Kurzurlaub in Bad Gastein im Oktober 2010


So, 03.10.2010

Bad Gastein ist ein Kurbad und Wintersportort im Gasteinertal in Österreich. Der Ort gehört zu den Nationalparkgemeinden des Nationalparks Hohe Tauern und liegt am Fuß des Graukogels. Hier wollen wir für eine knappe Woche ausspannen und beim Wandern die herrliche Landschaft genießen.

Die Entfernung Gauting - Bad Gastein beträgt 250 km und ist per Auto in gut 3 Stunden bequem zu bewältigen. Die österreichischen Autobahnen sind mautpflichtig, der Preis für ein Ticket beträgt 7€ bei einer Gültigkeit von 10 Tagen (Stand Oktober 2010).

Über das Internet haben wir bei sunweb.de für den genannten Zeitraum ein Komplett-Package gebucht. Das Angebot für das 4-Sterne Hotel Cordial Sanotel in Bad Gastein beinhaltet ein 2-Zimmer-Appartement mit Balkon, Frühstück (Buffet) und Halbpension (4-Gänge-Menue), Kaffee und Kuchen am Nachmittag sowie diverse Zusatzleistungen, wie freier Eintritt in die Gasteiner Felsen Therme, Verbilligungen beim Parkhaus und Gutscheine für Wellness-Anwendungen im Hotel. Darüber hinaus bekommen wir für die Dauer des Aufenthaltes die sogenannte "GasteinCard", mit der weitere Angebote wie freie Busfahrten und viele Angebote der örtlichen Tourismusverbände zu stark reduzierten Preisen verbunden sind. Diese Karte gilt für die drei Orte Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein.

Die nachfolgenden kleinen Bilder vergrößern sich beim Anklicken!

Treppe am Kurzentrum
Hotel Cordial Sanotel in Bad Gastein
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Das Hotel Cordial Sanotel liegt direkt im Zentrum am Wasserfall. Zwei Parknischen sind vorhanden, in denen wir nach unserer Ankunft am Mittag für kurze Zeit zum Entladen des Gepäcks parken können. Danach bringen wir unser Auto ins nahe gelegene Parkhaus und lassen es dort auch die meiste Zeit stehen. Als Gäste des Hotels können wir hier verbilligt für 11€/Tag parken. Andere Parkmöglichkeiten gibt es auch fast keine. Das Hotel Cordial Sanotel ist in jedem Fall eine Empfehlung wert. Das Personal ist überaus freundlich, die Zimmer und das Bad sauber und gemütlich und vor allem die Verpflegung hervorragend!! Da bleiben keine Wünsche offen! Die hoteleigene Römertherme mit Sauna-Bereich, Dampfbad, Whirl-Pool, Schwimmbad, Fitnessraum etc. kann kostenfrei benutzt werden, wovon wir auch Gebrauch machen. Zur berühmten Kaiser-Wilhelm-Promenade sind es nur 2 Gehminuten!

Bad Gastein gehört zum Bundesland Salzburg, hat ca. 4500 Einwohner und das Autokennzeichen JO für St. Johann im Pongau. Das Zentrum des Ortes ist an den Steilhängen um einen Wasserfall entstanden und ist durch steile und sehr enge Gassen gekennzeichnet.  Der Höhenunterschied desPfeil Ortes zwischen Zentrum und Bahnhof beträgt ca. 80 Höhenmeter. Durch die Benützung des Parkhausliftes (11 Stockwerke) kann man weitgehend aufstiegsfrei vom Ortskern zum Bahnhofsgelände gelangen.

Bad Gastein und vor allem das Gasteiner Tal mit seinen herrlichen, unzähligen Wandermöglichkeiten kann man natürlich in einem Kurzurlaub wie diesem nicht ausschöpfen, sondern lediglich einen ersten Gesamteindruck vom Ort und seiner Umgebung bekommen.

Treppe am Kurzentrum
Treppe am Kurzentrum
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So machen wir uns auch gleich nach dem Einchecken bei strahlend blauem Himmel auf den Weg, um den Ort zu erkunden. Hier soll es noch zahlreiche Gebäude aus der Kaiserzeit um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert geben. Es erweist sich recht bald, dass unsere Vorstellung von Bad Gastein mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat. Sehr, sehr viele Gebäude aus der damaligen Zeit sehen so aus, als wenn man nie etwas an ihnen restauriert hätte: herunter gekommen, teilweise leer stehend, historische Hotels, bei deren Anblick einem Angst und Bange wird und ein Casino, von dem wir nicht erwartet hätten, dass es noch geöffnet ist, so schlecht sieht es aus. Das Kurzentrum ist ein wirklich schäbiger Betonklotz aus den 70-er Jahren, der nun überhaupt nicht in die Landschaft passt und der schlicht und einfach dreckig und ungepflegt ist. Die Blumenkübel hatte man wohl im Frühjahr bepflanzt und dann ihrem Schicksal überlassen, das Unkraut wuchert nur so!! Das hatten wir nicht erwartet. Zugegeben, einige Gebäude sind zwar wieder herausgeputzt, aber sie sind in der Minderheit. Und hübsche Straßencafés oder schöne Geschäfte sind auch kaum da.

Badschloss
Das Badschloss hat seine Glanzzeiten hinter sich!
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Das "ansehnliche" Bad Gastein sehen wir erst später bei einem Spaziergang auf der Kaiser-Wilhelm-Promenade Richtung Grüner Baum. Im Hotel erfahren wir, dass Gebäude wie "Badschloss", "Kongresshaus, "Haus Straubinger", "k. & k. Postamt", "Haus Austria" schon lange im Besitz einer Wiener Investmentgesellschaft sind. Die scheint es wohl nicht eilig mit der versprochenen "Revitalisierung" zu haben. Wir sind übrigens nicht die einzigen Gäste, die erschrocken sind über den Zustand im Zentrum!! Nun ja, unser gepflegtes Hotel mit seinem freundlichen Service und das ausgezeichnete Essen am Abend entschädigen uns in vollem Umfang! Es gibt kulinarische Köstlichkeiten aus der "Gasteiner Bergwelt", ein Salatbuffet, dazu als Hauptmenü gebackene Minifrühlingsrollen auf Süß- Sauersauce mit marinierten Entenbruststreifen (Menu III) bzw. Medaillon vom Jungschweinerücken mit Kräuterbutter, dazu Speckbohnen und Gratin (Menü I), zuletzt süße Dessertvariationen mit kleinen Naschereien. Wem es hier nicht schmeckt, ist selber schuld! Und obwohl unser Appartement zur Wasserfallseite gelegen ist, haben wir bestens schlafen können. Morgen geht's weiter.