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Kurzurlaub in Bad Gastein im Oktober 2010


Mi, 06.10.2010

Jeden Morgen liegt die persönliche Morgenpost des Hotels vor der Zimmertür und das Hotelteam wünscht darin einen wunderschönen guten Morgen. Die erste Frage nach dem Wetter wird heute so beantwortet: "Nach morgendlichem Regen wird es tagsüber recht sonnig und heiter. Sonnenscheindauer: 9 h." Ein Blick aus dem Fenster zeigt zwar noch einen leicht verhangenen Himmel, aber die ersten blauen "Löcher" sind schon da. So beschließen wir, nach dem Frühstück mit dem Auto nochmals nach Bad Hofgastein zu fahren und dort zu bummeln. Der Ort hat uns so gut gefallen und noch viele Geschäfte sind zu besuchen!

Felsentherme LogoGegen Mittag sind wir zurück. Im Supermarkt am Bahnhof in Bad Gastein wird noch schnell ein Sandwich gekauft und dann geht es in die Felsen Therme. In unserem Hotel-Package sind die Freikarten enthalten, die zu einem Aufenthalt von 3 Stunden berechtigen (19€/Person), wir verlängern auf eine Tageskarte und müssen lediglich 2,50€/Person dazu zahlen.

Das berühmte Gasteiner Thermalwasser hat eine einzigartige Geschichte. Es benötigt als Regenwasser 3000 Jahre, um tief ins Erdinnere abzusickern. Millionen Liter quellen täglich aus den 18 Bad Gasteiner Quellen - natürlich, leicht mineralisiert und bis zu 46° heiß. Die Kraft des Gasteiner Thermalwassers soll besonders vitalisierend auf die Körperzellen wirken, die Körperfunktionen harmonisieren, die Muskeln entspannen und die Durchblutung fördern. So jedenfalls verspricht es der Prospekt, den wir am Eingang bekommen. Die Thermenwelt bietet eine Ruhetherme (32°), eine Erlebnistherme (34°) und eine Freilufttherme (34°). Daneben gibt es die Panorama-Wellnesslandschaft mit diversen Saunen, Dampfbädern, Infrarotkabinen, Solegrotten und einem Sonnendeck. Hier befindet sich auch die Stollensauna (90°), unser eigentliches Ziel. Der großzügige sonnige und geschützte Bereich auf 1100m Seehöhe bietet den Blick über die herrliche Gasteiner Bergwelt. Neben der Sauna laden zwei Gipfelbecken mit 25° zum Entspannen und Abkühlen ein. Heute ist ab Mittag ein sehr sonniger und warmer Tag, so dass wir bis in den Abend hier bleiben und relaxen.

Pfeil

Für den Abend haben wir uns im Hotel für das Menü III entschieden: Neben den kulinarischen Vor- und Nachspeisen gibt es als Hauptmenü Gasteiner Rahmrostbraten mit Silberzwiebeln, Speck- und Gemüsestreifen, dazu Schnittlauchspätzle. Der passende Wein rundet die Sache ab.

 

Do, 07.10.2010

Heute ist schon unser letzter voller Tag in Bad Gastein. Die Wetterprognosen könnten besser nicht sein: "Ein schöner, sonniger Tag, Wolken gibt es keine, Sonnenscheindauer: 10 h."

Vor vielen Jahren, als unsere Kinder noch mit in Urlaub fuhren, sind wir einmal von Heiligenblut kommend, die Großglockner-Hochalpenstraße zum Großglockner gefahren. Da wir gerade "in der Nähe" sind, wollen wir diese Fahrt heute unternehmen. Wir fahren bis zum Anfang des Gasteiner Tals, biegen dort links auf die Bundesstraße 311 und anschließend kurz vor Zell am See auf die Grossglockner-Hochalpenstraße. Die Fahrtzeit beträgt bis zum Anfang der Straße ca. eine Stunde, die Entfernung 80 km. Die Straße ist mautpflichtig: stolze 28€/Tag! Aber bei schönem Wetter lohnt es sich in jedem Fall!!

Die berühmteste Alpenstraße führt ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern, zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner (3.798 m) und seinem Gletscher, der Pasterze. Auf 48 Kilometern Hochalpenstraße mit 36 Kehren, bei einem Höhenanstieg bis auf 2.504 Meter Grossglocknerstrassedurchquert man eine einzigartige Gebirgswelt mit blühenden Almwiesen, duftenden Bergwäldern, mächtigen Felsen und ewigem Eis bis zum Fuße des Großglockners, der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe! Die Straße wurde 1935 nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet - als modernste Alpenstraße. In diesem Jahr feiert sie ihr 75-jähriges Jubiläum. Sie endet nicht an einem Gletscher, sondern hoch über Österreichs eindruckvollstem Gletscher, der Pasterze im Schatten des Großglockners.

Als der österreichische Kaiser Franz-Josef I mit seiner Gattin Elisabeth (Sisi) den Großglockner im Jahre 1856 besuchte, war der Gletscher sehr viel größer und höher. Der Rastplatz des Kaisers lag beim Pasterzengletscher. Seit dieser Zeit heißt dieser Platz "Kaiser Franz Josef Höhe". Heute erinnert der "Kaiserstein mit Kaiserstatue" an diesen Besuch. Mit Erlaubnis des Kaisers wurde im Jahre 1905 dort die Schutzhütte "Kaiser Franz Josef Haus" erbaut. Nach dem Bau der Glocknerstraße wurde daraus das Alpenhotel Kaiser Franz Josef. Dieses weitbekannte Alpenhotel ist im Jahre 1997 leider zur Gänze abgebrannt. Das "Franz Josef Haus " soll in seiner historischen FormPfeil wieder aufgebaut werden. Das Panoramarestaurant auf der "Kaiser Franz Josef Höhe" mit 250 Sitzplätzen und Sonnenterrasse steht seit einigen Jahren zentral oberhalb der Bus- und PKW-Parkplätze. Hier kann man übrigens kostenlos parken! Bei unserem Besuch genießen wir von hier aus ausgiebig das Glocknerpanorama.

Nach der Rückkehr freuen wir uns mal wieder auf das Abendessen. Heute gibt es ein großes italienisches Buffet mit zahlreichen Spezialitäten und Leckereien, dazu einen Chardonnay 2009 bzw. einen St. Laurent 2007. Was geht es uns gut!

 

Fr, 08.10.2010

Nach dem Frühstück erfolgt das Auschecken, dann sind die Tage in Bad Gastein endgültig zu Ende! Der Wettergott war uns wohl gesonnen, es waren ein paar sehr schöne Tage!