkt kommt uns immer recht gelegen, da um diese Jahreszeit bereits gegen 16.00 Uhr die Dämmerung einsetzt und Aktivitäten außerhalb des Hotels nicht mehr allzu groß sind. Das Rugard Royal SPA bietet ein Salzwasser-Hallenbad mit Gegenstromanlage (18 x 6 m groß), im Saunabereich eine finnische Bio-Sauna (95° C), eine Bio-Kräutersauna (55° C) und eine Römische Steinsauna (55° C) sowie unterschiedlich temperierte Dampf- und Wärmeräume wie die Edelstein-Dampfgrotte (45° C), das Tepidarium (39° C) oder das Laconium (75° C). Für Abkühlung sorgen das Fußsprudelbecken, ein Kneippgang, ein Eisbrunnen und die Erlebnis-Schneckenduschen, abschließende Entspannung findet man in zwei Ruheräumen. Soviel Luxus sollte man genießen!

Bernsteinbrunnen im Hotel Rugard
Bernsteinbrunnen im Hotel Rugard
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Beim abendlichen Schlemmerbuffet, das sich heute "Mecklenburger Abend" nennt, treffen wir wieder auf unsere Berliner Freunde. Das Buffet befindet sich - wie schon erwähnt - im Restaurant Bernstein im 5. Stock. Es bietet wechselnde Spezialitäten aus der Region bzw. aus europäischen Ländern an: Zwei verschiedene Suppen, eine große Salatbar, mehrere Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch, eine Käsebar und natürlich Süßes wie Eis, Cremes, Tiramisu etc. Für jeden Geschmack ist sicher etwas dabei!

Herzstück des Restaurants ist der Bernsteinbrunnen. Eine kleine Tafel neben dem Brunnen klärt über seine Besonderheit auf: "Inspiriert von den Naturelementen Bernstein und Wasser, schuf der Tiroler Kunstschmied Manfred Hörl einen imposanten Bernsteinbrunnen, bei dem der warme Charakter des edlen Gesteins in seiner einzigartigen Natürlichkeit und Originalität bewahrt bleibt und in Kombination mit einem Wasserfall zu einer starken harmonisierenden Ausdruckskraft findet. Geschmückt mit Echtgold vergoldeten Messingteilen, handgeschmiedeten Kiefernästen und Kiefernzapfen, eingearbeiteten Kristallen und galvanisch vergoldeten Zierornamenten, das Brunnenbecken in Form einer Jakobsmuschel dekoriert und gefüllt mit originalen Strandsteinen der Ostseeküste, stellt er eine sehenswerte Attraktion dar. Daten: Gewicht 250kg, Höhe 2.70m, Breite 2.40m, Bernsteinfläche: 1m x 1.50m, Bernstein aus dem baltischen Raum, oben rechts und links 2 besonders große Bernsteinfundstücke." Natürlich haben wir dieses Meisterwerk im Bild festgehalten!nach oben

Unseren letzten gemeinsamen Abend mit Elke und Achim verbringen wir wieder anschließend in der Hotelbar STOERTEBEKER: Elke lädt zum Umtrunk ein! Ein schöner Abschluss!! Und zwei schöne gemeinsame Tage, die in Erinnerung bleiben werden!!